Lilli Tagger beim "Talk & Greet" der IV OÖ
Was Lehrlinge und junge Talente vom Spitzensport lernen können

| Redaktion 
| 09.04.2026

Die Industriellenvereinigung Oberösterreich brachte 50 Lehrlinge aus der Industrie mit Tennis-Nachwuchshoffnung Lilli Tagger zusammen. Im Fokus stand die Bedeutung von Leistungsbereitschaft, Training und Ausbildung für nachhaltigen Erfolg.

Die Industriellenvereinigung Oberösterreich organisierte im Rahmen des WTA-Tennisturniers "Upper Austria Ladies" ein "Talk & Greet" zwischen 50 Lehrlingen aus sechs Industriebetrieben (Engel, FACC, Fronius, Miba, Rosenbauer und Starlim Sterner) und der österreichischen Tennisspielerin Lilli Tagger, die am Donnerstag den Einzug ins Viertelfinale geschafft hat. Ziel war es, jungen Menschen Impulse für ihre berufliche und persönliche Entwicklung zu geben. 

Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit für einen direkten Austausch, stellten Fragen und erhielten Einblicke in den Alltag einer Leistungssportlerin. Besonders hervorgehoben wurden dabei Disziplin, Trainingsintensität und Zielstrebigkeit als zentrale Erfolgsfaktoren. 

Leistung als Grundlage für Erfolg  

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Bedeutung von Leistungsbereitschaft, sowohl im Sport als auch im Berufsleben. "Wer professionell Sport betreibt, möchte sich im Wettkampf mit anderen messen und trainiert leidenschaftlich, um zu gewinnen", sagte IV OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch

Leistung und Leistungssport erfordere laut ihm konsequentes Arbeiten, das Verlassen der Komfortzone und volle Konzentration auf das Ziel. Diese Prinzipien seien nicht nur im Spitzensport, sondern ebenso in der beruflichen Entwicklung entscheidend.

Wettbewerb und gesellschaftliche Verantwortung

Darüber hinaus wurde der Zusammenhang zwischen individueller Leistungsbereitschaft und wirtschaftlicher Entwicklung thematisiert. Der aktuelle Wohlstand sei das Ergebnis von Engagement und Einsatz vergangener Generationen und müsse aktiv weiterentwickelt werden.

"So wie Lilli Tagger sich in einem Weltsport wie Tennis etablieren muss, so steht auch die OÖ Industrie und der Standort Österreich insgesamt im globalen Konkurrenzkampf und muss sich gegen immer stärkere Mitbewerber, beispielsweise aus China, durchsetzen. Das geht nur mit einer leistungswilligen Bevölkerung, die nicht sofort nach dem Staat ruft, sobald Probleme auftreten. Der Staat muss dafür sorgen, dass sich Leistung und Mehrarbeit auch steuerlich lohnen und nicht bestraft werden, wie es derzeit der Fall ist", ist sich Haindl-Grutsch sicher.

Leistungsträger:innen würden damit auch eine Vorbildfunktion für junge Menschen übernehmen. "Wer sich gemäß seiner Neigungen und Talente überdurchschnittlich engagiert, wird im Leben Erfolge feiern – im Sport wie im Beruf", so Haindl-Grutsch.

Bedeutung der Lehre für den Standort 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der dualen Ausbildung. Diese wird als wesentlicher Faktor für die industrielle Entwicklung gesehen, erhält jedoch laut Industriellenvereinigung noch nicht die entsprechende gesellschaftliche Anerkennung.

"Wir müssen junge Menschen für die Lehre begeistern. Sie bietet hervorragende Karrierechancen und ist ein direkter Einstieg in qualifizierte, gut bezahlte Jobs", erklärte Haindl-Grutsch.

Zugleich wurde auf strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt hingewiesen: Während einfache Tätigkeiten im akademischen Bereich zunehmend automatisiert werden, bleibt die Nachfrage nach technisch ausgebildeten Fachkräften hoch.

Nachwuchs als Voraussetzung für Transformation

Abschließend wurde die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die wirtschaftliche Zukunft betont. Ohne ausreichend Nachwuchs könne die technologische Weiterentwicklung im internationalen Wettbewerb nicht gelingen.

"Unsere Betriebe brauchen junge Menschen, die anpacken, gestalten und Verantwortung übernehmen wollen. Dafür müssen wir ein Umfeld schaffen, in dem sich ihr Einsatz auch tatsächlich auszahlt", sagte Haindl-Grutsch abschließend.

www.oberoesterreich.iv.at

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