ESC-Umbau startet
Wiener Stadthalle ist jetzt fest in "ORF-Hand"

Mit dem symbolischen Durchschnitt des Bandes fiel am Montagmorgen der offizielle Startschuss für die ESC-Verwandlung der Event-Arena. 

Seit seiner Gründung im Jahr 1956 hat sich der Eurovision Song Contest (ESC) von einem schlichten Liederwettbewerb zur größten Live-Musikshow der Welt entwickelt. Was einst als Projekt zur kulturellen Einigung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg begann, ist heute ein schillerndes Spektakel, das jährlich Millionen von Menschen vor die Bildschirme lockt. Mit einer Mischung aus musikalischem Talent und oft exzentrischen Auftritten ist der ESC nicht nur ein Wettbewerb um die berühmten 'Twelve Points', sondern auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen in Europa und darüber hinaus.

In diesem Jahr findet der ESC in Wien statt (LEADERSNET berichtete u.a. hier und hier). Mit der feierlichen Schlüsselübergabe in der Stadthalle am Montagmorgen (30. März 2026) haben die intensiven Vorbereitungen für das TV-Ereignis offiziell begonnen. Wo sonst Sportler:innen und Musiker:innen die Massen begeistern, ziehen nun Technik-Crews und kreative Köpfe ein, um die Bundeshauptstadt in eine hochmoderne Bühne zu verwandeln. 

Umbau zur ESC-Hauptlocation

Bereits um 7:30 Uhr öffnete das allgemeine Akkreditierungscenter, kurz darauf trafen die ersten Vertreter:innen von Medien, Produktion und Song-Contest-Core-Team ein. Pünktlich um acht Uhr erfolgte die symbolische Übergabe, begleitet vom traditionellen Durchschneiden des ESC-Bandes durch Executive Producer Michael Krön vom ORF und Stadthallen-Geschäftsführer Thomas Waldner. Kurz darauf erfolgte der technische Load-in und die ersten Lkws trafen mit Equipment in der Halle ein. In den kommenden Tagen und Wochen sollen die Transportfahrzeuge insgesamt etwa 3.500 Tonnen Material anliefern. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem 27 Kameras und 8.500 LED-Scheinwerfer. Insgesamt beteiligen sich 35 Firmen am Aufbau. 

Im Fokus der Aufbauarbeiten steht die Sicherheit. So gibt es etwa ein hochmodernes Kontrollnetz. Krön erklärte: "Wir haben uns monatelang auf diesen heutigen Tag gefreut. Er ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum größten Musikevent der Welt. Von hier aus wollen wir Millionen Menschen begeistern. Entscheidend ist nun die Zusammenarbeit vieler Menschen und Firmen in einem konstruktiven und kreativen Arbeitsumfeld an einem Ort."

Waldner freute sich bei der offiziellen Übergabe den ORF nun auch in der Wiener Stadthalle begrüßen zu dürfen. "Es erfüllt uns mit Stolz, unsere Arena für den Eurovision Song Contest 2026 und für ein Fest der Vielfalt, der Emotionen und der verbindenden Kraft der Musik zu öffnen. Gemeinsam schaffen wir hier die Bühne für ein Event, das weit über Wien hinausstrahlen wird."

Ausblick auf kommende Arbeiten

Begonnen wird mit dem Umbau der Halle D und dem Bühnenaufbau. Sukzessiv sollen dann alle weiteren Hallen folgen. Ein Spielbetrieb bleibt zunächst noch teilweise bestehen, nämlich die Halle F, in der noch Darbietungen von "Jesus Christ Superstar in Concert" sowie "Dirty Dancing in Concert" stattfinden. 

In den nächsten Tagen soll zudem der technische Load-in aller beteiligten Gewerke weiterlaufen. In der zweiten Aprilhälfte steht dann ein großes "Stage Opening" auf dem Plan und die ersten Stellproben beginnen. Ende April folgt dann ein umfassender Sicherheits-Lockdown des gesamten Stadthallen-Areals. Ab diesem Zeitpunkt müssen all jene, die in die Stadthalle kommen, durch Flughafen-Sicherheitschecks. 

Anfang Mai treffen schließlich die Delegationen mit ihren Künstler:innen in Wien ein. Die beiden Semifinals finden am 12. und 14. Mai und das große Finale am 16. Mai statt. 

www.eurovision.com

www.stadthalle.com

www.orf.at

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