Zusammenführung genehmigt
Grünes Licht für neuen "Milch-Riesen" in Salzburg

| Tobias Seifried 
| 02.04.2026

Zwei Großproduzenten aus dem Bundesland haben von den Wettbewerbsbehörden die Genehmigung für ihre Zusammenführung bekommen – ohne Auflagen.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass die sogenannte "Salzburger Milchlösung" umgesetzt werden kann. Nach einer Prüfung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden haben die SalzburgMilch und die Pinzgau Milch die Genehmigung für ihre Zusammenführung erhalten – ohne Auflagen. Die Pläne für die Kooperation waren im November 2025 vorgestellt worden (LEADERSNET berichtete).

Im ersten Schritt übernimmt die SalzburgMilch 40 Prozent der Anteile an der Pinzgau Milch von der HMP Immobilien Holding, die künftig ebenfalls 40 Prozent hält. Die verbleibenden 20 Prozent bleiben unverändert bei der Pinzgau Milch registrierten Milchliefer- und Besitzgenossenschaft.

SalzburgMilch übernimmt operative Führung

Zugleich wird die operative Führung der Pinzgau Milch an die Geschäftsführung der SalzburgMilch übertragen. Damit soll eine enge Abstimmung und effiziente Steuerung während der Integrationsphase gewährleistet werden. SalzburgMilch-Chef Andreas Gasteiger sagte: "Wir begrüßen die Entscheidungen der Wettbewerbsbehörden sehr, die 'Salzburger Milchlösung' nach so vielen Jahren nun endlich und ohne Auflagen für die operativen und genossenschaftlichen Unternehmen zu ermöglichen." Man werde nun "zügig mit den Maßnahmen zur Zusammenführung beginnen", um die Potenziale zu realisieren, so Gasteiger.

Pläne reichen weiter

Im weiteren Verlauf sei vorgesehen, die beiden Eigentümergenossenschaften – die Salzburger Alpenmilch Genossenschaft und die Pinzgau Milch Liefer- und Besitzgenossenschaft – zu verschmelzen. Dadurch würde die SalzburgMilch künftig 60 Prozent der Anteile an der Pinzgau Milch halten.

Langfristig sei auch die vollständige Fusion der operativen Gesellschaften in die SalzburgMilch GmbH geplant. In diesem Zuge soll die Salzburger Alpenmilch Holding 90 Prozent und die HMP Immobilien Holding zehn Prozent der Anteile übernehmen. Läuft alles nach Plan, wird der Abschluss der strukturellen Zusammenführung für September 2026 erwartet.

Synergien schaffen

Hintergrund der Zusammenführung ist der stark umkämpfte Milchmarkt und der einhergehende Preisdruck in den Supermarktregalen. Mit der Bündelung der Kräfte verfolgen die beteiligten Unternehmen das Ziel, die regionale Milchwirtschaft zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Insbesondere die Sicherung bäuerlicher Strukturen, die Stärkung der regionalen Wertschöpfung sowie der Ausbau von Produktionskapazitäten und Sortimenten stünden im Fokus. Dadurch sollen bestehende Synergien besser genutzt und die Wettbewerbsfähigkeit im nationalen wie internationalen Umfeld gestärkt werden.

www.milch.com

www.pinzgaumilch.at

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