Triqbriq startet Produktion in Vorarlberg
Matthias Strolz setzt in Zukunft auf kreislauffähigen Holzbau

Mit der Gründung der Triqbriq AT GmbH entsteht in Österreich ein neuer Anbieter für nachhaltige Holzbausysteme. Die Produktion des modularen Massivholzsystems soll ab August 2026 in Bludenz starten und setzt auf kreislauffähiges Bauen sowie die Nutzung bislang wenig verwendeter Holzressourcen.

Mit der Triqbriq AT GmbH entsteht in Österreich ein neuer Anbieter im Bereich nachhaltiger Holzbausysteme. Zu den Gründern zählt auch der ehemalige Spitzenpolitiker Matthias Strolz. Der Produktionsstandort wird in Bludenz in Vorarlberg aufgebaut, der Start der Fertigung ist für August 2026 vorgesehen. 

"Viele Gebäude, die heute errichtet werden, sind am Ende ihres
Lebenszyklus faktisch Sondermüll. Müssen wir wirklich so bauen und
wohnen? Wir sind überzeugt: Das geht besser – mit kreislauffähigem
Massivholzbau, der Ressourcen schont und gleichzeitig ein spürbar
hochwertiges Wohngefühl ermöglicht. Für Budgets, die für den Mittelstand
erschwinglich sind", sagte Strolz. 

Modulares Massivholzsystem

Im Mittelpunkt steht ein modulares Massivholzsystem, das ohne Leim und ohne metallische Verbindungselemente auskommt. Grundlage sind kleine Holzbausteine, sogenannte Briqs, die auf der Baustelle zu tragenden Strukturen zusammengesetzt werden sollen. Ziel sei eine Bauweise, die industrielle Produktion mit Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft verbindet. 

Die Briqs sind für unterschiedliche Einsatzbereiche vorgesehen, darunter der klassische Hochbau, serielle Bauprojekte, Nachverdichtung sowie gewerbliche Bauvorhaben. 

"Mich begeistert an Triqbriq  besonders, dass hier ökologische
Verantwortung und technologische Innovation zusammenkommen. Wir
zeigen, dass nachhaltiges Bauen nicht Verzicht bedeutet, sondern neue
Qualität schafft – für Menschen, Regionen und kommende Generationen", so Julia Reihs, Co-Geschäftsführerin Triqbriq  AT GmbH & Triqbriq Vlbg
GmbH.

Nutzung bislang wenig verwendeter Holzressourcen

Ein Schwerpunkt des Systems liegt auf der Verwendung von Holzqualitäten, die bisher nur eingeschränkt im Bau eingesetzt werden konnten. In Österreich entfällt rund die Hälfte der Holzentnahme auf Schad- und Schwachholz. Darüber hinaus entstehen bei Durchforstungen und im Holzeinschnitt Rundhölzer unterschiedlicher Qualitäten und Dimensionen. Durch das patentierte Triqbriq -System und die spezielle Produktionsweise sollen diese Ressourcen künftig hochwertig genutzt werden können. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Forstwirtschaft und zugleich für regionale Wertschöpfung. 

Standort mit starker Holzbaukompetenz

Die Wahl des Standorts fiel bewusst auf Vorarlberg. Die Region gelte als international sichtbar im nachhaltigen Bauen und verfüge über eine ausgeprägte Tradition sowie hohe technische Kompetenz im Holzbau. 

Für Projektumsetzungen arbeitet das Unternehmen mit der Madlener Bauconsulting A-U-T GmbH zusammen, die Standorte in Feldkirch und Augsburg betreibt. 

Weitere Standorte in Österreich geplant

Die österreichische Struktur umfasst eine Holding, die Triqbriq AT GmbH, sowie eine erste Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Vorarlberg. Zum Gründerteam der Holding zählen Lukas Reihs, Matthias Strolz, Norbert Keßler und Martin Drißner

Die Geschäftsführung übernehmen Julia Reihs und Matthias Strolz. Die deutsche Triqbriq AG ist als Lizenzgeberin des Systems an der österreichischen Holding beteiligt. Gleichzeitig soll sich die österreichische Gesellschaft an der deutschen Triqbriq  AG beteiligen. 

Langfristig planen die Eigentümer eine Ausweitung innerhalb Österreichs. Nach dem Aufbau des Standorts in Vorarlberg sollen bis 2030 jährlich weitere regionale Produktions- und Vertriebsstandorte entstehen. Für den Zeitraum von 2027 bis 2029 stehen Salzburg, Niederösterreich und die Steiermark im Fokus.

"Mit der Gründung von Triqbriq Österreich startet unsere globale
Internationalisierung. Der österreichische Markt ist hierbei aus deutscher
Sicht der logische erste Schritt. Wir sind froh, dass wir vor Ort Unternehmer
gefunden haben, die Triqbriq Österreich zu einem vollen Erfolg machen
werden. Das zeigt schon die gute gemeinsame Vorarbeit und auch die klare
Vision aller Beteiligten in Vorarlberg und darüber hinaus", so Max Wörner, Vorstand der deutschen Triqbriq AG. 

www.triqbriq.at

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