Nach Eigentümerwechsel
Hervis schließt 17 Standorte und streicht rund 100 Stellen

| Larissa Bilovits 
| 11.06.2026

Nach dem Verkauf durch Spar und dem Rückzug aus dem Ausland setzt der Sporthändler den nächsten Restrukturierungsschritt und trennt sich österreichweit von rund einem Fünftel seiner Filialen.

Nachdem Spar die defizitäre Sporthandelskette Hervis Ende Jänner an die deutschen Investoren Sven Voth (Gründer von Snipes) und Udo Schloemer (Gründer von Factory Berlin) verkauft hatte (LEADERSNET berichtete) und das Unternehmen zuletzt auch sein Auslandsgeschäft abgab (LEADERSNET berichtete), folgt nun der nächste Paukenschlag: In Österreich sollen im Laufe des heurigen Jahres insgesamt 17 der 93 Filialen geschlossen werden – das entspricht rund einem Fünftel der Standorte. Laut Unternehmensangaben sind davon rund 100 Mitarbeiter:innen betroffen. Als Grund für die Maßnahme nennt Hervis, dass die betroffenen Standorte nicht ertragsbringend betrieben werden könnten.

Diese Standorte werden geschlossen

Bereits geschlossen wurden 2026 laut Hervis die beiden Standorte Salzburg SAM Outlet und Baden. Im weiteren Jahresverlauf sollen die Filialen Q19 in Wien, Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels sowie Linz Lentia folgen. Die Schließungen sollen schrittweise und unter Einhaltung der Kündigungsfristen der jeweiligen Mietverträge erfolgen.

Sozialplan für betroffene Beschäftigte

Für die rund 100 Mitarbeiter:innen, die nun ihre Jobs verlieren, wurde laut Unternehmen gemeinsam mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet. Ziel der laufenden Restrukturierung sei es, den Sporthändler auf zukünftige Markt- und Kundenanforderungen auszurichten.

www.hervis.at

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