Wie lassen sich technologische Innovationen und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Kurier Speak Out Festival 2026, das vergangenen Dienstag, den 9. Juni, im MuseumsQuartier Wien über die Bühne ging. Unter dem Motto "Nachhaltigkeit, Innovation und neue Ideen für die Zukunft" kamen zahlreiche Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik zusammen, um aktuelle Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
Unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen
Die Stärke des Formats, das sich aus Diskussionen, Workshops, interaktiven Erlebnisstationen und vielfältigen Networking-Möglichkeiten zusammensetzt, liege vor allem darin, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, erklärte Marlene Auer, stellvertretende Kurier-Chefredakteurin und Chefredakteurin der Kurier freizeit: "Innovation ist heute weit mehr als technologischer Fortschritt, sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Veränderung und wirtschaftlicher Zukunftsfähigkeit. Unser Event versteht sich als Plattform für den Dialog über jene Entwicklungen, die unsere Zeit prägen: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue Formen der Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Technologie selbst, sondern die Frage, wie wir Zukunft verantwortungsvoll und nachhaltig gestalten wollen."
"Nachhaltige Veränderung entsteht dort, wo Ideen sichtbar werden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Das Speak Out Festival schafft genau diese Bühne und bringt Unternehmen, Expert:innen und Besucher:innen in einen direkten Dialog über die Zukunft", so auch Elisabeth Laimighofer, Leitung Vermarktung Kurier Medienhaus.
Zukunft gestalten statt nur darüber sprechen
Zum Auftakt warf Bestsellerautor Marc Elsberg einen Blick auf die Verwundbarkeit moderner Gesellschaften. Im Mittelpunkt standen Risiken für Stromnetze, kritische Infrastruktur und globale Lieferketten sowie die Frage, wie Krisen künftig besser bewältigt werden können. Anschließend sprach Staatssekretärin Elisabeth Zehetner über die Herausforderungen Österreichs in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Innovation.
Ein Schwerpunkt des Festivals lag auf Europas technologischer Unabhängigkeit. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Verwaltung und Recht diskutierten über digitale Souveränität, Datenschutz, Künstliche Intelligenz sowie die Frage, wie Europa seine strategische Autonomie stärken kann. Zu den Diskussionsteilnehmern zählten unter anderem Thomas Arnoldner (Deputy CEO A1 Group), Wolfgang Ebner (Chief Digital Officer (CDO) des Bundes und Leiter der Sektion VII: Digitalisierung und E-Government), Ulrich Fleck (CEO Certainity Gruppe) sowie Rainer Knyrim (Gründer Knyrim Trieb Rechtsanwälte).
Auch die nachhaltige Entwicklung urbaner Räume stand im Fokus. Die Basler Architektin Barbara Buser und Natalie Wierzbicki (Head of Corporate Sustainability Porr AG) beleuchteten, wie Städte künftig klimafreundlicher, lebenswerter und widerstandsfähiger gestaltet werden können. Dabei ging es unter anderem um nachhaltige Baustoffe, innovative Infrastrukturprojekte und die Balance zwischen Wachstum und Lebensqualität.
Energieversorgung, KI und Blackout-Szenarien
Ein weiteres Panel widmete sich dem steigenden Energiebedarf durch Rechenzentren und Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz. Diskutiert wurden unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien, mögliche Beiträge der Kernenergie sowie politische Rahmenbedingungen für eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung. Am Podium saßen Sindre Wimberger (KI-Innovationsmanager der Stadt Wien), Ivona Brandic (Professorin für High Performance Computing Systems TU Wien) und Maria Scholl (Chefredakteurin der Austria Presse Agentur).
Wie gut Österreich auf mögliche Stromausfälle vorbereitet ist, stand wiederum bei der Diskussion "Blackout – Was kommt da auf uns zu?" im Mittelpunkt. Klaus Kaschnitz (Division Director Austrian Power Grid) und Bernd Loacker (CTIO Drei) diskutierten dabei über Risiken, Vorsorgemaßnahmen und die Rolle moderner Technologien.
Workshops, Mitmachstationen und Start-up-Wettbewerb
Neben den Vorträgen und Diskussionen bot das Festival zahlreiche interaktive Programmpunkte. In der Ovalhalle konnten Besucher:innen unter anderem Initiativen zu Kreislaufwirtschaft, Reparaturprojekten, nachhaltiger Ernährung und klimafitter Stadtentwicklung kennenlernen. Ergänzt wurde das Angebot durch Workshops zu Themen wie Fermentation oder Lebensmittelverwertung sowie verschiedene Networking-Formate.
Zum Abschluss des Tages fand der ClimateLaunchpad-Wettbewerb statt. Die Jury, bestehend aus Milda Žilinskaitė, Florian Schellnast, Lucie Hornauer und Kimiko Uriu, kürte das Start-up Joyh zum Sieger, gefolgt von ReneTrax auf Platz zwei und HanfBauSysteme auf Rang drei. Der Publikumspreis ging an Repartum.
Unsere Interviewpartner:innen
Neben Marlene Auer (Stv. Chefredakteurin Kurier) und Elisabeth Laimighofer (Leitung Vermarktung Kurier Medienhaus) holte LEADERSNET.tv auch noch Martina Salomon (Herausgeberin Kurier), Marc Elsberg (Bestsellerautor), Gerhard Schlögel (Gründer Hermes.Wirtschafts.Gala), Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Start-ups & Tourismus), Natalie Wierzbicki (Head of Corporate Sustainability Porr AG), Thomas Arnoldner (Deputy CEO A1 Group), Kimiko Uriu (Initiatorin & Head of Sustainability Kurier), Alina Saavedra (Gründerin Resi Slow Fashion) und Matthias Hranyai (COO Kurier Medienhaus) vor die Kamera.
Eindrücke sehen Sie zudem in unseren Galerien hier und hier.
www.kurier.at
Kommentar veröffentlichen