"Erfolg isst kein Zufall“
AMA-Marketing vernetzte Entscheiderinnen der Branche

Mit der Veranstaltung anlässlich des Weltfrauentags wurde ein Zeichen für mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Land- und Lebensmittelwirtschaft gesetzt. Beim Netzwerktreffen wurde über Führung, Netzwerke und strukturelle Herausforderungen diskutiert.

Landwirtschaft, Industrie, Handel, Behörden und Direktvermarktung an einem Tisch: Beim Netzwerktreffen in der Wiener Eventlocation Prisma/Skyforum trafen Ende Februar führende Frauen aus der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette aufeinander. Ziel der Veranstaltung war es, Kompetenzen sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und neue Allianzen zu knüpfen.

Sichtbarkeit und Vernetzung

Organisiert wurde das Treffen von der AMA-Marketing gemeinsam mit LK Bäuerinnen Österreich, FemAgrar und der Wirtschaftskammer-Initiative Frau in der Wirtschaft. Für AMA-Marketing-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek ist die Initiative Teil eines strategischen Ansatzes. "Frauen prägen unsere Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette, in der Produktion ebenso wie in Unternehmen, Organisationen und im Handel. Sichtbarkeit und Vernetzung sind entscheidende Faktoren für nachhaltigen Erfolg." Auch Irene Neumann-Hartberger, Bundesbäuerin und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Österreich, sieht darin einen wichtigen Impuls. Das Internationale Jahr der Bäuerin 2026 sei ein klarer Auftrag, strukturelle Benachteiligungen abzubauen und die Leistungen von Frauen in der Land- und Lebensmittelwirtschaft stärker sichtbar zu machen.

Zwischen Rollenbildern und Realität

Den inhaltlichen Auftakt lieferte Journalistin und Autorin Barbara Haas mit einer Analyse zur Darstellung von Frauen in den Medien. Ihr Befund: Frauen kommen in nur rund 25 Prozent der Berichterstattung vor und werden häufig in traditionellen Rollenbildern dargestellt.

Besonders präsent seien Frauen in Themenfeldern wie Gesundheit, Ernährung oder Care-Arbeit. Gleichzeitig verbreiten sich über soziale Medien neue Varianten klassischer Rollenbilder, etwa durch die sogenannte Tradwives-Bewegung. Haas plädierte deshalb für mehr gegenseitige Unterstützung und aktive Netzwerke, um weibliche Perspektiven stärker sichtbar zu machen.

Karrierewege zwischen Landwirtschaft, Industrie und Handel

In der anschließenden Podiumsdiskussion berichteten Branchenvertreterinnen aus unterschiedlichen Bereichen über ihre Karrierewege. Astrid Brunner von den LK Bäuerinnen Österreich verwies darauf, dass Frauen in der Landwirtschaft zunehmend Führungsverantwortung übernehmen. Rund 36 Prozent der etwa 132.000 Bäuerinnen in Österreich führen bereits einen eigenen Betrieb. Karoline Scheucher, Geschäftsführerin von Steirerfleisch, schilderte ihre Erfahrungen in einem traditionell männlich geprägten Umfeld. Johanna Prodinger, Geschäftsführerin der Nachhaltigen Tierhaltung Österreich, betonte die Bedeutung strategischer Allianzen und klarer Zielorientierung.

Auch im Handel seien Mut und Netzwerke entscheidend, sagte Sabine Reisner, Leiterin Fleischeinkauf bei Hofer. Persönliche Karriere-Insights lieferten zudem Selma Illitz, Head of Sales Austria bei Agrana, Natalie Harsdorf, Generaldirektorin der Bundeswettbewerbsbehörde, sowie Julia Zotter, Geschäftsführerin von Zotter Schokolade. Die gemeinsame Botschaft des Abends: Weibliche Führung ist längst ein zentraler Bestandteil der Land- und Lebensmittelwirtschaft. Sichtbarkeit, gegenseitige Unterstützung und starke Netzwerke bleiben dabei entscheidende Erfolgsfaktoren.

www.amainfo.at

www.wko.at

www.femagrar.at

www.baeuerinnen.at

www.nutztier.at

www.bwb.gv.at

www.hofer.at

www.agrana.com

www.zotter.at

www.steirerfleisch.at

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