Die Initiative She goes Digital (SGD) ist ab sofort unter dem Dach des Verband Österreichischer Software Innovationen (VÖSI) angesiedelt, mit dem Ziel, durch die Zusammenarbeit vielfältige Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel zu setzen und die Bestrebungen nach mehr Diversität zu stärken.
Gegründet wurde SGD im Jahr 2022 von der Initiative "Digitalisierung Chancengerecht" und Microsoft mit dem Plan, Frauen jeden Alters den Zugang zu digitalen Berufen und Unternehmen zu vermitteln. Nun schließt sich die Initiative VÖSI an.
Die Idee dahinter
Durch SGD sollen Frauen und Unternehmen zusammengebracht werden. Es geht um das niederschwellige "Hineinschnuppern" in die digitale Businesswelt und das Entdecken, welche beruflichen, vielfältigen Möglichkeiten die Unternehmen im digitalen Bereich bieten. Den Teilnehmerinnen ist es möglich, durch gezielte Trainings Zertifizierungen zu erhalten und so den ersten Schritt in eine digitale Karriere zu starten. In bisher drei Durchläufen haben 1.500 Frauen bereits am Programm teilgenommen. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr rund 400 Zertifikate ausgestellt. Die Zertifikate umfassen dabei das Dig-CERT und die Microsoft AI 900 - Artifical Intelligence Fundamentals Zertifizierung.
Fortsetzung 2026
In diesem Jahr soll SGD fortgesetzt werden. "Die Initiative ist eine wichtige Maßnahme, um Vorurteile und Klischees abzubauen und Frauen einen niederschwelligen Zugang zu eröffnen", meint VÖSI-Präsidentin Doris Lippert, die zudem betont, dass es nicht unbedingt ein Informatik-Studium brauche, um in die Branche einzusteigen. "Der Quereinstieg in die IT ist ein entscheidender Hebel, um den Frauenanteil in der Branche nachhaltig zu erhöhen. Indem wir alternative Karrierewege öffnen, schaffen wir echte Chancengleichheit und nutzen das volle Potenzial vielfältiger Talente. Daher freut es uns, die Initiative She goes Digital ab sofort bei uns im VÖSI zu integrieren und die Zusammenarbeit mit WOMENinICT und den VÖSI-Mitgliedern zu intensivieren."
Oberstes Ziel sei es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Diversität der Branche zu verbessern. Der aktuelle Frauenanteil der IT-Branche hierzulande beträgt laut VÖSI lediglich 18 Prozent. "Da ist noch Luft nach oben", ist sich Lippert sicher.
Leitung in weiblicher Hand
Microsoft beteiligte sich von Anfang an SGD, um Chancengleichheit in digitalen Berufen zu verbessern. "Ich freue mich sehr, dass wir unserer Vision mit She goes Digital einen großen Schritt näherkommen. Mit dem VÖSI haben wir eine starke Partnerin gefunden, die uns ermöglicht, größer zu denken: Wir schaffen niederschwellige Zugänge zu zukunftsorientierter Bildung, fördern Zertifizierungen und begleiten Frauen auf ihrem Weg in Technologieberufe – und zwar Bundesländer übergreifend. Gemeinsam gestalten wir eine digitale Zukunft, in der Frauen chancengleich ihre zukunftstechnologischen Kompetenzen selbstbewusst einsetzen können", bekräftigt Ingrid Heschl, Mitgründerin von She goes Digital und HR-Lead bei Microsoft Österreich.
Gemeinsam mit Julia Katovsky, die im PMO bei Wien Digital beschäftigt ist, wird sie das Programm SGD ehrenamtlich im VÖSI leiten. "She goes Digital wurde ins Leben gerufen, um Frauen den Zugang zu digitalen Kompetenzen und Karrieren zu erleichtern – weil Diversität Innovation antreibt und diverse Teams nachweislich erfolgreicher sind. 2026 möchten wir noch mehr Unternehmen motivieren Teil der Initiative zu werden, um Frauen den Einstieg in die IT zu ermöglichen. Der VÖSI ist für uns ein verlässlicher Partner, der unsere Position in der österreichischen IT-Community stärkt, mit dem Ziel, She goes Digital langfristig weiterzuführen, auszubauen und als Plattform zu etablieren, die Frauen nachhaltig in der digitalen Welt sichtbar macht", so Katovsky.
Frauennetzwerk WOMANinICT
Das VÖSI Frauennetzwerk WOMANinICT zählt zudem aktuell rund 240 Botschafterinnen als Role Model. "Wir werden She goes Digital auch 2026 gerne wieder mit unserem Mentoring Programm unterstützen und hoffen, noch mehr Mentees betreuen zu können", WOMENinICT Vorsitzende Christine Wahlmüller-Schiller, die hauptberuflich am AIT Austrian Institute of Technology tätig ist. In der IT-Branche gäbe es viele Jobmöglichkeiten u. a. in den Bereichen Künstlicher Intelligenz, Data Science & Data Analytics sowie Cyber Security, im ERP-Bereich, im Projektmanagement und in den Bereichen wie Vertrieb oder (Digital) Marketing. Aber auch klassische Bereiche wie Software-Entwicklung, Requirements Engineering sowie System- und Netzwerktechnik zählen dazu.
Ausblick 2026
Startete man im Pilotjahr noch mit 130 Teilnehmerinnen, konnte die Reichweite bis zum dritten Durchlauf mit über 600 Anmeldungen nahezu verfünffacht werden. Parallel zur Teilnehmerinnenzahl verdichtete sich auch das wirtschaftliche Rückgrat des Programms. Im Jahr 2025 wurde die Initiative von einem breit aufgestellten Partner-Netzwerk getragen, angeführt von der Erste Group, Microsoft Österreich und dem Flughafen Wien. Unterstützung kam zudem von namhaften Partnern wie REWE International und den Wiener Stadtwerken sowie über 20 Silber-Partnern und Institutionen wie dem AMS, LEA oder fit4internet. Für das Geschäftsjahr 2026 ist der nächste Skalierungsschritt fixiert: Neben einer verstärkten Präsenz in den Bundesländern will man das Curriculum fachlich schärfen. Erstmals sollen dedizierte Module für Künstliche Intelligenz und Cybersecurity Frauen mit technischer Basisqualifikation gezielt an die Speerspitze der digitalen Transformation führen.
Mit der Zusammenarbeit mit VÖSI festigt die Initiative somit ihre Position als zentrale Schnittstelle zwischen dem Arbeitsmarkt und der steigenden Nachfrage nach qualifizierten weiblichen IT-Fachkräften im österreichischen Wirtschaftsraum.
www.voesi.or.at
www.shegoes.at
Kommentar veröffentlichen