Fotos & Video der Werkshallen-Eröffnung
Großinvestition von Stadler stärkt den Bahnstandort Österreich

Mit einer neuen Werkhalle in Niederösterreich baut der Schweizer Zughersteller seine Präsenz hierzulande aus. Der Standort übernimmt eine zentrale Rolle bei Wartung und Inbetriebnahme moderner Züge. LEADERSNET.tv fragte beim Management und Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik nach, was die Großinvestition für die Branche und den heimischen Standort bedeutet.

Mit der Eröffnung einer neuen Werkhalle im niederösterreichischen Obersiebenbrunn hat das Schweizer Bahnunternehmen Stadler seine Kapazitäten in Österreich erweitert. Die Anlage im Marchfeld bei Wien dient insbesondere der Instandhaltung von Hochgeschwindigkeitszügen sowie der Abwicklung künftiger Fahrzeugprojekte. Moderiert wurde die Eröffnungsfeier, bei der zahlreiche Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik zugegen waren, von Tom Walek.

Ins europäische Bahnsystem integriert

Seit März 2026 werden vor Ort bereits Züge der Westbahn gewartet. Die neue Infrastruktur soll dazu beitragen, die Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen und Prozesse rund um Inbetriebsetzung und Zulassung zu beschleunigen. Erreichtet wurde die rund 225 Meter lange und etwa 4.600 Quadratmeter große Halle auf dem Gelände der Agrana und umfasst neben Werkstätten auch Büroflächen sowie eine zusätzliche Lagerhalle. Durch die direkte Anbindung an das Bahnnetz, einschließlich einer künftig mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestatteten Strecke, ist der Standort in das europäische Bahnsystem integriert.

Multifunktionales Servicezentrum

Peter Spuhler, Präsident des Verwaltungsrates der Stadler Rail AG, betonte die strategische Bedeutung des Standorts und verwies auf die internationale Aufstellung des Unternehmens: "Wir beschäftigen rund 18.000 Mitarbeiter:innen weltweit an 18 Standorten." Österreich sei ein zentraler Markt, weshalb man die Präsenz gezielt ausbaue. "Das neue Servicezentrum ist hierbei ein wichtiges Puzzleteil", so Spuhler. Die Werkhalle schaffe die Voraussetzungen, "um Hochgeschwindigkeitszüge effizient zu warten", was für einen stabilen Betrieb entscheidend sei.

Die Anlage ist als multifunktionales Servicezentrum konzipiert und steht künftig auch anderen Betreiber:innen offen. Christian Diewald, CEO von Stadler Austria, sprach in diesem Zusammenhang von einer "Halle für alle". Mit der neuen Infrastruktur setze man "neue Maßstäbe in Instandsetzung und Wartung" und gebe einen "entscheidenden Impuls für die Zukunftsfähigkeit der Bahn".

Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Strabag innerhalb von nur rund sieben Monaten Bauzeit. Franz Redl, Vorstandsmitglied der Strabag AG, erklärte: "Mit der neuen Instandhaltungshalle haben wir gemeinsam mit Stadler einen wichtigen Beitrag für eine moderne und verlässliche Bahninfrastruktur in Österreich geleistet."

Politik betont Bedeutung der Investition

Auch politisch wird das Projekt als bedeutend eingeordnet. Mobilitäts- und Infrastrukturminister Peter Hanke hob im Rahmen der Eröffnung hervor: "Die Mobilität von morgen findet auf der Schiene statt." Aufgabe der Politik sei es, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Bahnindustrie erwirtschafte jährlich rund drei Milliarden Euro und sichere etwa 30.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt. Gerade in geopolitisch herausfordernden Zeiten müsse die Zusammenarbeit in Europa im Bahnsektor weiter intensiviert werden, so der Minister.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts für die Region: "Vor rund einem Jahr war die Verunsicherung nach dem Ende der Zuckerproduktion der Agrana vor Ort noch groß, aber heute herrscht hier Aufbruchstimmung." Sie sprach von einem "eindrucksvollen Bekenntnis zum Standort" und betonte: "Wir schaffen optimale Rahmenbedingungen am Standort Niederösterreich." Ferner unterstrich sie die strategische Ausrichtung des Bundeslandes im Bereich Bahntechnologie. "Wir wollen Niederösterreich in Zukunft zum größten Bahncluster Österreichs entwickeln", so Mikl-Leitner. Bereits heute seien mehr als 30 Unternehmen der Branche angesiedelt, mit Exportquoten von bis zu 80 Prozent.

Video-Interviews

Neben Peter SpuhlerChristian Diewald, Peter Hanke, Johanna Mikl-Leitner und Franz Redl holte LEADERSNET.tv noch Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Herbert Porsch, Bürgermeister von Obersiebenbrunn, Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria, Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, Clemens Nagel, Bürgermeister von Leopoldsdorf, sowie Christoph Hauer, Projektmanager bei Stadler Austria, vor die Kamera.

Fotos von der Eröffnung sehen Sie in unserer Galerie.

www.stadlerrail.com

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Über die Stadler Rail AG

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller blickt auf mehr als 80 Jahre Unternehmensgeschichte zurück und ist international im Fahrzeugbau, Service sowie in der Signaltechnik tätig. Der Hauptsitz befindet sich im ostschweizerischen Bussnang.

Das Unternehmen betreibt weltweit acht Produktions- und acht Engineering-Standorte sowie über 95 Servicestandorte. Insgesamt beschäftigt Stadler mehr als 17.000 Mitarbeiter:innen, davon rund 6.000 in der Schweiz.

Stadler gilt laut eigenen Angaben als führender Hersteller von Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben, insbesondere im Bereich Wasserstoff- und Batterietechnologie, sowie von Zahnradbahnfahrzeugen. Der Fokus liegt auf innovativen, nachhaltigen und langlebigen Mobilitätslösungen.Stadler Austria mit Sitz in Wien fungiert als zentrale Anlaufstelle für den österreichischen Markt. Rund 100 Mitarbeiter:innen sind in den Bereichen Engineering, Service, Vertrieb und Kundenbetreuung tätig und tragen zur Stärkung der lokalen Marktpräsenz bei.

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Das Unternehmen betreibt weltweit acht Produktions- und acht Engineering-Standorte sowie über 95 Servicestandorte. Insgesamt beschäftigt Stadler mehr als 17.000 Mitarbeiter:innen, davon rund 6.000 in der Schweiz.

Stadler gilt laut eigenen Angaben als führender Hersteller von Schienenfahrzeugen mit alternativen Antrieben, insbesondere im Bereich Wasserstoff- und Batterietechnologie, sowie von Zahnradbahnfahrzeugen. Der Fokus liegt auf innovativen, nachhaltigen und langlebigen Mobilitätslösungen.Stadler Austria mit Sitz in Wien fungiert als zentrale Anlaufstelle für den österreichischen Markt. Rund 100 Mitarbeiter:innen sind in den Bereichen Engineering, Service, Vertrieb und Kundenbetreuung tätig und tragen zur Stärkung der lokalen Marktpräsenz bei.

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