Comeback an der Spitze
Porsche Holding war 2025 das umsatzstärkste Unternehmen Österreichs

| Tobias Seifried 
| 13.04.2026

Das Automobilhandelsunternehmen mit Sitz in Salzburg blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück und kehrt dadurch nach sechs Jahren an die Spitze der heimischen Wirtschaft zurück.

Die Porsche Holding Salzburg (PHS) hat am Montag die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht und dabei ihre wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. So konnte man entgegen dem allgemeinen Markttrend signifikante Zuwächse erzielen. Durch die Expansion in neue Märkte und eine starke Vertriebsleistung steigerte das Automobilhandelsunternehmen seinen Umsatz auf 40,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 28,7 Milliarden Euro). Mit diesem Plus von 42,1 Prozent übernimmt die PHS nach 2020 laut eigenen Angaben erneut die Position als umsatzstärkstes Unternehmen Österreichs.

Wachstumstreiber Großhandel und Internationalisierung

Ein entscheidender Faktor für diesen Entwicklungssprung war die Übernahme der Großhandelsverantwortung für die Volkswagen Konzernmarken in Schweden und Italien (LEADERSNET berichtete). Diese beiden Märkte steuerten bereits über 24 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, betont die strategische Relevanz dieser Integration: "Die Übernahme der Importeure in den neuen Ländern eröffnet für uns nicht nur neue Perspektiven im internationalen Vertrieb, sondern legt zugleich die Basis für weiteres Wachstum."

Insgesamt konnte der Neuwagenabsatz im Groß- und Einzelhandel den Angaben zufolge auf 912.034 Fahrzeuge gesteigert werden, was einem Zuwachs von 65,6 Prozent entspricht. Während der Großhandel einen massiven Umsatzanstieg von 117,5 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro verzeichnete, blieb der Einzelhandel mit 20 Milliarden Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Rückgänge im chinesischen Markt hätten dabei durch Zuwächse in Europa kompensiert werden können.

PHS Jahresbilanz 2025

Resilienz durch Diversifikation

Trotz angespannter politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwies sich das Geschäftsmodell der PHS als zukunftsfähig. Laut Schützinger habe das Unternehmen mit einer herausragenden Vertriebsleistung wieder Substanz und Stärke bewiesen. Dabei komme der Gruppe zugute, dass sie die gesamte Wertschöpfungskette des Automobilhandels bediene. Der Geschäftsführer führt weiter aus, dass man so flexibler auf regionale Marktschwankungen reagieren und diese innerhalb der PHS-Welt kompensieren könne.

Besonders hob er hervor, dass die schiere Umsatzgröße nicht die maßgebliche Kennzahl sei. Viel wichtiger seien Kundenzufriedenheit, Profitabilität, Effizienz und Resilienz, um den weltweit knapp 37.000 Mitarbeitenden auch in volatilen Zeiten ein sicherer Arbeitgeber zu sein.

Erfolge bei Finanzdienstleistung und IT

Positive Impulse kamen zudem von der Porsche Bank Gruppe, die mit über 1,7 Millionen Verträgen ein Rekordergebnis erzielte. In Österreich wurde mehr als jedes zweite Fahrzeug des Volkswagen Konzerns (56,1 Prozent) über die Porsche Bank finanziert. Auch die Porsche Informatik habe ihre Rolle als digitaler Innovationstreiber weiter ausgebaut. Demnach werden rund 30 Prozent ihrer Leistungen mittlerweile direkt für den Volkswagen Konzern erbracht.

Ausblick auf ein herausforderndes Jahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Geschäftsführung verhalten optimistisch, verweist jedoch auf globale Risiken wie geopolitische Spannungen, die Transformation zur Elektromobilität und den steigenden Wettbewerbsdruck aus Fernost. Hans Peter Schützinger hoffe, dass sich die weltweite politische und wirtschaftliche Lage sowie die Inflation schnellstmöglich entspannen.

Dennoch blickt das Management motiviert in die Zukunft: "Gerade für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung bedarf es der Investition von Unternehmen und Privaten in eine moderne und zukunftsorientierte Mobilität", hält Schützinger fest. Ziel für 2026 bleibe die Fortsetzung des profitablen Wachstums in Europa bei gleichzeitiger Stabilisierung des Kerngeschäfts in Asien und Südamerika. Gerade in Europa müsse laut Schützinger jedoch verstärkt an der Kostenseite gearbeitet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und damit Arbeitsplätze sowie Wohlstand langfristig abzusichern.

www.porsche-holding.com

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