Doppelte Geschwindigkeit
Internetspeed in Wien erreicht ein neues Level

| Tobias Seifried 
| 05.02.2026

Die Bundeshauptstadt ist die erste Stadt Österreichs, in der Anschlüsse mit zwei Gigabit pro Sekunde großflächig verfügbar werden. Für Unternehmen und Haushalte sollen sich durch die höheren Geschwindigkeiten neue digitale Möglichkeiten eröffnen.

Wien entwickelt sich zur Multi-Gigabit-City. Wie Magenta mitteilte, erhöht das Unternehmen als erster nationaler Infrastrukturanbieter in der Bundeshauptstadt die maximale Festnetz-Geschwindigkeit auf zwei Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). Das Speed-Upgrade sei ab sofort verfügbar und richte sich an private Haushalte ebenso wie an Unternehmen.

Hauptgrund für die Erhöhung sei, dass der steigende Bedarf an Bandbreite – etwa für Videokonferenzen, Streaming, Cloud-Dienste oder KI-Anwendungen – hohe Anforderungen an moderne Netze stelle. Mit dem Ausbau werde zusätzliche Leistung dort bereitgestellt, wo sie benötigt werde, zeigt man sich beim Telekomunternehmen überzeugt. In der Praxis lasse sich etwa ein 4K-Kinofilm in weniger als zwei Minuten herunterladen.

Meilenstein für die digitale Infrastruktur

Magenta-CEO Thomas Kicker spricht von einem wichtigen Schritt für den Standort Wien. "Digitale Infrastruktur ist die Basis dafür, dass Wirtschaft, Alltag und Innovation reibungslos funktionieren." Man habe Wien vor sechs Jahren zur Gigabit-City mit einem Gbit/s gemacht und verdopple nun den Speed dank Glasfasertechnologie. Mit dem aktuellen Technik-Upgrade sichere man die Digitalisierung von morgen ab und komme den Anforderungen der Kund:innen entgegen.

Auch auf politischer Ebene wird der Ausbau als Standortvorteil gesehen. Wiens Wirtschafts- und Digitalisierungsstadträtin Barbara Novak erklärte im Rahmen eines Besuchs im T-Center, dem Headquarter von Magenta, man verdopple die Geschwindigkeit im Netz auf zwei Gigabit pro Sekunde und hebe Wien damit auf ein neues digitales Level. Bereits heute würden rund 70 Wiener Unternehmen diese Leistung nutzen. Das sei technologisch stark und fördere innovative Betriebe, neue Geschäftsmodelle und die Position Wiens als digitaler First Mover.

Der Bezirksvorsteher des 3. Bezirks, Erich Hohenberger, betonte, technologische Spitzenleistung habe in der Landstraße ein Zuhause. Vom T-Center aus erhalte Wiens digitale Infrastruktur einen kräftigen Entwicklungsschub, der Unternehmen, Haushalte und öffentliche Einrichtungen gleichermaßen stärke.

Technologische Basis und weitere Ausbaupläne

Mehrere Wiener Unternehmen nutzen den Multi-Gigabit-Speed bereits. Die technische Grundlage bildet eine Spektrumserweiterung sowie der Einsatz moderner Übertragungstechnologien. Magenta-CTIO Volker Libovsky erklärte, man setze auf DOCSIS 3.1e und XGS-PON, um deutlich mehr Bandbreite bereitzustellen. Wo heute zwei Gigabit pro Sekunde möglich seien, könnten in einigen Jahren fünf Gigabit pro Sekunde und mehr erreicht werden. Für bestehende Netze und neue Wohneinheiten werde verstärkt auf Glasfaser gesetzt, wobei umfangreiche Tiefbauarbeiten möglichst vermieden würden.

Im ersten Ausbauschritt verfügen rund 40 Prozent der Wiener Haushalte über Multi-Gigabit-Speed. Bis Ende des Jahres sollen rund 500.000 Haushalte und Betriebe Zugang erhalten. In den kommenden Jahren wird das Angebot schrittweise auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet.

www.magenta.at

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