Große Online-Auktion
Nach Pleite kommt bei Quester alles unter den Hammer

| Redaktion 
| 08.02.2026

15.000 Objekte (Ausstattung und Waren) aus allen Filialen und der Firmenzentrale des Baustoffhändlers werden bei einer Online-Auktion versteigert.

Anfang November 2025 wurde über die Quester Baustoffhandel GmbH ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet (LEADERSNET berichtete). Am 8. Jänner 2026 fand die erste Prüfungstagsatzung am Handelsgericht Wien statt. Dabei wurde bekannt, dass 674 Gläubiger:innen rund 55 Millionen Euro an Forderungen angemeldet hatten. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Filialen geschlossen worden, gleichzeitig galt eine erfolgreiche Sanierung noch als realistisch (LEADERSNET berichtete). Doch dann wendete sich das Blatt. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens war vorgesehen, die Anteile an der Quester Holding an einen Investor zu veräußern. Dieser Schritt sollte mit einem Forderungsverzicht der Altgesellschafter verbunden sein und die wirtschaftliche Stabilisierung der Quester-Gruppe ermöglichen. Die entsprechenden Verhandlungen sowie die Sanierungsbemühungen der Holding und des Baustoffhändlers scheiterten jedoch (LEADERSNET berichtete). Nach dem Scheitern der Sanierungspläne wendete sich die Situation endgültig. In der Folge werden nun sowohl mehrere Filialen als auch die Firmenzentrale verwertet. Die Standorte stehen im Rahmen von Versteigerungen zum Verkauf.

Insolvenz und umfassende Standortauflösungen

Im Auftrag des Insolvenzverwalters werden nun Warenbestände sowie die komplette Betriebsausstattung an insgesamt 18 Quester-Standorten versteigert. Betroffen sind Niederlassungen in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten, ebenso wie die Einrichtung der Firmenzentrale in der Heiligenstädter Straße in Wien.

In Summe umfasst die Verwertung mehr als 15.000 Einzelpositionen. Die Auktionen sind auf einen Zeitraum von rund elf Wochen angesetzt, die Räumung aller Filialen soll bis Ende April 2026 abgeschlossen sein. Die ersten Zuschläge sollen bereits am Freitag (6. Februar 2026) erteilt worden sein. 

Vom Zementsack bis zur Standortbeschriftung

Zur Versteigerung gelangt das gesamte noch vorhandene Sortiment an den Verkaufsstandorten sowie die Lagerbestände. Dazu zählen unter anderem große Mengen an Baustoffen wie Dämmmaterialien, Ziegel, Fliesen, Sanitäreinrichtungen und Werkzeuge. Darüber hinaus wird auch die technische und kaufmännische Ausstattung der Filialen angeboten, etwa Regalsysteme, Hubameisen, Büromöbel oder ein Lagerzelt.

Ergänzend kommen auch unternehmensbezogene Elemente unter den Hammer, darunter Firmenlogos, Beschriftungen, Fahnenmasten sowie diverse Werbemittel.

Erste Auktionen bereits online

Mit der Durchführung der Versteigerungen wurde das Auktionshaus Aurena beauftragt. Die ersten Standorte wurden bereits vollständig inventarisiert und online gestellt. Dazu zählen die Filialen in Mödling, Villach (Zauchen), Schwechat, Krieglach und Leoben. In den kommenden Wochen sollen weitere Standorte folgen, darunter Krems, Graz sowie zusätzliche Niederlassungen in Wien.

Teilnahme für Unternehmen und Privatpersonen möglich

Nach einmaliger Registrierung können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen an den Auktionen teilnehmen. Sämtliche Informationen zu Zuschlagsterminen, Besichtigungen und Abholmodalitäten sind auf der Aurena-Hompage verfügbar.

www.quester.at

www.aurena.at

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