Automatisierung im Fokus
Diese KI-Trends prägen heuer den digitalen Arbeitsplatz

| Larissa Bilovits 
| 05.02.2026

Laut einer aktuellen Analyse des Tech-Konzerns Konica Minolta bewegen sich Unternehmen hinsichtlich Künstlicher Intelligenz 2026 in einem Spagat zwischen Effizienz, Compliance und Vertrauen. 

Digitalisierung, Automatisierung und Outsourcing werden derzeit von rasanten technologischen Fortschritten, aber auch ökonomischen Druck sowie neuen Regulierungsmaßnahmen drastisch beschleunigt. Einer der größten Treiber der Transformation ist dabei Künstliche Intelligenz (KI). Diese eröffnet Unternehmen derzeit vielfältige Chancen, aber bringt auch zahlreiche Herausforderungen mit sich, die von Cybersicherheit bis hin zu einer ethisch verantwortungsvollen und gesetzeskonformen Nutzung im Einklang mit dem EU AI Act und der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) reichen. Vor diesem Hintergrund hat der Tech-Konzern Konica Minolta fünf KI-Schlüsseltrends zusammengefasst, die den Digital Workplace im Jahr 2026 bestimmen sollen.

Trend #1: Automatisierung und Co. gegen steigende Betriebskosten

Geopolitische Spannungen, Inflation, Handelsbarrieren und Co. setzen Unternehmen weltweit aktuell stark unter Druck, wobei vor allem steigende Ausgaben laut Studien von KPMG und Quocirca derzeit eine zentrale Herausforderung darstellen. Hier können Outsourcing, KI-gesteuerte Automatisierung, vorausschauende Wartung und intelligentes Monitoring entgegensteuern. So können KI-gestützte Print- und Informationsmanagementlösungen wie Managed Print Services (MPS) oder Cloud Print Services etwa Dokumentenprozesse optimieren, Betriebskosten reduzieren und die revisionssichere digitale Archivierung unterstützen.

Trend #2: Papier nach wie vor Status quo, aber Digitalisierungsbemühungen steigen

Obwohl viele Unternehmen inzwischen stark digitalisiert arbeiten, ist Papier nach wie vor ein fixer Bestandteil vieler Geschäftsprozesse – lediglich 14 Prozent aller Unternehmen arbeiten laut Quocirca-Studie bereits papierlos. Jeweils rund drei Viertel planen allerdings Investitionen in cloudbasierte Dokumentenerfassung (76%) und/oder in Intelligent Document Processing (IDP), das KI nutzt, um Daten automatisch aus Dokumenten zu extrahieren, zu klassifizieren und zu organisieren (73%).

Trend #3: KI für ESG-Reporting

Während sich die ESG-Berichtspflichten in Europa kontinuierlich verändern, sorgen neue Schwellenwerte aus dem Omnibus 1-Paket für Unsicherheiten in Unternehmen: So bremsen Firmen zunehmend Projekte, da sie nicht abschätzen können, ob sie künftig weiterhin unter die CSR Direktive fallen. Damit einher geht ein wachsender gesellschaftlicher Druck, denn laut Studien achten rund drei Viertel der Konsument:innen (74%) bei Kaufentscheidungen auf Nachhaltigkeit. ESG vollständig in ihre Strategie integriert haben laut EY jedoch noch fünf Prozent der Unternehmen. Auch hier kann KI unter die Arme greifen, etwa wenn es darum geht, verstreute Daten zu erfassen, zu strukturieren und eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu schaffen. 

Trend #4: Bessere präventive Cybersicherheit dank KI

Ebenfalls an Bedeutung gewinnt Cybersicherheit, denn besonders in hybriden IT-Umgebungen ist der Schutz sensibler Daten entscheidend. Klassische Sicherheitsmodelle, die lediglich reaktiv auf Angriffsversuche reagieren, reichen längst nicht aus – proaktive Sicherheit ist essenziell. Dies kann beispielsweise mit KI-basierten Systemen deutlich besser gelingen, da diese Risiken frühzeitig erkennen und Attacken im besten Fall schon verhindern können, bevor der Schadensfall eintritt.

Trend #5: Verantwortungsvoller Umgang mit KI im Fokus

Bei all dem gilt es jedoch, dass KI-Integration in Unternehmen immer mit einer verantwortungsbewussten Nutzung einhergehen muss. Die größten Risiken sehen 30 Prozent der Unternehmen laut IDC dabei in Datenschutz, Governance und Compliance. Zudem wünschen sich 75 Prozent mehr Transparenz – gefragt sind erklärbare Systeme mit menschlicher Kontrolle. 

Spagat zwischen Effizienz, Compliance und Vertrauen

"Der digitale Arbeitsplatz im Jahr 2026 wird vor allem durch den beschleunigten Einsatz von KI geprägt sein – begleitet von steigenden Kosten und neuen Regulierungen. Was alle Trends verbindet, ist der Spagat zwischen Effizienz, Compliance und Vertrauen", resümiert Klaus Schulz, Manager Portfolio & Offering Management bei Konica Minolta Business Solutions Deutschland und Österreich, abschließend.

www.konicaminolta.de

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