Fotos von der 27. Ausgabe
Der Sankt Sava Ball verband Tradition, Kunst und humanitäres Engagement

| Dejan Filipovic 
| 08.02.2026

Die Wiener Hofburg verwandelte sich erneut in einen Ort kultureller Begegnung und internationaler Verbundenheit. In festlichem Rahmen mit über 3.000 Gästen verschmolzen Ballkultur und Brauchtum zu einem Zusammenspiel aus Musik, Tanz und gesellschaftlicher Hingabe.

Der Sankt Sava Ball hat sich über Jahrzehnte hinweg zu einem festen Bestandteil der Wiener Ballsaison entwickelt. Was einst als kulturelles Ereignis der serbischen Community begann, ist heute ein international anerkanntes Gesellschaftsereignis, das Tradition, Dialog und Offenheit miteinander verbinden soll. Zu Ehren und benannt nach dem Heiligen Sava / Sankt Sava (Sveti Sava), dem Begründer der serbisch-orthodoxen Kirche und Symbolfigur für Bildung, Kultur und Zusammenhalt, soll der Ball bis heute diese Werte in zeitgemäßer Form weitertragen.

Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1846 zurück, als Johann Strauss (Sohn) die "Serbenquadrille" komponierte und uraufführte. Seither entwickelte sich der Ball zu einer der ältesten kontinuierlich bestehenden Zusammenkünfte der serbischen Gemeinschaft weltweit und ist bis heute auch in der Bundeshauptstadt fest verankert. 

Über 3.000 Gäste

Der 27. Sankt Sava Ball verwandelte am Freitag, dem 6. Februar, die Wiener Hofburg einmal mehr in einen Ort der Begegnung zwischen Tradition, zeitgenössischer Kunst und gelebter Solidarität. Über 3.000 Gäste folgten der Einladung, um das traditionsreiche Ereignis zu feiern. Organisiert wurde der Ball vom Verein "Serbisches Zentrum", der damit erneut kulturelle Repräsentation mit sozialem Verantwortungsbewusstsein verband.

Humanitäres Engagement im Zeichen des Heiligen Sava

Neben dem kulturellen Anspruch stand auch 2026 der karitative Gedanke im Mittelpunkt der Veranstaltung. In Kooperation mit der Stiftung "Tamara Grujić", gegründet von der Autorin und Moderatorin der TV-Sendung "Radna akcija sa Tamarom", wurden Spenden in Höhe von 40.000 Euro gesammelt. Der Erlös soll der Renovierung des Hauses einer Familie aus Mogila im Kosovo und Metochien zugutekommen.

Ziel der Initiative war es also, eine Familie zu unterstützen, die unter herausfordernden Bedingungen lebt und dabei dennoch bemerkenswerten Zusammenhalt und Lebensstärke zeigt. Der Erwerb der Eintrittskarten wurde dabei bewusst als Akt der Solidarität verstanden, mit dem Ziel, der Familie ein sicheres und würdiges Zuhause zu ermöglichen und ihren Verbleib in der Heimat nachhaltig zu sichern.

Ein vielfältiges Programm

Das künstlerische Programm des 27. Sankt Sava Balls erstreckte sich über insgesamt 16 Säle der Hofburg und bot den Gästen ein breit gefächertes musikalisches und tänzerisches Erlebnis. Von klassischer Musik über Jazz und traditionellen Tamburica-Klänge bis hin zu modernen DJ-Sets sollte der Abend die Vielfalt zeitgenössischer und traditioneller Ausdrucksformen widerspiegeln.

Im Festsaal traten unter anderem das Symphonieorchester des Serbischen Nationaltheaters, die Novi Sad Big Band sowie Mitglieder des Wiener Staatsballetts auf. Ergänzt wurde das Programm durch Konzerte von Aleksandra Radović und Tijana Bogićević sowie folkloristische Ensembles aus Trebinje, der Partnerstadt des diesjährigen Balls. Weitere Programmpunkte umfassten Auftritte von Bojan Marović im Zeremoniensaal, der Ethno-Gruppe Fenečki biseri sowie elektronische Klänge von DJ Peppe aus der Belgrader Clubszene. Im Forum-Saal sorgte die Band S.A.R.S. für eine energiegeladene Atmosphäre.

Die musikalische Leitung übernahm zum bereits dritten Mal Ivan Ilić. Svetozar Krstić war mit der künstlerischen Leitung beauftragt. 

Prominente Gäste

Unter den über 3.000 Gästen waren zahlreiche Vertreter:innen aus Politik, Kunst und Kultur, Kirche, Medien, Gesellschaft und Wirtschaft. Mit dabei waren u.a. neben dem serbischen Botschafter in Wien, Marko Blagojević, Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung, Verfassung, öffentlichen Dienst, Koordinierung und Kampf gegen Antisemitismus (ÖVP), Hans Arsenovic, Wiener Landtagsabgeordneter, Sprecher für Wirtschaft, Tourismus, Sicherheit und Sport (Die Grünen), Maximilian Krauss, Klubobmann der FPÖ-Wien, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien, Marcus Franz, Bezirksvorsteher für Wien-Favoriten (SPÖ), Johann Gudenus, ehemaliger Abgeordneter zum Nationalrat (FPÖ), Althea Diamante, TV-Moderatorin, Tamara Grujić, TV-Moderatorin und die Miss Montenegro 2025 Andrea Nikolić.

LEADERSNET war beim Sankt Sava Ball. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.savaball.at

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