Am Dienstag, dem 24. Februar, kamen rund 300 Stakeholder:innen aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung – darunter etwa das Konsortium der AI Factory Austria (AI:AT) und Vertreter:innen mehrerer europäischer AI Factories – im Solaris im dritten Wiener Gemeindebezirk zusammen, um der feierlichen Eröffnung des neuen AI:AT Coworking Hub beizuwohnen. Im Mittelpunkt der Eröffnung sowie der anschließenden Abendveranstaltung im Marx Palast stand sowohl der Aufbau souveränder KI-Fähigkeiten in Österreich als auch der praktische Zugang zu europäischen High-Performance-Computing-Ressourcen (EuroHPC) und der Transfer anspruchsvoller KI-Anwendungen in die Umsetzung.
Stärkung Österreichs digitaler Souveränität
Der neue AI:AT Coworking Hub im Solaris verstehe sich als Arbeits- und Vernetzungsraum zugleich. Als physischer Treffpunkt soll er Platz für Projektteams, Partner:innen und unterschiedliche Austauschformate schaffen – von Meetups und Workshops bis hin zu Kooperationen zwischen Start-ups, Industrie, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Derzeit nutzen 67 Co-Worker:innen aus 28 Unternehmen und fünf Branchen das Angebot, insgesamt stehen 94 Coworking-Plätze zur Verfügung.
"Die AI Factory ist ein Meilenstein für die Stärkung von Österreichs digitaler Souveränität und ein zentrales Element im KI-Ökosystem des Innovationsstandortes Österreich. Wir schaffen damit ein wichtiges Angebot zur Beherrschung von KI-Technologien und der Umsetzung herausfordernder KI-Projekte und sichern für unsere Unternehmen, darunter viele KMU und Start-ups den Zugang zu KI-Hardware und Kompetenzen – beides ist zentral für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich", erklärte Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke anlässlich der Eröffnung des Coworking Hub im Solaris. Mit diesem schaffe man einen Trainingsraum, dessen Angebot von Einsteiger- und Executive-Formaten bis zu technischen Trainings reiche.
"Der AI:AT Coworking Hub im Solaris ist ein Ort, an dem Infrastruktur, Expertise und Zusammenarbeit zusammenkommen. Unser Auftrag ist es, wissenschaftliche Exzellenz in Anwendung, Wertschöpfung und gesellschaftlichen Nutzen zu überführen", meinte auch Karl Kugler, Co-Lead AI Factory Austria – und ergänzte: "Wenn wir wollen, dass Österreich bei KI gestaltet und nicht nur beobachtet, dann braucht es starke Ökosysteme und Orte wie diesen, an denen sie zusammenkommen."
Dem stimmte auch Markus Stöhr, Co-Lead AI Factory Austria, zu und betonte: "Über die EuroHPC-Systeme wird Hochleistungsrechnen heute breiter zugänglich, auch für KMU, Start-ups, Industrie und öffentliche Verwaltung. In der AI Factory Austria ist es unser Ziel, diesen Zugang mit möglichst geringen Hürden zu ermöglichen und Organisationen bei der praktischen Nutzung zu begleiten. Parallel dazu schaffen wir die Grundlage dafür, dass in Österreich künftig der gesamte KI-Lebenszyklus auf moderner Infrastruktur unterstützt werden kann, mit hohen Anforderungen an Datensouveränität und Sicherheit."
Abendveranstaltung im Zeichen der europäischen Vernetzung
Bei der anschließenden Abendveranstaltung standen politische Einordnung, europäische Perspektiven und Praxisbeispiele aus dem österreichischen KI-Ökosystem im Fokus. Begrüßt wurden die zahlreich erschienenen Gäste von Kugler und Stöhr, gefolgt von einem Eröffnungsinterview mit Hanke sowie einer Keynote von Andreas Liebl (CEO, appliedAI Initiative) mit dem Titel "How a Country Can Advance the Adoption of AI".
Ebenfalls am Programm standen mehrere Podiumsdiskussionen mit hochkarätigen Vertreter:innen aus Industrie, Forschung, Politik und der Europäischen Kommission. Den Anfang machte das Panel "Infrastructure, Transfer, and Sovereignty for Europe's AI Competitiveness" mit Kilian Gross (Director in DG Connect for the Directorate C "Enabling and Emerging Technologies"), Christoph Knogler (CEO Keba Group AG und Leiter AI Taskforce der Industriellenvereinigung), Andreas Kugi (Scientific Director des AIT Austrian Institute of Technology und Mitglied des AI Factory Austria Governance Boards), Marta Sabou (Bilateral AI, Wirtschaftsuniversität Wien) und Henriette Spyra (BMIMI, Sektionschefin Sektion III "Innovation und Technologie").
Anschließend griff der Fireside Chat "AI Factories in the Network" den europäischen Vernetzungsgedanken auf, wobei Matteo Angelinelli (IT4LIA/Cineca), Lucia Demovičová (Antenna Slovakia), Sašo Džeroski (Slovenian AI Factory, SLAIF) und Dennis Hoppe (HammerHAI) konkrete Erfahrungen aus dem europäischen AI-Factories-Netzwerk diskutierten. Ergänzt wurde das Programm durch Praxisbeispiele aus dem Hub-Umfeld, darunter anyconcept (Leander Zaiser), Neoalp (Christian Tauber) und Sinntelligence (Matthias F. Brandstetter und Tomislav Autischer).
LEADERSNET war bei der Eröffnung dabei und hat Eindrücke für Sie in der Galerie gesammelt.
www.ai-at.eu
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