Projekt in Bruck an der Leitha
Mehr als 120 Millionen Euro Förderung für Österreichs größte Wasserstoffanlage

Die OMV erhält vom Staat über die aws eine Förderzusage für das Projekt in Bruck an der Leitha, dessen Bau bis Ende 2027 abgeschlossen werden soll.

Im September 2025 fiel in Bruck an der Leitha der Startschuss für den Bau der größten Wasserstoffanlage Österreichs und einer der größten Europas. Im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Gerhard Weil, OMV-CEO Alfred Stern, OMV-Vorstandsdirektor Martijn Arjen van Koten, Siemens Energy Österreich-Geschäftsführer Ales Presern und Strabag-CEO Stefan Kratochwill erfolgte der Spatenstich für die neue Elektrolyseanlage, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll (LEADERSNET berichtete). Nun gibt es weitere Neuigkeiten rund um das Großprojekt in Niederösterreich.

Fördervertrag für Wasserstoffproduktion abgeschlossen

OMV und die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) haben einen Fördervertrag über bis zu 123 Millionen Euro unterzeichnet, der den Bau der Anlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff unterstützen soll. Die Förderung fußt auf einer positiven Bewertung durch die European Hydrogen Bank (EHB), welche dem Vorhaben eine Förderung empfahl.

"Die positive Bewertung durch die Europäische Wasserstoffbank und die daraus resultierende Förderung der Republik Österreich unserer Anlage für grünen Wasserstoff ist ein starkes Signal für die Zukunft der nachhaltigen Energieversorgung und für den Standort Österreich. Mit unserem Projekt setzen wir einen Meilenstein für die Energiewende in Europa und zeigen, wie OMV-Innovation und Verantwortung vereint", sagte Alfred Stern, Vorstandsvorsitzender und CEO von OMV.

Kapazität und Bedeutung für Energiewende

Die geplante Anlage soll mit einer Leistung von 140 Megawatt ausgestattet sein und soll ab Ende 2027 jährlich bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff erzeugen, ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Solar und Wasserkraft. Damit zähle sie zu den fünf größten Wasserstoffprojekten Europas und leistet einen Beitrag zur nationalen Strategie für Wasserstoff und zur OMV-Strategie 2030. Die Produktion könne helfen, bis zu 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einzusparen, vor allem durch die direkte Nutzung in der Raffinerie Schwechat. "Durch eine lokale Erzeugung von grünem Wasserstoff leistet diese Anlage, die über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt mit der OMV Raffinerie Schwechat verbunden ist, einen maßgeblichen Beitrag zu unserer Dekarbonisierung", so Martijn van Koten, OMV Executive Vice President, Fuels und Chemicals.

Joint Venture in Vorbereitung

Vor diesem Hintergrund haben OMV und das international tätige Unternehmen Masdar im November 2025 eine Vereinbarung über die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens getroffen. Dieses Joint Venture soll die Finanzierung, den Bau sowie den operativen Betrieb der Anlage am Standort Bruck an der Leitha übernehmen. Der formale Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens werde für Anfang 2026 angestrebt, setze jedoch noch die Finalisierung der Vertragsdokumente, die Zustimmung der Gesellschafter:innen sowie die erforderlichen behördlichen Genehmigungen voraus.

www.omv.com

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