In Bruck an der Leitha
CEO-Aufmarsch beim Spatenstich für Österreichs größte Wasserstoffanlage

| Tobias Seifried 
| 29.09.2025

Neben der niederösterreichischen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ließen sich auch die Chefs von OMV, Strabag und Siemens Energy den Startschuss für dieses 700-Millionen-Euro-"Leuchtturmprojekt" nicht entgehen.

In Bruck an der Leitha fiel am Montag der Startschuss für ein Großprojekt der Energiewende: Der Bau der größten Wasserstoffanlage Österreichs und einer der größten Europas hat offiziell begonnen. Im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Gerhard Weil, OMV-CEO Alfred Stern, OMV-Vorstandsdirektor Martijn Arjen van Koten, Siemens Energy Österreich-Geschäftsführer Ales Presern und Strabag-CEO Stefan Kratochwill erfolgte der Spatenstich für die neue Elektrolyseanlage, die Ende 2027 in Betrieb gehen soll. Das Investitionsvolumen beträgt rund 700 Millionen Euro, die Leistung soll 140 Megawatt erreichen.

"Investitionsmotor & Ökolokomotive"

Johanna Mikl-Leitner betonte beim feierlichen Spatenstich die Bedeutung des Projekts für Wirtschaft und Umwelt: "Unsere Wirtschaft und Industrie befinden sich in einem Transformationsprozess, bei dem es darum geht, Umweltauswirkungen zu verringern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken." Die neue Anlage sei dabei ein "Investitionsmotor" für den Standort Österreich und Niederösterreich. Die Region rund um Bruck biete laut der Landeshauptfrau ideale Voraussetzungen für erneuerbare Energie. Niederösterreich sei eine "Ökolokomotive" und wolle seine Vorreiterrolle mit gezielten Investitionen in Forschung und Innovation weiter ausbauen. Auch die geplante Elektrolyseanlage sei ein Beitrag zur Zukunft Europas und der kommenden Generationen.

Alfred Stern sprach ebenfalls von einem bedeutenden Tag für die OMV und den Standort Österreich: "Wir legen gemeinsam den Grundstein für eine der größten und nachhaltigsten Elektrolyseanlagen Europas." Damit wolle man den Weg zu klimaneutraler Energie und nachhaltiger Mobilität ebnen. Ab 2027 soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren, der über eine 22 Kilometer lange Pipeline direkt zur OMV-Raffinerie in Schwechat transportiert wird.

Signal für Innovationskraft & Verantwortung

Für Ales Presern liegt die Stärke des Projekts in der Zusammenarbeit verschiedener Partner und Kompetenzen. Besonders stolz sei man auf die heimische Wertschöpfung, da das gesamte Engineering in Wien durchgeführt werde. Österreich setze damit ein starkes Signal für Innovationskraft und Verantwortung im Energiebereich.

Stefan Kratochwill bezeichnete Wasserstoff als "nicht nur eine Energiequelle, sondern ein neues, wichtiges Geschäftsfeld". Der Bau der Anlage sei ein großer Schritt, um nachhaltige Energie zugänglicher zu machen. Es brauche Leuchtturmprojekte wie dieses, um den Umstieg auf erneuerbare Energien erfolgreich zu gestalten.

www.noe.gv.at

www.omv.at

www.strabag.at

www.siemens.com

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