Filmwirtschaft fürchtet um 1.000 Arbeitsplätze

Fehlende ORF-Gebührenrefundierung als Auslöser. 

Nachdem die Gebührenrefundierung an den ORF mit Ende 2013 beendet wird (leadersnet.at berichtete), rechnet die Filmwirtschaft mit einem Produktionsausfall von 50 Millionen Euro. Dadurch würden dauerhaft mindestens 1.000 Arbeitsplätze verloren gehen. In ganzseitigen Anzeigen in heimischen Tageszeitungen am 23. Mai griffen die Filmschaffenden die aktuelle Bundesregierung scharf an: "Sie vernichten Arbeitsplätze und beschädigen nachhaltig eine international erfolgreiche Filmlandschaft." Neben der Beibehaltung der Refundierung fordert die Filmwirtschaft zudem die Zweckwidmung von 20 Prozent der Gebühreneinnahmen für heimische Produktionen: "Nur so können die Redaktionen gemeinsam mit der Filmwirtschaft inhaltlich und wirtschaftlich sinnvoll planen, entwickeln und produzieren." Bundeskanzler Werner Faymann gibt der Verlängerung der Refundierung aber weiterhin keine Chance. In der Fragestunde des Nationalrates sagte er lediglich, dass in der nächsten Legislaturperiode eine neue Regelung gefunden werden müsse.

Werbung für Wien

"Die Film- und Musikindustrie leistet sowohl kulturell als auch wirtschaftlich einen wertvollen Beitrag für Wien. Aber auch höchste internationale Preise können nicht über Strukturschwächen hinwegtäuschen“, betont Burkhard Ernst, Vorsitzender der Fachvertretung der Film- und Musikindustrie in der Wirtschaftskammer Wien. Die Förderung von hochwertigen und leistbaren Studios ist laut Ernst auch deshalb wichtig, weil dadurch mehr internationale Produktionen in die Stadt geholt werden können. „Das ist gleichzeitig die beste Werbung für die Tourismusdestination Wien“, unterstreicht er. (red)

www.wkw.at

 

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