Wohnen anders denken. Die erste mobile Wohnung Europas

| Redaktion 
| 01.01.2024

Claudia Nutz ist von Beginn an strategische Begleiterin bei Kiubo. Die selbstständige Unternehmensberaterin ist spezialisiert auf die Entwicklung von großen Liegenschaften bzw. Quartieren. Im Gespräch erklärt sie, welche Rolle die Quartiers- und Liegenschaftsentwicklung im Wohnbau spielt und wie eine neue Art des Wohnens die Antwort darauf sein kann.

Der Anspruch an ein Quartier sei es, einen attraktiven Lebensraum zu schaffen, meint Nutz auf die Frage, welche Rolle der Wohnbau im Prozess der nachhaltigen Quartiersentwicklungsplanung spielt. „Wohnen ist ein Grundrecht und hat daher immer oberste Priorität. Aus der Perspektive des Quartiers sind aber auch die Rahmenbedingungen optimal zu gestalten, wie die Mobilität, die Lage im Stadtgebiet, der Anschluss an den öffentlichen Verkehr, Fußgängerfreundlichkeit oder Grün- und Freiräume, bzw. welche Oasen im Sinne der sommerlichen Überhitzung gibt es in der Nähe, etc. Daher ist der Wohnbau ein zentrales und bestimmendes Element,“ so Nutz weiter.

Anforderungen und Innovation

Quartiersentwicklung orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. Dazu zählen kurze Wege, gute Versorgung, nachhaltige Mobilität, leistbarer Wohnraum, gute Beschäftigungsverhältnisse oder klimafittes Verhalten. Guter Städtebau orientiert sich nicht nur an aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen, ist Nutz überzeugt, sondern schafft Strukturen, die weit über zwei bis drei Generationen hinaus gehen. Jedoch sei der Umbau der Städte zu mehr Klimafitness eine große Herausforderung, vor allem in Hinblick auf rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Urbane Konzepte sollten darauf abzielen, Abfälle zu minimieren, Ressourcen zu recyceln und einen geschlossenen Kreislauf zu fördern. Dadurch kann die Umweltbelastung reduziert und eine langfristige ökologische Nachhaltigkeit gewährleistet werden. Klimafitness ist unerlässlich, um den Auswirkungen des Klimawandels standzuhalten. Städte müssen widerstandsfähig gegenüber extremen Wetterbedingungen sein und gleichzeitig Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels unterstützen. Die Integration von grüner Infrastruktur, erneuerbaren Energien und nachhaltigen Mobilitätslösungen trägt dazu bei, Städte widerstandsfähiger und ökologisch verträglicher zu machen.

Städtebau der Zukunft

Kiubo ist für Nutz, die Antwort auf diese Herausforderungen, da es langfristige Strukturen, wie den Terminal, und mittelfristige Elemente, wie die einzuschiebenden Module, trennt. Damit zielt Kiubo auf das Wechselspiel von Langlebigkeit für zukünftige Herausforderungen und kurzfristige Anpassbarkeit ab. Ein weiterer Aspekt ist die völlig flexible Kombinierbarkeit von Miete und Kauf der Module. Das sei für Nutz ein wichtiger Beitrag zur Leistbarkeit von Wohnraum in unterschiedlichen Lebensphasen.

„Kiubo möchte ein Haus sein, kein Wohnobjekt, kein Gewerbeobjekt, sondern einfach ein Haus, das unterschiedliche Nutzungen zulässt. Unsere Widmungskategorien sind aber in vielen Fällen immer noch sehr dezidiert und fördern monofunktionale Nutzungen. Darüber hinaus sind immer noch viel zu viele Bebauungspläne so gestrickt, dass Projektwerber durch die Ausgestaltung größerer Raumhöhen ganze Geschosse verlieren. Festlegungen, die auf eine maximale Gebäudehöhe mit einer darin unterzubringenden Bruttogeschoßfläche abzielen und dabei gleichzeitig Spielraum für großzügige Geschoßhöhen geben sind dafür eine wichtige Rahmenbedingung“, fasst Nutz die Problemstellungen und Herausforderungen bei der Entwicklung von Kiubo aus Sicht der Stadtplanung bzw. Quartiersentwicklung zusammen.

www.kiubo.eu 

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