Billa baut Salat auf Supermarkt-Parkplatz an

| Julia Weninger 
| 02.08.2022

Nach der Ernte wird das Gemüse direkt im Markt verkauft. Zusammenarbeit mit dem israelischen Agrartechnik-Unternehmen Vertical Field.

Billa sieht nachhaltige Lebensmittelproduktion im urbanen Raum als großes Zukunftsthema und setzt als erster Lebensmitteleinzelhändler in Österreich auf Vertical Farming. In Kooperation mit dem israelischen Agrartechnik-Unternehmen Vertical Field werden vor dem Billa Plus Markt in der Wienerberg Straße 27 im 10. Wiener Gemeindebezirk in einem Schiffscontainer Kräuter und Salate aus heimischen Setzlingen gezogen und geerntet. Durch eine Glasscheibe können interessierte Kund:innen Einblicke erlangen und den Pflanzen beim Wachsen zusehen.

Die Errichtung eines zweiten Containers ist noch in diesem Jahr in der Umgebung von Wien geplant. Die Pflanzen werden übereinander auf mehreren Ebenen angebaut und nach der Ernte direkt im Markt verkauft. In einem Container können im Monat rund 2.000 bis 3.000 Einheiten produziert werden – das bedeutet, dass der Markt fast täglich mit frischen Kräutern und Salaten aus dem Container versorgt wird. Zum Start gibt es Petersilie, Basilikum, Koriander, Eichblattsalat sowie Lollo Salat – alle geernteten Produkte werden mit Erdpresswürfel verkauft, um eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.

Optimale Ernteerträge auf kleinster Fläche

"Vertical Farming ist eine zukunftsweisende Idee, um Lebensmittel so frisch wie möglich anbieten zu können. Bei Billa beschäftigen wir uns zunehmend mit alternativen Konzepten und Ideen, um nachhaltige Wege in der Lebensmittelproduktion zu unterstützen oder – wie in diesem Fall – selbst zu beschreiten. Vertical Farming bedeutet optimale Ernteerträge auf kleinster Fläche und nur wenige Meter bis ins Regal“, sagt Eric Scharnitz, Billa-Vertriebsdirektor, und ergänzt: „Das erhöht die Versorgungssicherheit und unsere Kund:innen können sich auf lokale Sortimente freuen: über das ganze Jahr hinweg und im wahrsten Sinne des Wortes direkt vor unserer Haustüre angebaut."

"Ich glaube, wir alle müssen uns Gedanken darüber machen, wie wir in Zukunft die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sicherstellen bei gleichzeitig immer geringeren Ernteerträgen aufgrund von Bodenversiegelung, Monokulturen, dem Einsatz von Chemikalien und den Folgen des Klimawandels. Die Erschließung neuer landwirtschaftlicher Flächen auf Kosten unseres Ökosystems und des Klimas kann hier nicht die Lösung sein, sehr wohl aber Vertical Farming – vor allem in urbanen Gebieten", erklärt Ronen Redel, VP Business Development von Vertical Field.

www.billa.at

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