Gigantisches Neubauprojekt für das Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Ehemaliges Kinderspital in Schwarzach im Pongau wird abgerissen – Architekt und Siegerstudie für siebengeschossigen Neubau präsentiert.

Die Pläne für den Um- und Ausbau des Kardinal Schwarzenberg Klinikums in Schwarzach im Pongau (Salzburg) nehmen konkrete Form an. Im Dezember 2019 hat die Salzburger Landesregierung den Beschluss zur Finanzierung des "Masterplans" für das Pongauer Schwerpunktkrankenhaus in Höhe von 56,4 Millionen Euro gefasst.

Therapie und Diagnostik unter einem Dach

Der größte "Brocken" ist ein siebengeschossiger Neubau auf dem Areal des ehemaligen "Kinderspitals" (Bauteil E) im nördlichen Bereich des Klinikums. Aus dem Architektur-Vergabeprozess geht die Bietergemeinschaft der Architekturbüros Maurer & Partner aus Hollabrunn und Franz & Sue aus Wien als Gewinner hervor. Die Projektstudie und das umsetzende Bau- und Projektmanagement wurden am Dienstag von Finanz- und Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl und Klinikum-Geschäftsführerin Cornelia Lindner gemeinsam präsentiert.

© Kardinal Schwarzenberg Klinikum
Auf dem Gelände des ehemaligen Kinderspitals im nördlichen Bereich des Klinikums entsteht ein siebengeschossiger Neubau für Psychiatrie, OP, OP-Sterilisation, Apotheke und Klinische Diagnostik (Pathologie, Mikrobiologie und Zentrallabor). © Kardinal Schwarzenberg Klinikum

"Das Siegerprojekt verbindet auf einzigartige Weise Therapie und Diagnostik unter einem Dach", freut sich Lindner. Stöckl ergänzt: "Als Schwerpunkt- und führendes Akut-Krankenhaus im Innergebirg nimmt das Kardinal Schwarzenberg Klinikum Schwarzach für die gesamte Versorgungsregion im Süden des Landes Salzburg eine führende Rolle in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein. Deshalb ist es besonders wichtig, dieses Krankenhaus ständig auf neuestem Stand zu halten."

Versorgung von mehr als 400.000 Menschen pro Jahr

Laut Beschluss der Salzburger Landesregierung beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen für den Masterplan des Klinikums in Schwarzach 56,4 Millionen Euro. 27,9 Millionen kommen vom Land, 25,5 Millionen vom Salzburger Gesundheitsfonds SAGES, weitere drei Millionen steuern die 25 Pongauer Gemeinden bei. Mit diesem Gesamtinvestitionsvolumen für das zweitgrößte Spital im Bundesland wird die Gesundheitsversorgung der über 200.000 im Innergebirg lebenden Menschen und mindestens ebenso vielen Touristen im Jahr weiter ausgebaut und gesichert.

© Kardinal Schwarzenberg Klinikum
Ansicht Vinzenzstraße: Die Architekten nutzen die Hanglage geschickt, sodass straßenseitig nur vier Geschosse gänzlich wahrnehmbar sind und die unteren drei Geschosse im Hang „verschwinden". Die gesamte Höhe des Neubaus ist damit nur klinikumseitig zu erkennen. © Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Andreas Haitzer, Bürgermeister von Schwarzach, betont: "Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum ist nicht nur für Schwarzach, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung. Ausbau und Modernisierung sind ein ständiger Begleiter, um den hohen medizinischen Standard zu erhalten. Dies findet mit dem Neubau im Bereich des ehemaligen Kinderspitals eine eindrucksvolle Fortsetzung. Als Bürgermeister von Schwarzach freut es mich besonders, dass die Architekten die Topografie geschickt nutzen und sich der Neubau damit harmonisch in das Ortsbild einfügt."

Vollbetrieb ab 2026

Der nächste Schritt liegt nun in der konkreten weiteren Planung des Neubaus unter enger Einbeziehung aller Nutzergruppen. 2022 folgen Einreichplanung und Bewilligungsverfahren, welches nach den Plänen des Baumanagements und der Architekten im August 2022 abgeschlossen werden kann. Parallel dazu werden vorbereitende Maßnahmen zum Abriss des ehemaligen Kinderspitals getroffen, der voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2023 erfolgt.

Danach kann dann mit der Errichtung des Neubaus begonnen werden, der entsprechend der heutigen Planung im dritten Quartal 2026 in Betrieb gehen wird. Direkt nach Fertigstellung des Neubaus erfolgen Sanierung und Umbau der heutigen OP-Flächen, die nach dem Umbau die neue anästhesiologische Intensivstation mit Holdingarea- und Aufwachbereich bilden. (as)

www.ks-klinikum.at

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