Krisenmanager Politik: Hanke hängt sie alle ab

LEADERSNET-Leser und Fachjury wählen rot-türkis-grüne Koalition auf die Top-Plätze.

Wohl kaum eine Berufsgruppe steht seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr im Rampenlicht der Öffentlichkeit aber auch im Kreuzfeuer der Kritik als die der Politiker. LEADERSNET hat deshalb 23.000 Leser und eine elfköpfige Expertenjury abstimmen lassen, welche Politikerin bzw. welcher Politiker sich besonders wacker schlägt und die besten Krisenmanagement-Skills vorweist.

Das Ergebnis: Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) lässt sie alle hinter sich. Der ehemalige Geschäftsführer der Wien Holding konnte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Justizministerin Alma Zadic (Grüne), die kürzlich Mutter eines Sohnes wurde, auf die Plätze verweisen. Auf dem vierten Platz folgt dann mit Peter Hacker wieder ein roter Politiker aus Wien. Der Gesundheitsstadtrat platziert sich damit vor Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ).

Schnelles, zielgerichtetes Handeln und Teamwork

Bei Hanke ist die Freude groß, das Ranking anzuführen und so prominente Kollegen wie Kanzler Kurz und Bürgermeister Ludwig hinter sich zu lassen: "Das ist natürlich eine große Ehre für mich, andererseits sehe ich dieses Ranking nicht als ein persönliches Match zwischen meinen Berufskolleginnen und -kollegen und mir. 2020 war für uns alle ein extrem herausforderndes Jahr und wir alle haben enorm viel getan, damit unser Land und unsere Stadt gut durch diese Krise kommen." 

Eine Krise verlange schnelles und dabei vor allem zielgerichtetes Handel sowie ein versiertes, starkes Team, ist der SPÖ-Politiker überzeugt. "Als Krisenmanager muss man Situationen ständig neu evaluieren, entsprechende Lösungen finden und diese umsetzen. Erfolgreich ist, wer all diese Attribute in sich vereint und hinter sich ein Team kompetenter Expertinnen und Experten hat", formuliert Hanke die Stellenbeschreibung eines guten und erfolgreichen Krisenmanagers.

Die rote Laterne flackert blau

Im Gegensatz zu Hanke, Zadic und Nehammer gab es auch eine Reihe von Politikern, die in den Augen der LEADERSNET-Leser und der Jury als Krisenmanager nicht wirklich überzeugen konnten. So landet FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp auf dem letzten Platz. Davor können sich Wiens ehemalige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne) als Vorletzte sowie FPÖ-Chef Norbert Hofer als Drittletzter platzieren. Auch Ex-FPÖ-Chef HC Strache (Team HC Strache) als Fünftletzter und Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) als Viertletzter haben sich Jury und Lesern zufolge nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. (as)

www.wien.gv.at

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Die Top 10

  1. Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke (SPÖ)
  2. Karl Nehammer, Bundesminister für Inneres (ÖVP)
  3. Alma Zadić, Bundesministerin für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz (Die Grünen)
  4. Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport (SPÖ)
  5. Sebastian Kurz, Bundeskanzler der Republik Österreich (ÖVP)
  6. Michael Ludwig, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien (SPÖ)
  7. Rudolf Anschober, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (Die Grünen)
  8. Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (Die Grünen)
  9. Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (ÖVP)
  10. Alexander Schallenberg, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres (Parteilos)

 

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