Spotify denkt über neues Geschäftsmodell nach

| 09.11.2020

Musik-Streamingdienst könnte schon bald ein eigenes Podcast-Abo anbieten.

Spotify erweitert womöglich schon bald (erneut) sein Portfolio: Der Musik-Streamingdienst soll darüber nachdenken, ein eigenes Bezahl-Abonnement für Podcasts anzubieten. Mit diesem kostenpflichtigen Abos könnten User originale oder exklusive Podcast-Serien hören.

Wie amerikanische Medien wie Mashable berichten, soll Spotify gerade die Einführung von Podcast-Abos prüfen. Auch eine Umfrage von Spotify, in der verschiedene Abo-Modelle mit Kosten zwischen 2,99 Dollar und 7,99 Dollar monatlich vorgestellt und Nutzer dazu befragt wurden, untermauert diese Theorie.

Eigenständige neue Angebote

Die neuen Podcast-Abo-Angebote wären laut aktuellem Informationsstand eigenständig und kein Teil des sonstigen Abos. Das teuerste Abo würde demnach keine Werbung enthalten, das günstigste Abo "exklusive Interviews und Episoden" für Abonnenten und die günstigere Variante würde – obwohl kostenpflichtig – immer noch Werbung enthalten.

Umsatzsteigerung erhofft

Das recht offensichtliche Ziel hinter der Portfolioerweiterung ist die Umsatzsteigerung bei Spotify. Das Geschäftsfeld des Musik-Streaming entwickelt sich auch in der Krise stabil und ähnlich gut wie in den Jahren "vor Corona": Im ersten Halbjahr 2020 sind die Streaming-Umsätze im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um ganze 37 Prozent auf 42,5 Millionen Euro gestiegen. Rund fünf Milliarden Songs wurden heuer bereits in den ersten sechs Monaten gestreamt.

In Österreich macht Streaming bereits mehr als zwei Drittel des heimischen Gesamt-Musikmarktes aus. "Die in den letzten Jahren massiv getätigten Investitionen der Musikbranche in neue digitale Angebote machen sich nun bezahlt. Und aufgrund des starken und weiterhin wachsenden Streaming-Segments ist der Gesamtmarkt mit elf Prozent im Plus", verrät Thomas Böhm, Leiter Marketing & Public Relations bei IFPI Austria, im Gespräch mit dem Horizont. (red)

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