Die drei größten Pfand-Mythen auf dem Prüfstand

Österreichische Pfandsystemgesellschaft klärt im Vorfeld des internationalen Online-Kongresses zum Thema "Erfolgsfaktor Pfandsystem in der modernen Kreislaufwirtschaft" auf.

In der aktuellen Diskussion um die mögliche Einführung eines Pfandsystems auf Ein- und Mehrweg-Gebinde in Österreich ortet die Österreichische Pfandsystemgesellschaft (ÖPG) einen beträchtlichen Nachholbedarf, wenn es um relevante und wissenschaftlich fundierte Informationen zum Thema Pfand geht. Im Vorfeld des am 23. Juni 2020 stattfindenden internationalen Online-Kongresses zum Thema "Erfolgsfaktor Pfandsystem in der modernen Kreislaufwirtschaft" klärt die ÖPG über die drei größten Vorurteile gegenüber Einweg-Pfandsystemen auf.

"Ökonomisch als auch ökologisch sinnvollste Variante"

Aus einer im Auftrag des Bundesministeriums für Umweltschutz erstellten Studie über Möglichkeiten zur Umsetzung der EU-Vorgaben betreffend Getränkegebinde, Pfandsysteme und Mehrweg vom Jänner 2020 gehe hervor, dass ein Einweg-Pfandsystem auf Getränkeflaschen und Dosen die effizienteste Variante zur Erreichung der EU-Sammel- und Recycling-Quoten bis 2029 darstelle, ist die ÖPG überzeugt.

"Diese unabhängige Studie bestätigt das, wofür sich die Österreichische Pfandsystemgesellschaft auch einsetzt: Nur ein zentral koordiniertes Pfandsystem auf Einweg-Getränkeverpackungen in Kombination mit Mehrweg-Verpackungen ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch die sinnvollste Variante zur Erreichung der EU-Sammel- und Recyclingquoten. Die derzeit in Österreich praktizierte Sortierung von Wertstoffen bzw. Getränkeflaschen aus Restmüll ist keine Zukunftslösung", erklärt ÖPG-Geschäftsführer Christian Abl. Die ÖPG stellt deshalb drei Mythen rund umd das Thema Pfand auf den Prüfstand.

Mythos 1: Pfandsysteme erhöhen Getränkepreise für Konsumenten

"Die gezahlte Pfandgebühr wird vollständig rückerstattet. Die Entscheidung, ein Pfandgut zu retournieren oder fälschlicherweise im Restmüll zu entsorgen, treffen alleine die Konsumenten. In einem modernen Pfandsystem wird das Sammeln von Altverpackungen proportional zum Verbrauch finanziert – je mehr konsumiert wird, desto mehr wird auch bezahlt", erläutert die ÖPG

Mythos 2: Einweg verdrängt Mehrweg

Das Gegenteil sei der Fall, ist die ÖPG überzeugt: "Die Einführung eines Einweg-Pfandsystems unterstützt auch die Mehrweg-Sammelquoten, denn die Konsumenten bringen in diesem Fall auch Mehrweg-Gebinde vermehrt zurück." In Deutschland habe ein Einweg-Pfandsystem sogar zur Erhaltung von stabilen Mehrweg-Sammelquoten beigetragen.

Mythos 3: Pfand ist keine Lösung für Littering

"In Österreich werden Getränkebehälter ohne Pfandpflicht – insbesondere PET-Flaschen – zehn Mal häufiger achtlos in der Umwelt weggeworfen", kritisiert die ÖPG. Ein Einweg-Pfandsystem könne hier wirksam sein, denn selbst wenn sich der Verbraucher für Littering entscheidet, könne jemand anderer den Behälter aufheben und gegen Bargeld einlösen.

Diese und weitere Pfandmythen sowie aktuelle Trends rund um das Thema Pfand und moderne Kreislaufwirtschaft werden am 23. Juni 2020 in einem ganztägigen Online-Kongress der ÖPG unter Beteiligung von namhaften einheimischen und internationalen Experten diskutiert. Das Programm des Kongresses und die Anmeldemodalitäten sind hier abrufbar. (red)

www.oepg-pfandsystem.at

Über die ÖPG

Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft m.b.H. (ÖPG) ist eine Gesellschaft zur Errichtung und zum Betrieb von Pfandsystemen für alle Produkte, die über Ein- oder Mehrweg-Systeme ordentlich und sicher gesammelt, verwertet oder wiederverwendet werden sollen.

Die im Jänner 2020 gegründete Gesellschaft ist unabhängig von bestehenden Systemen und ermöglicht Herstellern, Recyclern und anderen Stakeholdern eine neutrale Beteiligung an zukünftigen Pfandsystemen. Geschäftsführer der ÖPG mit Sitz in Wien ist Christian Abl.

Über die ÖPG

Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft m.b.H. (ÖPG) ist eine Gesellschaft zur Errichtung und zum Betrieb von Pfandsystemen für alle Produkte, die über Ein- oder Mehrweg-Systeme ordentlich und sicher gesammelt, verwertet oder wiederverwendet werden sollen.

Die im Jänner 2020 gegründete Gesellschaft ist unabhängig von bestehenden Systemen und ermöglicht Herstellern, Recyclern und anderen Stakeholdern eine neutrale Beteiligung an zukünftigen Pfandsystemen. Geschäftsführer der ÖPG mit Sitz in Wien ist Christian Abl.

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