"Wir wissen, was geht – und tun, was wirkt"

Die Fachgruppe Ingenieurbüros der Wirtschaftskammer Niederösterreich hat auch in Coronazeiten den Durchblick – bei welchen Projekten der bei ConPlusUltra zum Einsatz kommt, erzählt Josef Wolfbeisser im Interview.

Der Leitsatz der Fachgruppe Ingenieurbüros der Wirtschaftskammer Niederösterreich lautet "Der Ingenieur – ein Durchblicker". Durchblick ist gerade in Krisenzeiten ein rares Gut und in allen Branchen sehr gefragt. Aus diesem Grund hat LEADERSNET bei ausgewählten Mitgliedern der wohl vielseitigsten Fachgruppe nachgefragt, wie es ihnen während der COVID-19 Pandemie ergeht, ob und wie sie betroffen sind, und wie das Handwerk der Ingenieurszunft in der "neuen Normalität" funktioniert.

Getreu dem Slogan "Wissen was geht, tun was wirkt" arbeitet das Ingenieurbüro ConPlusUltra mit Sitzen in Niederösterreich und Wien auch und gerade zu Coronazeiten an alten und neuen Leuchtturmprojekten – worum es sich dabei handelt, das erzählt ConPlusUltra-Geschäftsführer Josef Wolfbeisser im Exklusivinterview mit LEADERSNET.

LEADERSNET: Die Niederösterreichischen Ingenieurbüros decken ein breites Spektrum an technischer Expertise ab. Worauf hat sich ConPlusUltra spezialisiert?

Wolfbeisser: Unsere Spezialisierung liegt in drei Themenfeldern: Das erste ist "Technik und Recht", hier geht es um umfassende Legal Compliance Dienstleistungen und Fachgutachten für Gewerbe und Industrie. Unser zweiter Bereich "Energie und Umwelt" bietet maßgeschneiderte Energie- und Nachhaltigkeitskonzepte für Unternehmen und Investoren, Gemeinden, Regionen, nationale und internationale Institutionen. "Wirtschaft und Innovation" wiederum beinhaltet Prozessberatung und Projektentwicklung für nachhaltig wirtschaftende und innovative Unternehmen sowie die Entwicklung und das Management unternehmensrelevanter Programme für institutionelle Auftraggeber.

LEADERSNET: Möchten Sie uns eines Ihrer Leuchtturmprojekte vorstellen?

Wolfbeisser: Wir arbeiten dauerhaft an spannenden Projekten im In- und Ausland, was es schwierig macht, an dieser Stelle nur eines herauszuheben. Wenn ich etwas allgemeiner über unsere "Dauer-Leuchtturm-Projekte" sprechen darf, würde ich sie im Kern so beschreiben: Wir arbeiten eigentlich konstant am Aufbau und sichern die Aufrechterhaltung von Compliance Managementsystemen im Umwelt-, Anlagen und Arbeitsschutzrecht bei namhaften Industriekunden und öffentlichen Einrichtungen. Das bewerkstelligen wir entweder mithilfe eines eigenen Web-Tools oder auch softwareunabhängig. In diesem Bereich haben wir schon über 100 Kunden betreuen dürfen, darunter einige "household names" wie beispielsweise Swarovski, die Batteriefirma Banner, Agrana, Würth, Milka-Mutterkonzern Mondelez, der Verbund, Schaeffler Austria GmbH, die Voestalpine Krems GmbH, BRP Rotax, Plansee, ZKW, die Karl-Franzens-Universität Graz, die Wiener Lokalbahnen, die Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft – KABEG oder auch die BIG.

Auch unsere Energieaudits würde ich definitiv als Leuchtturmprojekt bezeichnen: unser Team hat im Jahr 2019 wieder erfolgreich Energieaudits nach EN 16247 in großen Unternehmen (Industrie, Gewerbe, Handel, Transport) gemäß § 18 EEffG durchgeführt und ich kann mit Stolz sagen, dass dabei ein herausragendes Ergebnis erzielt werden konnte. Die identifizierten Energie-Einsparpotentiale liegen bei rund 148 GWh pro Jahr. Das Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Euro führt dabei zu jährlichen Energieeinsparungen von rund 9,3 Millionen Euro – eine stolze Summe. Überdies sind wir laufend in Internationale Forschungsprojekte involviert: aktuell für das Jahr 2020 handelt es sich um Projekte im Rahmen von Horizon 2020 und dem Interreg: PANEL 2020 – CEESEN, aber auch CrowdStream oder E-Fix – innovative Energy FInancing miX (nähere Informationen und detaillierte Projektbeschreibungen finden Sie hier, Anm. d. Red.) 

LEADERSNET: "Der Ingenieur – ein Durchblicker", so lautet das Motto der Niederösterreichischen Ingenieurbüros. Gerade in der aktuellen Zeit benötigt man besonders viel Durchblick - wie begegnet ConPlusUltra der Coronazeit?

Wolfbeisser: Natürlich hat der Ausbruch des Coronavirus mit all seinen Begleiterscheinungen auch uns nicht unberührt, aber keinesfalls untätig gelassen. Am meisten macht sich das wohl durch einen Zeitgewinn bemerkbar, den wir erreichen, da externe Meetings und Besprechungen ausfallen. Aufgrund unseres internationalen Wirkungsbereiches reisen wir sonst viel und die Anfahrtswege entfallen nun. Die so gewonnene Zeit nutzen wir jetzt aktiv für die Intensivierung und den Ausbau unserer digitalen Kundenberatung und das Entwickeln und Optimieren von Unterstützungs-Tools.

LEADERSNET: Wie funktioniert die digitale Kundenberatung?

Wolfbeisser: Die digitale Kundenberatung funktioniert wirklich sehr gut und was noch wichtiger ist, sie wird von den Kundinnen auch sehr gut angenommen, insbesondere jetzt in der Coronazeit. Der Plan ist es, das auch darüber hinaus aufrecht zu erhalten, klassisch über Videokonferenzen anstelle von Vor-Ort-Meetings. Das wirkt sich auch extrem schonend auf Zeit- und Umweltressourcen aus. Eine weitere spannende interne Neuentwicklung, die sich in den vergangenen Wochen direkt aus der Coronakrise ergeben hat, sind unsere Online-Workshops und Webinare zu relevanten Themen, die exklusiv und für jeden zugänglich auf unserer Website verfügbar sind.

LEADERSNET: Welche Veränderungen in den Ansprüchen ihrer Kunden konnten Sie in den letzten Wochen beobachten, wie haben sich Prioritäten verschoben?

Wolfbeisser: Zu wesentlichen Verschiebungen kam es glücklicherweise und tatsächlich nicht. Die einzige Herausforderung war und bleibt die zeitliche Verfügbarkeit, insbesondere vor Ort.

LEADERSNET: Die Krise stellt jedes Unternehmen vor Herausforderungen, aber bietet auch Chancen. Wo verorten Sie Chancen für die Ingenieurbüros bzw. Ihre Nische im Speziellen?

Wolfbeisser: Mit Corona erfolgte ein regelrechter Digitalisierungs-Schub mit allen damit verbundenen Herausforderungen, aber auch Vorteilen und Effizienz-Steigerungen. Neue, aber auch bestehende Prozesse digital passend abzubilden und zu unterstützen, stellt speziell für Ingenieurbüros auch eine sehr große Chance dar. Eine weitere Chance, speziell für unsere Branche, stellt die Junktimierung der Maßnahmen zur Wirtschaftsankurbelung mit Klimaschutz- bzw. Klimawandel-Anpassungs-Maßnahmen dar – nicht zuletzt, um damit auch gleich zwei Krisen mit einem Maßnahmenbündel zu adressieren.

LEADERSNET: Wie denken Sie, wird sich Ihr Tätigkeitsfeld verändern, wie blicken Sie in die Zukunft?

Wolfbeisser: Es findet zur Zeit gerade eine Flexibilisierung unserer Tätigkeiten statt, die durchaus auch mit persönlichen Vorteilen verbunden ist – Stichwort Orts- und Zeit-Unabhängigkeit der Dienstleistungserbringung. Ich muss gestehen, dass die Entschleunigung allgemein und der enorme Zugewinn an Zeit mit der Familie auch etwas sind, was ich in diesem Ausmaß vorher nicht genießen konnte und in den letzten Wochen sehr zu schätzen gelernt habe. Abgesehen davon erfolgt auch eine Verstärkung unserer Beratungsthemen zur Energie- und Ressourceneffizienz, die mich absolut optimistisch stimmt. (red)

www.conplusultra.com

www.ingenieurbueros.at/niederoesterreich.de

"Der Ingenieur ein Durchblicker"

 



WKNÖ Fachgruppen-Obmann Ingenieurbüros KommR. Ing. Helmut Pichl ist es wichtig, die Tätigkeiten von niederösterreichischen Ingenieurbüros der Bevölkerung und den Auftraggebern, näher zu bringen.

Es werden die Leistungen von Referenz-Ingenieuren und deren Projekte vor den Vorhang gebeten werden.

Der NÖ Ingenieur verbindet die Natur des Landes Niederösterreich mit dem Wissen um die beste Technik mit seinem scharfen Durchblick, eben ein Durchblicker.

Fachgruppe Ingenieurbüros, Wirtschaftskammer Niederösterreich
Wirtschaftskammer-Platz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/851-19721
E-Mail: ing.bueros@wknoe.at
https://www.ingenieurbueros.at/niederoesterreich/de

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