Nach australischem Vorbild
84 Prozent der Österreicher wollen Social-Media-Verbot unter 16 Jahren

| Larissa Bilovits 
| 05.02.2026

Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet ein Großteil der heimischen Bevölkerung ein Verbotsmodell nach australischem Vorbild. 

Seit dem 10. Dezember 2025 gilt in Australien ein Gesetz, das die Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen stark einschränkt – de facto sind Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook, YouTube und Co. für unter 16-Jährige tabu. Ziel dieses Gesetzes, das als weltweit Erstes seiner Art gilt, ist es, junge Menschen vor negativen Einflüssen zu schützen – seien es nun Cybermobbing, Suchtverhalten, Fake News oder andere problematische Inhalte.

Aber wäre ein solches Modell auch für Österreich denkbar? Ja, meinen 84 Prozent der Österreicher:innen im Rahmen einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM, für die im Auftrag des ZIB Magazin Media, rund 3.000 Personen hierzulande befragt wurden. Überraschend ist dabei auch, dass auch eine große Mehrheit der 16- bis 30-Jährigen, nämlich rund zwei Drittel, ein solches Verbot befürworten.

Angesichts dieser breiten Zustimmung in der hiesigen Bevölkerung dürfte der Diskurs über ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige künftig weiter Fahrt aufnehmen – ebenso wie die Debatte, ob ein Verbot tatsächlich ausreicht. So betonen nämlich einige Expert:innen, dass Aufklärung und die Förderung von Medienkompetenz der bessere Weg wären, um Jugendliche auf den Social-Media-Konsum vorzubereiten.

www.ogm.at

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