Die Erste Group hat am vergangenen Freitag die Bilanzzahlen für das vergangene Geschäftssjahr veröffentlicht: nachdem sich sowohl Zinsüberschüsse, Provisionsüberschüsse als auch Handelsergebnis sich positiv entwickelten, stehen laut Geschäftsbericht hier für 2019 Betriebserträge von 7,26 Milliarden Euro zu Buche ( im Vergleich: 2019 waren es 6,92 Milliarden Euro).Die Betriebsauswendungen stiegen von 4,18 Millliarden Euro auf 4,28 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis nach Wertberichtigungen konnte von 2,79 Milliarden Euro auf 2,93 Milliarden Euro gesteigert werden.
"Die Steigerung des Betriebsergebnisses um 8,7 Prozent auf nahezu drei Milliarden Euro zeigt eindrucksvoll, dass die Erste Group kerngesund ist", sagte Bankchef Bernhard Spalt. Dies sei im europäischen Bankensektor momentan eher selten, fügte der erst seit Jahresbeginn amtierende Erste-CEO, der das Ruder vom langjährigen Vorstandschef Andreas Treichl übernommen hatte.
Brummende Wirtschaft in Osteuropa als Wachstumsmotor
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Erste Group vor allem von der brummenden Wirtschaft in Osteuropa und einem anhaltend günstigen Risikoumfeld profitiert. Während die Bank 2019 operativ zulegten konnte, schrumpfte der Gewinn aber unter dem Stich von 1,8 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro. Zu schaffen machte dem Institut ein verlorener Rechtsstreit in Rumänien, wofür eine Rückstellung von 153 Millionen Euro fällig wurde, sowie eine Abschreibung in der Slowakei. Die Aktionäre sollen dennoch eine höhere Dividende von 1,50 (1,40) Euro je Aktie erhalten.
"Die Region, in der wir aktiv sind, weist die höchste wirtschaftliche Dynamik in Europa aus", so Spalt. Dies habe zu einer sieben-prozentigen Steigerung sowohl der Einlagen als auch des Kreditvolumens geführt, erklärte die Bank. Auch für das laufende Jahr erwarten die Österreicher ein Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Die Erste Group betreibt mit rund 47.000 Mitarbeitern über 2600 Filialen in sieben Ländern Mittel- und Osteuropas und zählt zu den größten Kreditgebern in der Region. Die von Aufholbedarf geprägte Region ist nach wie vor der Wachstumsmotor. (red)
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