Geldsorgen prägen den Alltag
Das sind die wichtigsten finanziellen Vorsätze der Österreicher

| Tobias Seifried 
| 13.01.2026

Laut aktueller Umfrage gibt hierzulande jede:r Zweite an, mit Geldproblemen konfrontiert zu sein. Das wirkt sich in diesem Jahr auch auf das Spar- und Konsumverhalten aus.

Eine anhaltend schwache Wirtschaftslage, die Teuerung sowie die steigende Arbeitslosigkeit wirken sich spürbar auf die finanzielle Situation vieler Österreicher:innen aus. Laut einer Umfrage zum Jahreswechsel von Santander, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden, geben 52 Prozent an, derzeit finanzielle Sorgen zu haben. Sparen bleibt dennoch – oder gerade deshalb – einer der zentralen Vorsätze für 2026: Mehr als die Hälfte der Befragten plant, eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben aufzubauen.

"Die Ergebnisse unseres Santander-Finanzbarometers unterstreichen, wie wichtig ein wirtschaftlicher Aufschwung nach der zuletzt schwierigen Phase ist", sagt Olaf Peter Poenisch, CEO von Santander Österreich. Gleichzeitig stimme es ihn positiv, dass viele Menschen ihre Finanzen aktiv steuerten und vorsorgten.

Finanzielle Lage vielfach angespannt

Konkret bezeichnen 39 Prozent ihre finanzielle Situation als "eher angespannt", weitere 13 Prozent haben nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, ihre laufenden Kosten zu decken. Lediglich zehn Prozent bewerten ihre finanzielle Lage als "sehr gut", 37 Prozent als "eher gut". Im Vergleich zum Vorjahr berichten 40 Prozent von einer leichten oder deutlichen Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Für 45 Prozent blieb sie unverändert, 14 Prozent verzeichnen eine Verbesserung.

Sparen und Kostenreduktion im Fokus

Vor diesem Hintergrund dominieren Sparen und Kostensenkung die finanziellen Vorsätze für 2026 (Mehrfachnennungen möglich): Jeweils 40 Prozent der Befragten wollen ihre Ausgaben durch Preisvergleiche, Rabatte und Aktionen senken oder Fixkosten wie Energie, Versicherungen und Abonnements reduzieren. Ebenso viele haben sich vorgenommen, mehr Geld zur Seite zu legen. Rund ein Viertel möchte Schulden abbauen, 14 Prozent ihr Finanzwissen verbessern – bei den unter 30-Jährigen sogar jede:r Dritte.

Größere Anschaffungen spielen derzeit eine untergeordnete Rolle: Nur neun Prozent planen Ausgaben, etwa für ein Auto oder Möbel. Jede:r Fünfte hat keine speziellen Finanzvorsätze für das laufende Jahr.

Notgroschen wichtigstes Sparziel

Gespart wird der Umfrage zufolge vor allem für Unvorhergesehenes: Sechs von zehn Österreicher:innen wollen 2026 einen "Notgroschen" für unerwartete Ausgaben bilden. An zweiter Stelle stehen Urlaub und Freizeit, für die rund ein Drittel Geld zurücklegt. Etwa ein Viertel spart für größere Anschaffungen oder für wohnbezogene Ausgaben wie Miete, Kaution oder Renovierungen.

Langfristige Ziele bleiben ebenfalls relevant. Rund jede:r fünfte Befragte spart für den Vermögensaufbau, etwa für Pension, Fonds oder Aktien, ebenso viele für Gesundheitskosten oder für Kinder und Enkelkinder. Die Rückzahlung bestehender Kredite ist für 16 Prozent ein Sparmotiv. Für Ausbildung wird mit sieben Prozent vergleichsweise selten gespart. Knapp jede:r Sechste kann sich derzeit kein Sparen leisten.

Der ausgeprägte Fokus auf Sparen, Kostenbewusstsein und Schuldenabbau zeige, so Poenisch, dass viele Menschen finanziell verantwortungsvoll und mit Blick auf die Zukunft handelten.

www.santanderconsumer.at

Über die Umfrage

Das Santander-Finanzbarometer liefert regelmäßig Einblicke in das Finanzverhalten der Österreicher:innen. Die vorliegende repräsentative Erhebung für die neue Ausgabe wurde Anfang Jänner 2026 vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag von Santander durchgeführt. Befragt wurden über 1.500 Personen mit Wohnort in Österreich. Die Schwankungsbreite beträgt 2,5 Prozent.

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Über die Umfrage

Das Santander-Finanzbarometer liefert regelmäßig Einblicke in das Finanzverhalten der Österreicher:innen. Die vorliegende repräsentative Erhebung für die neue Ausgabe wurde Anfang Jänner 2026 vom Institut für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag von Santander durchgeführt. Befragt wurden über 1.500 Personen mit Wohnort in Österreich. Die Schwankungsbreite beträgt 2,5 Prozent.

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