Das sind die Sieger des LGT-Medienpreises 2020

Drei Journalisten durften sich über eine Auszeichnung freuen.

Die Sieger des LGT Medienpreises stehen fest: Jakob Zirm von der Presse, Hans-Peter Siebenhaar und sein Team vom Handelsblatt sowie Verena Kainrath vom Standard wurden am Mittwochabend von der LGT Bank Österreich für ihre journalistischen Arbeiten mit dem LGT Medienpreis ausgezeichnet. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein, Chairman der LGT Gruppe, verlieh die Preise im Rahmen einer festlichen Gala im Palais Liechtenstein.

Preis mit besonderer Bedeutung

Schon zum zehnten Mal in Folge vergab die LGT Bank Österreich gestern der LGT Medienpreis 2020 in einem festlichen Rahmen im Stadtpalais Liechtenstein. Prämiert wurden herausragende journalistische Beiträge aus der Wirtschaftsberichterstattung. Der mit EUR 6000 dotierte LGT Medienpreis wird an Journalistinnen und Journalisten vergeben, die lebendig, anspruchsvoll und verständlich komplexe Wirtschafts- und Finanzthemen transportieren.

Meinhard Platzer, Co-CEO der LGT Bank Österreich: "Wir brauchen einen unabhängigen und qualitativ hochwertigen Journalismus in Österreich. Daher ist die Förderung des Wirtschaftsjournalismus für uns von besonderer Bedeutung, da dieser Probleme für den Leser in einer qualitativen Weise strukturiert und aufbereitet. Dies wirkt der Selbstimmunisierung vieler Bürger gegenüber Fakten und Tatsachen, die stark von sozialen Medien betrieben wird, entgegen."

Die Preisträger

Jakob Zirm von der Presse erhielt für seinen Beitrag "Die Erde gibt mehr, als wir glauben wollen" den ersten Preis. Sein Artikel überzeugte durch eine große Faktentiefe und eine hohe journalistische Qualität. Ein Autorenteam des Handelsblatts, Hans-Peter Siebenhaar, Sönke Iwersen, Andrea Rexer, Marina Cveljo und Isabelle Wermke, wurde für den Beitrag "Der Selbstbetrug – Roland Berger, sein Nazivater und die Schuld der deutschen Wirtschaft" mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Ausschlaggebend für diese Prämierung war für die Jury neben der spannenden Themenwahl auch der große Rechercheaufwand, der betrieben wurde, um Licht in eine der spannendsten Familiengeschichten Deutschlands zu bringen.

Verena Kainrath vom Standard überzeugte mit ihrem Beitrag "Der Stall als Blackbox: Warum wir den Tod der Schweine ausblenden" und wurde zur dritten Preisträgerin gekürt. Ihr Artikel hob sich in der Themenwahl und dem großen Hintergrundwissen hervor, mit dem sich die Autorin dem Thema Massentierhaltung und Fleischkonsum in Österreich widmet.

Hohe Qualität der Einreichungen

Für die prominent besetzte Jury – bestehend aus dem Moderator und freien Publizist Michael Fleischhacker, dem Chefökonom der Industriellenvereinigung und Leiter des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung Christian Helmenstein, dem Direktor der Agenda Austria Franz Schellhorn, dem Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Karl Peter Schwarz und der Kommerzialrätin Ursula Simacek, CEO und Miteigentümerin der Simacek Gruppe – war es keine einfache Aufgabe, aus den 45 Einreichungen die besten Beiträge 2020 zu wählen.

Alle Jury-Mitglieder waren sich einig, dass die Zahl und die Qualität der Beiträge in diesem Jahr überragend waren. Dies wertete sie als gutes Zeichen für die heimische Medienlandschaft, die sich aktuell aufgrund der zahlreichen neuen Medien in einem Umbruch befindet.

Über 70 Gäste und das Digitalisierungsproblem

Insgesamt folgten über 70 Gäste aus der Medienbranche und Wirtschaft der Einladung der LGT Bank Österreich. Nicht nur die Preisverleihung im feierlichen Ambiente des Stadtpalais Liechtenstein schlug die Anwesenden in ihren Bann, sondern auch der Impulsvortrag des deutschen Soziologen Armin Nassehi. Er warf in seinem Vortrag die Frage auf "Für welches Problem ist die Digitalisierung eine Lösung?".

Dabei kam er zu dem Schluss, dass die Technik funktioniert und viele Probleme schon heute und auch in Zukunft lösen wird. "Die Simplifizierung durch Digitalisierung ermöglicht den Aufbau neuer Komplexität. Sie wird deshalb von den Menschen angenommen, weil sie die Unübersichtlichkeit der Gesellschaft ordnet. Aber sie schafft auch eine neue Unübersichtlichkeit", so Nassehi.

Alle Gewinner des LGT Medienpreises 2020 sowie Impressionen der feierlichen Preisverleihung im Stadtpalais Liechtenstein finden Sie in unserer Fotogalerie. (red)

www.lgt.at

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