Sparen oder doch Ausgeben: Die große Unentschlossenheit 2020

Erste Bank Umfrage: 34 Prozent wollen ihr Geld verstärkt ausgeben, 33 Prozent wollen eher sparen.

Laut einer Integral-Studie im Auftrag der Erste Bank planen 37 Prozent der Österreicher 2020 eine größere Anschaffung zu tätigen. 22 Prozent wollen dieses Vorhaben mit einem Kredit oder einem Bauspardarlehen finanzieren. Eigene Ersparnisse wollen 79 Prozent dafür heranziehen – im Jahr 2018 waren es noch 89 Prozent.

Kreditsumme steigt erheblich

Auch die durchschnittliche Kreditsumme, die eingeplant wird, hat sich deutlich verändert: 85.400 Euro werden für 2020 pro Finanzierung eingeplant, 2018 lag die Summe noch um 45 Prozent niedriger und betrug 59.100 Euro. "Mehr als acht von zehn Kunden schließen bei uns bereits Fixzinskredite ab. Das ist gut, weil egal was die Zinsen machen, die Rate bleibt unverändert und lässt Kreditnehmer ruhig schlafen", hält Peter Bosek, CEO der Erste Bank, fest.

© Erste Bank

Große Unentschlossenheit bei den Österreichern, was sie 2020 mit ihrem Geld machen sollen: Ausgeben oder doch Ansparen? Gemäß den Befragten, haben 34 Prozent vor, im Jahr 2020 ihr Geld eher auszugeben als zu veranlagen. Darunter befinden sich, wie die Studie zeigt, verstärkt Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Ein weiteres Drittel gab an, ihr Verhalten bezüglich Sparen und Ausgaben nicht ändern zu wollen und ebenfalls 33 Prozent der Personen wollen heuer mehr Geld veranlagen als im Vorjahr.

Weniger Zustimmung für Anlageklassiker

Trotzdem die Klassiker des Veranlagens bei den österreichischen Sparern immer noch die statistisch begehrtesten Optionen sind, mussten sie im Vorjahresvergleich signifikant an Zustimmung einbüßen. Während das Sparbuch mit 57 Prozent (minus acht Prozent) und der Bausparvertrag mit 42 Prozent (minus sieben Prozent) einen deutlichen Rückgang erfahren, gewinnt das Segment Wertpapiere (Fonds, Aktien und Anleihen) drei Prozentpunke dazu. 33 Prozent geben demnach an, ihr Geld 2020 so veranlagen zu wollen.

"Langfristig gesehen ist das auch notwendig. Will man für später vorsorgen, kommt man an Wertpapieren einfach nicht vorbei", sagt Bosek zu der Entwicklung. Die Summe, welche Sparer und Anleger planen 2020 zu investieren, beläuft sich dabei im Durchschnitt auf 5.300 Euro, also ein Minus von 400 Euro (minus sieben Prozent). (as)

www.erstebank.at

 

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