Salzburger Seilbahnen investieren in Großprojekte

200 Millionen Euro für neue Lifte und Kunstschnee. Kleine Skigebiete bekommen Teil des Investitionskuchens.

Salzburgs Seilbahnbetriebe wollen heuer 200 Millionen Euro in neue Lifte und künstliche Beschneiungsanlagen investieren. Das gab der Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Wirtschaftskammer, Ferdinand Eder, bei einem Pressegespräch in Salzburg bekannt. Damit wird doppelt so viel Geld wie im vergangenen Jahr in die Hand genommen. Der Grund für die hohen Ausgaben seien die zwei Großprojekte Maiskogelbahn in Kaprun (Pinzgau) und Schlossalmbahn in Gastein (Pongau).

Gäste bevorzugen große Skigebiete

130 Millionen fließen in den Neubau und die Komfortoptimierung von Seilbahnen und Liftanlagen. In Zukunft gehe die Entwicklung laut Eder weiter in die Schaffung von Großskiräumen, dort wo es topografisch Sinn ergebe, weil es die Kunden wünschen würden. Der Wintergast entscheide über den Ort seines Urlaubs sehr stark nach der Größe des Skigebiets, auch wenn er es dann möglicherweise gar nicht in Anspruch nehme.

Die Investitionen für Beschneiungsanlagen belaufen sich hingegen auf 40 Millionen Euro. Insgesamt werden 85 Prozent der rund 4.700 Hektar an Skipisten im Land Salzburg technisch beschneit. Weitere 30 Millionen Euro fließen heuer in Parkplätze, Pistengeräte, Service- und Gastronomieeinrichtungen.

Unterstützung für kleine Skigebiete

Gemeinsam mit dem Land Salzburg unterstützt die Seilbahnwirtschaft auch 2018/19 wieder Kleinstliftbetreiber aus dem Unterstützungsfonds. "Die finanzielle Hilfe soll zum Erhalt kleiner Liftanlagen beitragen. Dadurch soll vor allem Kindern und Jugendlichen der Zugang zum Wintersport im Nahbereich ihres Wohnortes ermöglicht bzw. erleichtert werden", betonte Eders Stellvertreterin Veronika Scheffer. Der Zuschuss sei mit maximal 10.000 Euro je Skiliftunternehmen begrenzt. Heuer werden insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Aktion sei auch für 2019 bereits wieder fixiert. (as)

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