Miele startet Lieferservice für betuchte Gourmets

Neues Geschäftsmodell und duale Strategie. 

Miele liefert bereits Waschmittel und Kaffeebohnen zu Privatkunden nach Hause. Der Weg in Richtung kompletter Anwendungssysteme wird konsequent weiterverfolgt - nun geht der Hersteller von Haushalts- und Gewerbegeräten mit einem Start-up unter dem Namen "MChef" an den Start. Der laut Aussendung "weltweit einzigartige Gourmet-Service" startet ab September in Nordrhein-Westfalen und ab dem Jahreswechsel in ganz Deutschland. Danach soll das Service weiter ausgerollt werden. MChef wird hochwertiges Essen nach Hause und in Profiküchen liefern. "Für kulinarischen Service auf diesem Niveau gibt es auch in anderen Ländern Bedarf", ist sich Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Miele Gruppe, sicher.

Zielgruppe des neuen Gourmet-Services sind alle, die einen Dialoggarer in ihrer Küche haben und zu Hause wie in ihrem Lieblingsrestaurant essen möchten. "Das kann bei einer repräsentativen Dinner-Party sein, einem Familienfest oder beim stimmungsvollen Abend zu zweit", sagt Martin Eilerts, Gründer und CEO der Firma MChef. Wer bis 12.30 Uhr online ordert, wird am nächsten Vormittag beliefert, und das an 365 Tagen im Jahr. Bis zu sechs Gerichte lassen sich in einem Dialoggarer gleichzeitig zubereiten. Die durchschnittliche Garzeit beträgt 20 Minuten. MChef liefert einzelne Gerichte nach Wahl und komplette Menüs mit drei Gängen. Auf Wunsch beinhaltet die Lieferung den passenden Wein oder Champagner, selbstverständlich in der richtigen Serviertemperatur.

"Fehler sind ausgeschlossen"

"Mit diesem Geschäftsmodell eröffnet MChef eine neue Service- und Genussdimension und unterstreicht zugleich die Innovationskraft der Marke Miele auch jenseits ihrer angestammten Geschäftsfelder", sagt Kniehl. Tatsächlich wurden die auf elegantem Porzellan angerichteten Speisen speziell für den Dialoggarer kreiert, der seit Juni in Deutschland und Österreich im Handel ist. Fehler bei der Zubereitung sind laut Kniehl praktisch ausgeschlossen, denn Kunden müssen die fertig angerichteten Teller nur noch in den Dialoggarer geben, der dann direkt aus der MChef-App mit den passenden Einstellungen gestartet wird.

Man verfolge eine duale Strategie: "Zum einen heben wir uns mit Produktinnovationen und den Systemlösungen vom Massenmarkt ab. Andererseits wollen wir natürlich auch junge Konsumenten mit bezahlbaren Produkten an die Marke heranführen", sagte Kniehl zum Handelsblatt.

Erstes Experience-Center

In Toronto wird in Kürze  das erste Miele-Experience-Center mit komplett neuem digital gestützten Konzept eröffnet. Es werden nicht mehr alle Kochfelder oder Backöfen vor Ort präsentiert, sondern das einfache und umfassende Produkterlebnis zusätzlich über interaktive Digitaltechnik ermöglicht. "In unserer Industrie ist dies einmalig. Überall dort, wo der Fachhandel die Kraft nicht mehr entfalten kann oder er wie in China gänzlich fehlt, bauen wir so unsere eigene Fachhandelspräsenz aus. Wir haben bereits fast 100 Miele-Experience-Center weltweit, jährlich kommen fünf bis zehn hinzu", so Kniehl. (jw)

www.miele.at

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