Die Highlights der IT-Messe CeBIT

Roboter, Drohnen, künstliche Intelligenz, Sicherheit und fahrerlose Autos sind die Themen des Jahres.

Mit dem Anspruch die wichtigste Leistungsschau der Digital-Branche zu sein, geht dieser Tage die CeBIT in Hannover über die Bühne. Unter dem Motto  "d!conomy - no limits" soll die Dimension des alle Lebensbereiche erfassenden Leitthemas veranschaulicht werden. Partnerland ist mit Japan ein Staat, der in Sachen Digitalisierung zur Weltspitze gehört. "Die Digitalisierung beeinflusst unsere Wirtschaft so stark wie kaum etwas anderes", betont Bundeskanzlerin Angela Merkel. Neue Entwicklungen beim 3D-Druck, bei den Robotern und auch der künstlichen Intelligenz könnten Produktionsprozesse und ganze Wertschöpfungsketten revolutionieren, heißt es in einem Grußwort der Kanzlerin.

Zu den "greifbarsten" Beispielen der Digitalisierung gehört die Automobilindustrie. Zahlreiche Exponate zeigen unter anderem, wie alltagstauglich das autonome Fahren bereits geworden ist. So haben etwa die Kleinbusse der Schweizer PostAuto AG schon mehr als 12.000 Fahrgäste befördert. Die Automobilindustrie steht auch im Mittelpunkt der Sondershow "Digitalisierung live", bei der Aussteller zeigen, wie innovative Software die gesamte Wertschöpfungskette unterstützen und nahtlos vernetzen kann.

Zu den Rednern 2017 gehört Whisteblower Edward Snowden, der sich per Live-Schalte aus dem russischen Exil zu Wort meldet – und Fragen aus dem Publikum beantwortet. Weitere Speaker sind KI-Visionär Ray Kurzweil, Robotik-Pionier Hiroshi Ishiguro, Verhaltensforscher Michal Kosinski und Andrus Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt.

Erlebbare Digitalisierung

Die Digitalisierung erlebbar zu machen, ist das selbst gesetzte Ziel der Technologiemesse. So stellt mit Nextage zum Beispiel die Kawada Robotics Corporation die nächste Evolutionsstufe des Industrieroboters vor, der in humanoider Gestalt mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Mit "Connie" gibt es bei IBM einen weiteren Roboter zu sehen: Er hilft allerdings nicht in der Fertigung, sondern verzaubert die Gäste in Hilton-Hotels durch gepflegte Kommunikation und beste Umgangsformen. Möglich macht es die KI-Technologie Watson von IBM.

Bei IFS entdecken Besucher eine Integrationstechnologie, die Maschinen, Geräte und IT-Systeme über das IoT miteinander verbindet. Daraus lassen sich vernetzte, automatisierte Workflows entwickeln – wie Live-Demos vor Ort zeigen. Den Kampf gegen antibiotikaresistente Bakterien haben die Bioinformatiker der Saarland-Universität gemeinsam mit Diagnostikentwickler Curetis  aufgenommen. Leistungsfähige Algorithmen und eine umfassende Gendatenbank sollen eines der drängendsten Probleme der Gesundheitsversorgung lösen. Entstanden ist ein Resistenz-Schnelltest.

Mit Smartphones und Tablets sind klassische Knöpfe als Bedienelemente nach und nach verschwunden – und mit ihnen das haptische Feedback. Das Berliner Startup GelTouch Technologies entwickelt daher eine Bedienoberfläche, die auf einem Touchscreen temporär spürbare Knöpfe erzeugt. Wie sich sensible Kundendaten gewinnbringend nutzen lassen, ohne sie der Gefahr des Missbrauchs auszusetzen, präsentiert das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering.

Startups und Investoren.

Mehr als 320 Startups aus 35 Ländern stellen  ihre Ideen und Lösungen vor und treffen auf Tausende Investoren, Mentoren und Kunden. Im kreativen Umfeld sind Pitches, Workshops, Innovationskonferenzen und Networking an der Tagesordnung. (jw)

www.cebit.de

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