ÖHV und Great Place To Work
Neue Partnerschaft für Arbeitgeber in der heimischen Hotellerie

| Janet Teplik 
| 26.04.2026

Diese Zusammenarbeit soll Arbeitgeberqualität und Recruiting in Österreichs Beherbergungsbetrieben neu definieren und den langfristigen Erfolg der Häuser sichern. 

Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) weitet ihr Serviceangebot im Bereich der Personalentwicklung aus. Durch eine neue Kooperation mit dem Zertifizierungsunternehmen Great Place To Work erhalten die Mitgliedsbetriebe der Vereinigung ab sofort Zugang zu branchenspezifischen Sonderkonditionen. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Nutzung des international etablierten Arbeitgeber-Qualitätssiegels, um die Standards in der Mitarbeiterführung und im Recruiting innerhalb der heimischen Hotelbranche messbar zu steigern, heißt es.

Unternehmensperformance in österreichischer Hotellerie

Generalsekretär Markus Gratzer erklärte: "Great Place To Work begleitet als renommiertes Gütesiegel weltweit Top-Arbeitgeber aus allen Branchen. Damit zeigen wir, dass unsere Hotels ganz vorne mit dabei sind und stellen sie international ins Rampenlicht." In weiterer Folge verwies er auf das Hilton. Die internationale Hotelkette wurde 2025 von Great Place to Work als "World's Best Workplace" ausgezeichnet – zum zweiten Mal nach 2023. "Wir wollen noch mehr Hotels an die Spitze bringen und damit zeigen, was unsere Top-Arbeitgeber können", so Gratzer. 

Die Kooperation verfolgt zudem das Ziel, die Attraktivität der Betriebe als Arbeitgeber weiterzuentwickeln. Laut Gratzer reagiere die Branche damit auf die steigenden Anforderungen qualifizierter Arbeitskräfte. Da die Entscheidung für eine:n Arbeitgeber:in zunehmend von spezifischen Rahmenbedingungen abhänge, biete Great Place To Work methodische Unterstützung bei der Identifikation von Verbesserungspotenzialen. Dieser Fokus auf die Unternehmenskultur werde als wirtschaftlicher Faktor gewertet: Eine reduzierte Fluktuation sowie eine gesteigerte Produktivität und Servicequalität sollen die betriebliche Performance nachhaltig sichern.

Bedeutung des Zertifikats

Das Hotel Kitzhof, das bereits im vierten Jahr in Folge durch Great Place To Work zertifiziert wurde, nutzt das Instrumentarium zur strategischen Betriebsentwicklung. Laut Resident Manager Markus Adrigan bietet das auf anonymen Mitarbeiterbefragungen basierende Verfahren eine transparente Grundlage für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Die daraus resultierenden Auszeichnungen, wie die Platzierung als "Best Workplace", dienen zudem der externen Sichtbarkeit und erhöhen die Glaubwürdigkeit gegenüber potenziellen Bewerber:innen, ist er sich sicher: "Wir haben früh festgestellt, dass Bewerber:innen daraus positive Rückschlüsse ziehen. Auszeichnungen wie 'Best Workplace' und Top 10-Platzierungen haben unsere Unternehmenskultur greifbar gemacht und zusätzliche Glaubwürdigkeit verliehen." Das System diene dabei als datenbasierte Entscheidungshilfe für eine kontinuierliche Optimierung der internen Strukturen.

Befragung in 70 Muttersprachen

Das weltweit tätige Institut Great Place To Work analysiert die Arbeitsplatzkultur durch anonyme Befragungen, wobei in Österreich in den vergangenen drei Jahren bereits Daten von 5.000 Beschäftigten aus der Beherbergungsbranche erhoben wurden. Laut Jörg Spreitzer, Managing Partner von Great Place To Work Österreich, ermöglicht das Verfahren Unternehmen, durch systematisches Mitarbeiterfeedback konkrete Optimierungspotenziale zu identifizieren. Ein wesentliches Merkmal ist dabei die Verfügbarkeit der Umfragen in über 70 Sprachen. "Mich hat das überzeugt, weil schon die Befragung an und für sich und noch dazu in der Muttersprache als Zeichen von Respekt gesehen wird: Das ist schon viel wert. Und sie liefert dadurch viel bessere Daten für Benchmarking, Datenanalysen und die Weiterentwicklung als Arbeitgeber", so Gratzer. 

www.oehv.at

www.greatplacetowork.at

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