Für Forschung zu Transparenz im Journalismus
APA schickt Florian Schmidt mit Geiringer-Stipendium nach Oxford

Der 37-jährige APA-Verification Officer wird im Rahmen des Fellowships für rund drei Monate am britischen Reuters Institute for the Study of Journalism studieren. Dort will er sich mit Fragen der Transparenz und Glaubwürdigkeit im Journalismus auseinandersetzen.

Das begehrte Geiringer-Stipendium der Austria Presse Agentur (APA) geht heuer an Florian Schmidt. Der 37-jährige APA-Verification Officer und Leiter des Faktencheck-Teams soll nun für rund drei Monate am Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford studieren und sich mit aktuellen Herausforderungen im Nachrichtenjournalismus befassen. Im Mittelpunkt seines Projekts stehen Fragen der Glaubwürdigkeit und Transparenz in der journalistischen Arbeit.

Weiterbildung mit internationalem Fokus

Der von der APA gestiftete Fonds zur journalistischen Weiterbildung soll Qualitätsjournalismus fördern und die vertiefte Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen im Medienbereich ermöglichen. Das Geiringer-Stipendium umfasst ein Trimester an der Universität Oxford sowie die Teilnahme am Programm des Reuters Institute for the Study of Journalism. Damit wird ein Studienaufenthalt in einem internationalen journalistischen Umfeld ermöglicht.

In Oxford will Schmidt nun untersuchen, mit welchen Strategien sich Transparenz, Trusted Content und Integrität im Nachrichtenjournalismus weiter stärken lassen. Als Grundlage dienen ihm dabei die ethischen Kodizes und Standards des International Fact-Checking Networks (IFCN) sowie des European Fact-Checking Standards Networks (EFCSN). Auf dieser Basis soll erarbeitet werden, wie sich Vertrauen in journalistische Inhalte nicht nur stärken, sondern auch nachvollziehbar belegen lässt.

Diese Fellows forschten bereits in Oxford

Zuletzt verbrachte Katharina Schell von der APA im Rahmen des Fellowships 2024 einen Forschungsaufenthalt in Oxford, wo sie sich mit KI-Transparenz im Journalismus befasste. In den Jahren davor führte das Geiringer-Stipendium bereits Vanessa Gruber vom ORF, Klaus Knittelfelder, damals bei der Kronen Zeitung, sowie Philipp Wilhelmer, damals beim Kurier, an die britische Universität. Eine Übersicht über alle bisherigen Geiringer-Fellows samt ihren Papers ist hier abrufbar.

Mehr Informationen zu Alfred Geiringer, dem Namensgeber des Stipendiums, lesen Sie in unserer Infobox.

www.apa.at

Über Alfred Geiringer

Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den Grundstein für den Weg zur Unabhängigkeit, den die Agentur seit 1946 gegangen ist. Geiringer musste 1938 aus Österreich emigrieren und kehrte 1945 als Reuters European Editor zurück. Die APA verdankt ihm maßgeblich die Loslösung aus fast einem Jahrhundert staatlicher Bindung und die Transformation zu einer Nachrichtenagentur, die heute allein den Grundsätzen Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet ist.

Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen Gruppe von etwa 20 unabhängigen Agenturen weltweit, die sich im privaten Eigentum der Medien befinden, während die große Mehrzahl der Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem Eigentum oder staatlich kontrolliert ist. Die APA entschloss sich deshalb 2001, unter Geiringers Namen einen Fonds zur journalistischen Weiterbildung einzurichten.

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Über Alfred Geiringer

Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den Grundstein für den Weg zur Unabhängigkeit, den die Agentur seit 1946 gegangen ist. Geiringer musste 1938 aus Österreich emigrieren und kehrte 1945 als Reuters European Editor zurück. Die APA verdankt ihm maßgeblich die Loslösung aus fast einem Jahrhundert staatlicher Bindung und die Transformation zu einer Nachrichtenagentur, die heute allein den Grundsätzen Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet ist.

Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen Gruppe von etwa 20 unabhängigen Agenturen weltweit, die sich im privaten Eigentum der Medien befinden, während die große Mehrzahl der Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem Eigentum oder staatlich kontrolliert ist. Die APA entschloss sich deshalb 2001, unter Geiringers Namen einen Fonds zur journalistischen Weiterbildung einzurichten.

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