Fotos und Video des Events
Transformation Camp 2026 motivierte Studierende zu "Bold Moves"

Über 170 Vertreter:innen aus Unternehmen, NGOs, NPOs, Bildungseinrichtungen und Beratung sowie Studierende kamen zusammen, um über den Strukturwandel zu diskutieren und ihn aktiv zu erleben. LEADERSNET.tv begleitete das Event von fifty1 und dem Studienbereich Human Resources & Organization an der FHWien der WKW und holte die Initiator:innen sowie Gäste vor die Kamera. 

Am 16. und 17. April 2026 hatten zahlreiche Studierende der FHWien der WKW die Chance, am diesjährigen Transformation Camp teilzunehmen, das dieses Mal unter dem Motto "Bold Moves" stattfand. Über 170 Vertreter:innen aus Unternehmen, NGOs, NPOs, Bildungseinrichtungen, Beratung und des Master-Studiengangs Organisations- und Personalentwicklung nahmen an der Veranstaltung teil, um sich nicht nur über Transformation auszutauschen, sondern diese auch aktiv zu erleben.

"Das Transformation Camp findet deswegen statt, weil es für uns sehr wichtig ist, dass wir unseren Studierenden einen Austausch mit der Praxis ermöglichen", erklärte Christina Maria Schweiger, Head of Study Program Human Resources & Organization FH Wien WKW, im Gespräch mit LEADERSNET. "Und das hat sich eben so toll ergeben, mit unserem Kooperationspartner, der fifty 1. Die bringen die Partner aus der Praxis, wir bringen die Studierenden und dann dreht sich alles rund um das Thema Transformation."

Zukunftsorientierter Austausch

Mirjam Hofacker, Partnerin bei fifty 1, betonte, dass das Transformation Camp bereits zum dritten Mal stattfinde und sie "wahnsinnig stolz darauf" seien. Ursprünglich habe sie die Idee vorangetrieben, eine Plattform zu schaffen, auf der Personen aus der Privatwirtschaft, aus NGOs und NPOs sowie Studierende zusammenkommen könnten, um "gemeinsam aus ihren Erfahrungen zu lernen". Sie hätten in der Arbeit mit Unternehmen bemerkt, dass viele Organisationen "in ihren Silos" agierten und wertvolle Lehren nicht mit anderen teilten. Genau dafür habe man das Format als Plattform etablieren wollen.

Hofacker wünscht sich daher, dass die Teilnehmer:innen "eine wirklich große Portion an bold move" mitnehmen können. "Wenn sie inspiriert sind und sich ein Stück mehr trauen, eine Idee, einen Gedanken auch in ihrem Unternehmen umzusetzen. Das fände ich fantastisch". 

Transformation selbst erleben

Das Transformation Camp habe bewusst als "Un-Conference" mit klassischen Formaten gebrochen: Statt einer starren Agenda hatten die Teilnehmenden die Inhalte mit ihren Fragen und Erfahrungen selbst bestimmt. Dieser Ansatz habe einen dynamischen "Wissenstransfer auf Augenhöhe" gefördert, der von den Studierenden als besonders wertvoll wahrgenommen wurde. Fernab der reinen Konsumentenrolle agierten sie als aktive Mitgestalter:innen, die im direkten Austausch mit Expert:innen die Komplexität realer Transformationsprozesse hautnah erlebten. 

Zusätzlich zu den interaktiven Formaten lieferte das Transformation Camp durch Keynotes und eine Keyperformance wesentliche inhaltliche Ankerpunkte. Den Auftakt machte FHWien-Absolventin Kosima Kovar, die darlegte, dass mutiges Handeln einen sicheren Rahmen benötige und Scheitern oft die Basis für Erfolg bilde. Marie-Luise Menzel, ehemals Lufthansa Industry Solutions, ergänzte dies um eine praxisnahe Konzernperspektive und schilderte die Realität organisationalen Wandels. Ex-Minister Rudi Anschober wiederum rückte die Ermutigung ins Zentrum: In komplexen Zeiten seien Perspektiven und Kompromissbereitschaft essenziell für Fortschritt. Den spielerischen Abschluss bildete die Kabarettistin Michaela Obertscheider, die mit ihrer Performance "Mach es richtig falsch" das Scheitern als Innovationsmotor humorvoll und greifbar inszenierte.

Ein Mosaik der Veränderung

Das Herzstück der Veranstaltung waren die zahlreichen, partizipativ gestalteten Sessions. Mit über 40 Beiträgen an zwei Tagen wurde die gesamte Komplexität moderner Transformationsprozesse abgebildet. Schwerpunkte lagen unter anderem auf:
  • Struktureller Wandel: Hierarchielose Entscheidungsfindung (Bayer) und kulturelle Transformation (Wien Energie).
  • Zukunftstechnologien: Die Rolle von KI in hybriden Organisationen und kompetenzbasierten Modellen.
  • Human Factors: Employer Branding (Asfinag), Future Skills in der VUCA-Welt sowie ein vorurteilsfreier Blick auf die Generationenfolge.
  • Resilienz: Vertrauensaufbau nach dem Vorbild natürlicher Systeme.
    Das Camp verdeutlichte eindrucksvoll, dass Transformation kein Einheitskonzept ist, sondern von der Vielfalt der Erfahrungen und dem Mut zum Experimentieren lebt.

Von der Theorie direkt in die Gestaltung

Der Studienbereich Human Resources & Organization trat beim Transformation Camp nicht nur als Gastgeber auf, sondern prägte das Programm durch Lehrende und Studierende maßgeblich mit. So diskutierten Christina Schweiger und Sigrid Maxl-Studler in ihrer Session über die gezielte Entwicklung von Future Skills für die Arbeitswelt von morgen. Den Fokus auf Inclusive Leadership in komplexen Systemen setzten Gloria Warmuth und Katharina Thill (myAbility). Dass die Studierenden bereits während ihrer Ausbildung tief in der Praxis verwurzelt sind, bewiesen sie durch eigene Sessions zu hochaktuellen Themen wie KI-Einsatz, dem Generationen-Dialog sowie innovativen HR-Ansätzen wie "Skills first, roles second".

Wo Theorie auf echte Erfahrung trifft

Das Transformation Camp punktete bei den Teilnehmenden vor allem durch seine offene Atmosphäre – ein echter "Safe Space" für Feedback und gemeinsames Lernen. Die gelungene Integration der Studierenden wurde dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen: Sie brachten neue Energie und innovative Ansätze in die Praxisdiskussionen ein und machten das Camp so zu einem lebendigen Labor für Veränderung. 

Das unterstrich auch Student Nicolas Hoser, der laut eigener Aussage von dem Event "auf jeden Fall ganz spannende Kontakte" mitnimmt. "Es sind viele in interessanten Berufen unterwegs und man kommt auch mit unterschiedlichen Altersstufen zusammen. Es ist natürlich meine Masterkohorte da, aber jetzt habe ich gerade mit einem Coach geredet, der ist 77 und mit dem habe ich mich auch sehr gut verstanden", so der Masterstudierende. 

Vor der Kamera

LEADERSNET.tv holte neben Christina Maria Schweiger (Head of Study Program Human Resources & Organization FH Wien WKW), Mirjam Hofacker (Partnerin fifty 1) und Nicolas Hoser (Student) auch Hilal Elif Atalay (Führungskräfteentwicklung Stadt Wien) vor die Kamera. 

Zudem können Sie vom Transformation Camp einen Eindruck mittels Galerie hier und hier gewinnen. 

www.fh-wien.ac.at

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