Zwischen Klassiker und Innovation
95 Prozent grillen: Österreich bleibt eine BBQ-Nation

| Redaktion 
| 15.04.2026

Eine aktuelle Grillstudie von Kotányi zeigt: Grillen ist für die große Mehrheit fixer Bestandteil des Sommers. Gleichzeitig verändern neue Trends, steigendes Kostenbewusstsein und der Wunsch nach Qualität das Verhalten am Rost.

Grillen gehört für 95 Prozent der Österreicher:innen zum Sommer. Das zeigt die aktuelle Kotányi-Grillstudie 2026, durchgeführt gemeinsam mit Marketagent. Rund ein Viertel steht demnach sogar wöchentlich am Grill. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Zubereitung von Speisen, sondern um ein soziales Ritual. Für 48 Prozent steht Grillen für Lebensfreude, 39 Prozent schätzen vor allem das gemeinsame Arbeiten und Genießen.

Klassiker dominieren, Gemüse holt auf

Bei den Zutaten bleibt vieles vertraut. Würstel liegen mit 77 Prozent klar vorn. Dahinter folgt jedoch bereits Gemüse mit 74 Prozent und legt damit deutlich zu. Geflügel kommt auf 72 Prozent, Grillkäse auf 66 Prozent und Schweinefleisch auf 63 Prozent. Die Zahlen zeigen eine klare Verschiebung: Pflanzliche Optionen gewinnen an Bedeutung, ohne klassische Produkte zu verdrängen. Auch Grillbrot zählt mit 33 Prozent zu den stärkeren Gewinnern.

Trends bringen neue Dynamik

Parallel dazu entwickeln sich neue Grilltrends. 32 Prozent setzen auf "Open Fire Revival", also Grillen über offenem Feuer. 20 Prozent kombinieren Hitze und Räuchern im "Fire’n’Smoke"-Stil. 17 Prozent achten verstärkt auf Zero-Waste-Konzepte. Auch fleischlose Varianten gewinnen weiter an Relevanz. 15 Prozent grillen bewusst pflanzenbasiert. Ergänzt wird das Spektrum durch experimentellere Ansätze wie Grilldesserts, die rund zehn Prozent nutzen.

Grillen wird zur Teamarbeit

Grillen ist zunehmend ein Gemeinschaftsprojekt. 31 Prozent sehen sich als Allrounder:innen, die mehrere Aufgaben übernehmen. Jeweils rund 22 Prozent übernehmen klassische Rollen wie Grillmeister:in oder Genießer:in. Weitere 21 Prozent kümmern sich um Beilagen, während etwa 4 Prozent für Stimmung und Ambiente verantwortlich sind. Damit verteilt sich das Grillen klar auf mehrere Beteiligte.

Qualität schlägt Preis

Trotz steigender Kosten bleibt die Qualität entscheidend. 64 Prozent nennen Geschmack als wichtigstes Kriterium, 57 Prozent achten auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 55 Prozent auf Qualität. Regionale Herkunft (41 %) und Produktion in Österreich (44 %) gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Gleichzeitig sinken die durchschnittlichen Ausgaben leicht auf 18,38 Euro pro Person, nach 19,58 Euro im Vorjahr.

www.kotanyi.com

www.marketagent.com

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