Fotos vom Finale der #glaubandich Challenge
Die Sieger von Österreichs größtem Startup-Wettbewerb sind gekürt

Im Rahmen der Preisverleihung zur "#glaubandich Challenge" wurden die besten Jungunternehmen des Landes vor den Vorhang geholt. Im spannenden Finale konnte sich der Gesamtsieger gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Innovative Geschäftsideen, frische Perspektiven und unternehmerischer Pioniergeist standen auch heuer wieder im Mittelpunkt der #glaubandich Challenge. Im Rahmen des laut eigenen Angaben größten Startup-Wettbewerbs Österreichs suchen die Erste Bank und Sparkasse alljährlich gemeinsam mit dem Startup-Medium Trending Topics und dem Gründerservice der Wirtschaftskammern das "Startup des Jahres". Nach den City-Pitches in allen neun Bundesländern trafen die jeweiligen Kategorie-Gewinner:innen am 13. April schließlich in der Wiener Grand Hall im großen Finale aufeinander, um den Gesamtsieger zu küren.

Bewerb soll innovativen Lösungen Sichtbarkeit verschaffen

Eröffnet wurde die von Fanny Stampf moderierte Verleihung durch Gerda Holzinger-Burgstaller (CEO der Erste Bank und Sparkasse), die in ihrer Begrüßungsrede darauf einging, welche Rolle der Bewerb in der heimischen Startup-Landschaft inzwischen einnimmt: "Unser Team arbeitet jedes Jahr mit vollem Herzblut an der Organisation des Wettbewerbs. Der Slogan 'Glaub an dich' ist für uns von großer Bedeutung. In Österreich gibt es eine Reihe von Herausforderungen, die innovative Lösungen erfordern. Das Ziel der Challenge ist es, solchen Lösungen Sichtbarkeit zu geben. Das ist eure Bühne, also nutzt diese Chance!"

Mehrstufiges Auswahlverfahren

Im Anschluss wurde das "Startup des Jahres" gekürt. Dem vorausgegangen war ein mehrstufiges Auswahlverfahren im Rahmen der österreichweiten #glaubandich Challenge: Bei den sogenannten "City-Pitches" in den jeweiligen Kategorien traten zunächst die besten zehn Startups gegeneinander an, um sich einen Platz im großen Finale zu sichern. Bewertet wurden unter anderem das Geschäftsmodell, die Stärke des Teams, Kreativität und Innovationsgrad sowie die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Vorbildwirkung und Relevanz.

So standen im Finale in der Wiener Grand Hall schließlich die zehn besten Startups Österreichs auf der Bühne: Ohana (Kategorie "Social Business, Learning & Knowledge", Niederösterreich), Greenjet (Kategorie "Sustainability, Bio & Agricultural Innovations", Burgenland), BeviBag (Kategorie "Smart Fashion Sports & Lifestyle", Salzburg), Dishtracker (Kategorie "AI & SaaS (Web- & App Solutions)", Oberösterreich), Faenix Elixir (Kategorie "Food & Beverages, Cosmetics & Bodycare", Wien), Crashwise (Kategorie "Fin- & InsurTech", Wien), FlexDrill (Kategorie "Energy & Climate Protection", Steiermark), Svan (Kategorie "MedTech & BioTech", Kärnten), Senseven (Kategorie "Industry & Green Mobility", Vorarlberg) und billboard.games (Kategorie "Kultur, Media & Entertainment", Tirol).

Diese mussten ihre Ideen im Finale schließlich nochmals vor einer prominent besetzten Jury aus Expert:innen der Startup-Szene pitchen, darunter Clemens Schmidgruber (Bundesvorstandsmitglied der Jungen Wirtschaft), Heinrich Prokop (CEO Clever Clover), Tanja Spennlingwimmer (Austria Wirtschaftsservice (aws)), Nina Wöss (Fund F) und Florian Haas (Head of Startup, Head of Brand & Growth, EY Österreich).

Sieger-Startup überzeugte mit "digitalem Stethoskop" für Ventile

Im Finale durchsetzen konnte sich schließlich Senseven, das die Kategorie "Industry & Green Mobility" repräsentiert und nun den Titel "Startup des Jahres 2026" tragen darf. Das Wiener Jungunternehmen überzeugte mit seiner mobilen Lösung zur Inspektion von Ventilen, die Lecks direkt vor Ort aufspüren kann. Dafür werden akustische Signale über einen speziellen Sensor erfasst, mit einem Smartphone verbunden und in Echtzeit ausgewertet. Werden Auffälligkeiten erkannt, kommt zusätzlich Künstliche Intelligenz zum Einsatz, um das Ausmaß des Schadens einzuschätzen und damit eine genauere Quantifizierung zu ermöglichen.

Laut Anna Maria Grausgruber (CGO und Co-Founderin von Senseven) handle es sich dabei quasi um ein "digitales Stethoskop". Den Nutzen der Innovation erklärt sie wie folgt: "In Einrichtungen wie Chemieanlagen erfüllen zehntausende Ventile wichtige Funktionen, doch zu jedem Zeitpunkt sind etwa zehn Prozent von ihnen undicht. Das hat negative Auswirkungen auf Sicherheit, Kosten und CO₂-Emissionen. Unser mobiles und digitales Inspektionssystem kann Lecks früh entdecken und so diese negativen Effekte stark reduzieren."

Für den Sieg darf sich Senseven über ein Preisgeld von 10.000 Euro von der Erste Bank und Sparkasse freuen. Zudem erhält das Startup ein PR-Paket im Wert von 10.000 Euro, ein Coaching vom Impact Hub, eine Wildcard für den EY Scale-up Award, zwei Tickets für die SKInnovation 2027, einen Beratungsgutschein von EY sowie eine Beratung durch Dharma Funding Solutions.

"Female Startup des Jahres" entwickelte intelligenten Chirurgie-Bohrer

Allerdings war Senseven nicht das einzige Startup, das sich im Rahmen der Verleihung über eine Auszeichnung freuen durfte. Auch heuer wurde nämlich der Sonderpreis "Female Startup des Jahres", gesponsert von Fund F by Female Founders, für das beste Jungunternehmen mit weiblichen Co-Foundern verliehen. Darüber freuen durfte sich in diesem Jahr das Startup Svan. Der Spin-off der MedUni Wien hat einen intelligenten Auto-Stop-Bohrer entwickelt, der verschiedene Gewebearten während eines chirurgischen Eingriffs in Echtzeit erkennt und automatisch exakt am vorgesehenen Punkt stoppt. Auf diese Weise sollen Operationen sicherer, Komplikationen reduziert und im Ernstfall Leben geschützt werden. Überreicht wurde der Award von Nina Wöss (Managing Partner von Fund F) an Gunpreet Coudert Oberoi, CEO & Founder von Svan.

Eindrücke der Verleihung sehen Sie in der Galerie.

www.sparkasse.at

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