Bildung entscheidender Faktor gegen Desinformation
iab Austria sieht Medienkompetenz als zentralen Schlüssel gegen Fake News

Das interactive advertising bureau austria bewertet die stärkere Verankerung digitaler Kompetenzen im Bildungssystem als wichtigen Schritt im Umgang mit Desinformationen.

Die im Zuge des Social-Media-Verbots für unter 14-Jährige vorgesehene stärkere Verankerung von Medienkompetenz im Bildungssystem wird vom interactive advertising bureau austria (iab austria) als wesentlicher Schritt in die richtige Richtung bewertet. Aus Sicht der Interessenvertretung der Digitalwirtschaft trägt dieser Ansatz dazu bei, Menschen im Umgang mit digitalen Medien zu stärken und sie für Herausforderungen wie Fake News und gezielte Desinformation zu sensibilisieren.

Desinformation, Manipulation und problematische Entwicklungen 

Seit mehr als einem Jahr bringt sich das iab austria aktiv in den Austausch mit politischen Entscheidungsträger:innen, Stakeholdern und Initiativen ein. Ziel sei es, Maßnahmen gegen Desinformation, Manipulation und problematische Entwicklungen auf globalen Plattformen zu diskutieren und mitzugestalten.

"Wir erleben jeden Tag, wie komplex die digitale Informationswelt geworden ist. Nur wer Inhalte einordnen und hinterfragen kann und versteht, wie Plattformen und Manipulation wirken, kann darin sicher navigieren und bewusst entscheiden. Deshalb hat das iab austria Medienkompetenz frühzeitig als prioritäres Thema in den politischen Dialog eingebracht und macht sich weiterhin dafür stark", sagt iab-austria-Vizepräsidentin Rut Morawetz.

Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Medien

Im Rahmen eines Round Tables im Österreichischen Parlament wurden erstmals Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Medien zusammengebracht, um unterschiedliche Perspektiven zu bündeln und konkrete Handlungsfelder zu definieren. Dabei wurde die Bedeutung von Medienkompetenz als grundlegende Voraussetzung für einen reflektierten Umgang mit digitalen und sozialen Medien sowie neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz hervorgehoben.

Die Aufnahme dieses Themas in das Bildungssystem stellt aus Sicht des iab austria einen wichtigen ersten Schritt dar. Gleichzeitig wird betont, dass Medienkompetenz nicht nur im schulischen Kontext relevant ist, sondern alle Alters- und Bildungsgruppen betrifft.

Regulierung und Bildung im Zusammenspiel

Die aktuellen Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung greifen laut iab austria zentrale Aspekte auf, die im Rahmen der bisherigen Arbeit zur Bekämpfung von Desinformation und Manipulation thematisiert wurden. Altersbeschränkungen werden dabei als ein Element einer umfassenderen Strategie gesehen.

Zugleich wird darauf hingewiesen, dass Plattformen weiterhin Verantwortung tragen und nicht von ihrer Pflicht entbunden werden dürfen. Darüber hinaus wird die Rolle von Qualitätsmedien als wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Informationssystems unterstrichen. Das geplante Social-Media-Verbot sollte daher im Zusammenspiel mit Bildungsmaßnahmen, Aufklärung und praktikabler Umsetzung betrachtet werden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

"Medienkompetenz bleibt der wichtigste Ansatz, damit Menschen in digitale Medien vertrauen und sich darin zurechtfinden. Die Befähigung aller Menschen im Umgang mit digitalen Medien ist eine Kernaufgabe des demokratischen Systems", so Morawetz abschließend.

www.iab-austria.at

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