Rück- und Ausblick der Unternehmensgruppe
Flughafen Wien plant Rekordinvestitionen für 2026

Nach einem wirtschaftlich stabilen Jahr richtet die Unternehmensgruppe den Blick nach vorn. Für 2026 sind umfangreiche Ausbau- und Modernisierungsvorhaben geplant, mit denen die Infrastruktur weiter gestärkt und die Servicequalität erhöht werden soll. 

Die Flughafen Wien AG hat die Jahreszahlen für 2025 vorgelegt. Das Unternehmen setzte seinen positiven operativen Trend fort, erzielte erneut Umsatzwachstum und lieferte trotz bilanzieller Belastungen ein solides Ergebnis ab. Gleichzeitig stehen für 2026 umfangreiche Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Infrastruktur an, begleitet von einer vorsichtigen finanziellen Prognose.

Geschäftsentwicklung 2025

Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Gesamtumsatz der Flughafen-Wien-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf 1.128,9 Millionen Euro. Haupttreiber für diese Zunahme waren das Wachstum bei den Passagierzahlen am Flughafen Wien und positive Entwicklungen im Non-Aviation-Geschäft.

Ein Einmaleffekt wirkte sich jedoch abschwächend auf das Ergebnis aus: aufgrund einer Wertberichtigung im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste in Höhe von 55,9 Millionen Euro verminderten sich die Ergebnisse vor Abschreibungen (EBITDA) und vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA fiel auf 412,4 Millionen Euro, das EBIT auf 279,5 Millionen Euro.

Das Periodenergebnis vor Minderheiten lag für 2025 bei 210,1 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von 239,5 Millionen Euro, was ebenfalls auf die Wertberichtigung zurückzuführen ist.

"Alle Segmente und Beteiligungen lieferten positive Ergebnisbeiträge – besonders erfreulich ist die starke Entwicklung in Malta. Der Flughafenausbau in Wien und Malta schreitet voran, nach Investitionen von 281,3 Millionen Euro im Jahr 2025, werden wir 2026 die Rekordsumme von rund 330 Millionen Euro investieren – in Wien zur Gänze aus Eigenmitteln finanziert. Trotz Tarifsenkung und schwieriger Rahmenbedingungen erwarten wir für 2026 eine stabile Ergebnisentwicklung mit rund 210 Millionen Euro. Während weltweit der Luftverkehr deutlich wächst, zieht Europa die regulatorische Handbremse und belastet die Branche mit falschen, diskriminierenden und wachstumshemmenden Regulierungen. Diese flugverkehrsfeindliche Ausrichtung der EU-Kommission bedarf einer dringenden Korrektur. Auch Österreich kann unterstützen, durch schnellere Verfahren und Genehmigungsprozesse und eine deutliche Reduktion der Flugabgabe", sagt Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Passagier- und Segmententwicklung

Laut dem Flughafen brachte 2025 ein Rekordpassagieraufkommen. Konkret wurden 32,6 Millionen Passagier:innen am Standort Wien abgefertigt, was einem historischen Höchstwert entspricht.

Auch die Verkehrsherkunft und Geschäftsbereiche trugen unterschiedlich zum Umsatz bei: Das Airport-Segment profitierte von der Verkehrsdynamik und Tarifanpassungen, während Handling- und Sicherheitsdienstleistungen besonders vom Frachtvolumen unterstützt wurden. Beim Retail- & Properties-Segment stiegen die Erlöse in Verbindung mit höheren Passagierzahlen.

"2025 brachte mit 32,6 Millionen Reisenden ein neues Rekord-Passagieraufkommen in Wien. Für 2026 ist der Ausblick mit rund 30 Millionen Passagier:innen verhalten, bleibt aber auf hohem Niveau. Unser Ziel für 2035 sind 40 Millionen Passagier:innen am Standort Wien", so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Laut Jäger bereite sich der Flughafen mit umfangreichen Investitionen in Qualität und Infrastruktur schon heute darauf vor. "Bis zum Sommer 2026 sind alle Sicherheitskontrollen mit CT-Scannern ausgestattet und wir verbessern das Aufenthaltserlebnis um mehr Serviceangebote wie neue Kinderbereiche und vieles mehr. Im zweiten Quartal 2027 geht die neue Terminal 3-Süderweiterung in Betrieb, Passagier:innen erleben dann auf 70.000 Quadratmetern zusätzliche Shopping- und Gastronomieangebote, neue und großzügige Lounges, eine große zentrale Sicherheitskontrolle und weitere Annehmlichkeiten. Danach beginnen die Erweiterungsarbeiten zur Verlängerung des Pier Nord um zusätzliche Gates und Parkpositionen für Großraum-Flugzeuge, die bis 2031 abgeschlossen sein soll", erklärt Jäger. 

Dividende und Aktionärsbeteiligung

Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,65 Euro je Aktie, auf dem Niveau des Vorjahres, auszuschütten. Damit werde die Beteiligung der Aktionär:innen am Unternehmenserfolg fortgeführt.

Auch die Belegschaft soll über die Privatstiftung an der Ausschüttung partizipieren. Über die Belegschaftsbeteiligungs-Privatstiftung, die zehn Prozent der Aktien hält, sollen auch alle Beschäftigten der Flughafen Wien AG davon profitieren. Die Ausschüttungsquote liegt damit bei rund 75 Prozent, die Dividendenrendite 2025 beträgt rund drei Prozent.

Investitionsschwerpunkt 2025 und 2026

Die Investitionstätigkeit wurde im Jahr 2025 deutlich ausgeweitet: In immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Immobilien flossen insgesamt 281,3 Millionen Euro, deutlich mehr als im Vorjahr. Das größte Vorhaben war die Terminal-Süderweiterung am Flughafen Wien mit 127,4 Millionen Euro.

Für 2026 plant der Konzern eine weitere Erhöhung der Investitionen auf rund 330 Millionen Euro. Diese sollen weitgehend aus eigenen Mitteln finanziert werden und umfassen den Abschluss der Terminal-3-Süderweiterung, den Bau des Office Park 4 Next, Modernisierungsmaßnahmen, etwa neue Sicherheitskontrollen mit CT-Scannern, sowie weitere infrastrukturelle Verbesserungen.

Ausblick auf 2026

Für das laufende Jahr erwartet die Flughafen Wien AG eine stabile Ergebnisentwicklung trotz herausfordernder Rahmenbedingungen. Die Prognose der Konzernführung sieht vor, dass das Periodenergebnis vor Minderheiten etwa auf dem Niveau von 210 Millionen Euro verbleiben kann.

Die Passagier-Guidance geht davon aus, dass die Gruppe insgesamt rund 41,5 Millionen Reisende und der Standort Wien rund 30 Millionen Passagier:innen zählen wird.

www.viennaairport.com

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