Mit der Sonderausstellung "Verspielte Symmetrie – Der Barockgarten als Kunstwerk" (Siehe Infoboxen) setzt sich Schloss Hof umfassend mit der historischen Gartenkunst des Barock auseinander. Die Schau ist bis 2. November 2026 zu sehen und wurde am Mittwoch im Festsaal von Schloss Hof feierlich eröffnet. Rund 200 Gäste aus Politik und Kultur nahmen daran teil, darunter Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der Generalsekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus Severin Gruber sowie Andreas Zabadal, Bürgermeister von Engelhartstetten.
Ausstellung widmet sich der barocken Gartenkunst
In insgesamt sieben Räumen wird der Barockgarten als vielschichtiges Gesamtkonzept präsentiert. Die von Katrin Harter (Schönbrunn Group) kuratierte Sonderausstellung rückt neben ästhetischen auch gesellschaftliche, technische und kulturelle Aspekte in den Fokus.
"Mit der neuen Sonderausstellung nehmen wir unsere Besucher:innen auf eine faszinierende Reise durch die Welt der barocken Gartenkunst mit. Wer heute durch die Alleen, Gärten und Wasserspiele von Schloss Hof wandelt, wird regelrecht von ihrer Magie in den Bann gezogen. Es ist ein Erlebnis, das zeigt, wie Barockgärten nicht nur Ausdruck von Macht und Wissen, sondern auch ein kunstvoll inszeniertes Lebensgefühl sind – und das bis heute begeistert und inspiriert", sagt Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group.
Gestaltung zwischen Ordnung und Inszenierung
Die Ausstellung zeigt, wie eng barocke Gärten mit den gesellschaftlichen Strukturen ihrer Zeit verbunden waren. Sie dienten sowohl der Repräsentation als auch dem Vergnügen der Eliten und spiegelten Macht, Wissen und ästhetisches Empfinden wider.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung von Pflanzen und Landschaftselementen. Blumen, Bäume und Sträucher wurden gezielt geformt und arrangiert, wodurch kunstvolle und streng strukturierte Anlagen entstanden.
Auch das Element Wasser spielt eine zentrale Rolle. Fontänen, Kaskaden und Becken sorgen für Bewegung innerhalb der geometrischen Strukturen, während gleichzeitig die dahinterstehenden technischen Systeme thematisiert werden.
Garten als kultureller und wirtschaftlicher Faktor
Neben der gestalterischen Dimension beleuchtet die Ausstellung auch die wirtschaftliche und touristische Bedeutung solcher Anlagen.
Severin Gruber, Generalsekretär im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus, verweist auf die Entwicklung der Schönbrunn Group: "Mit 5,26 Millionen Eintritten an ihren vier Standorten blickt die Schönbrunn Group auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Besonders beeindruckend ist der Zuwachs von 19 Prozent am Standort Schloss Hof, der mit über 300.000 Besucher:innen einen neuen Rekord erreicht hat. Dies verdeutlicht einmal mehr die zentrale Rolle der Schönbrunn Group als Förderer und Impulsgeber für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich. Speziell für das Marchfeld genießt Schloss Hof einen besonderen Stellenwert und zählt zu den bedeutendsten Attraktionen der Region. Ein vielfältiges und innovatives Programm – darunter die neue Sonderausstellung – lässt das kulturelle Erbe lebendig werden und begeistert zahlreiche Besucher:innen aus dem In- und Ausland."
Auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont die Bedeutung des Standorts: "Ausgestattet mit einem der bedeutendsten Barockgärten des deutschsprachigen Raumes ist Schloss Hof ein außergewöhnliches Kulturgut unseres Bundeslands, das das imperiale Erbe Österreichs abbildet. Als kulturtouristischer Hotspot Niederösterreichs vermittelt das Schloss Hof Besucher:innen die Geschichte unseres Landes und begeistert mit der Architektur des Gebäudes wie des Barockgartens, womit es kaum einen geeigneteren Ort als Schloss Hof für diese Ausstellung geben kann."
Vielschichtiger Blick auf ein Gesamtkunstwerk
Die kuratorische Konzeption legt den Fokus auf den Barockgarten als Zusammenspiel von Natur, Kunst und Technik. Dabei werden auch die vielfältigen Einflüsse auf andere Kunstformen wie Malerei, Literatur oder Theater sichtbar gemacht.
"Es war längst an der Zeit dem Thema 'Barockgarten' eine eigene Ausstellung zu widmen, haben wir doch in Schloss Hof eine der imposantesten Anlagen Österreichs. Bis heute übt ein barocker Garten auf uns eine Faszination aus, der man sich kaum entziehen kann. Was dahinter steckt, welche ausgeklügelten Planungen, welch großer Aufwand und welch gestalterische Details solch eine Anlage zum Gesamtkunstwerk machen, das möchten wir mit dieser Ausstellung beispielhaft veranschaulichen. Ausgewählte Exponate zeigen zudem, dass sich Formen und Stilelemente eines barocken Gartens in nahezu allen Sparten der Kunst widerspiegeln. Die Ausstellungsthemen kann man zudem anschließend bei einem Spaziergang durch den Schloss Hofer Barockgarten auf wunderbare Weise in die Praxis umgesetzt hautnah erleben", erläutert Kuratorin Katrin Harter abschließend den Ansatz der Ausstellung.
Eindrücke von der feierlichen Eröffnung finden Sie in Kürze in unserer Galerie.
www.schlosshof.at
www.schoenbrunn-group.com
Kommentar veröffentlichen