Am Dienstag hat der Flughafen Wien seine Jahresbilanz 2025 vorgestellt. Diese zeigt, dass das Unternehmen sowohl am Standort Wien als auch innerhalb der Flughafen-Wien-Gruppe neue Höchststände erzielt hat. Insgesamt wurden in der Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice 43.446.207 Passagier:innen gezählt. Das ist ein Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
32.559.115 Reisende am Standort Wien
Am Standort Wien stieg das Passagieraufkommen im selben Zeitraum auf 32.559.115 Reisende, was einem Zuwachs von 2,6 Prozent entspricht. "2025 war ein neues Rekordjahr für den Flughafen Wien: Mit 32,6 Millionen Passagier:innen haben wir am Standort Wien einen neuen Höchstwert erreicht", sagte Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.
Internationale Beteiligungen mit Passagierrekorden
Auch die internationalen Beteiligungen der Flughafen-Wien-Gruppe haben im vergangenen Jahr ein starkes Wachstum erreichen können. 2025 verzeichnete der Flughafen Malta einen Passagieranstieg auf 10.061.969 Reisende (+12,3 Prozent) und überschritt somit erstmals die Marke von zehn Millionen Passagier:innen. Der Flughafen Kosice erreichte ebenfalls ein starkes Wachstum von 12,2 Prozent auf 825.123 Reisende im Vergleich zum Vorjahr.
Top-Reiseziele 2025
Bei den beliebtesten Zielen ab Wien lagen 2025 Antalya, Mallorca und Barcelona vorn, bei den Langstreckenzielen Bangkok, New York und Taipeh. Zu den beliebtesten Reiseländern zählten Deutschland, Spanien und Italien.
Im Vorjahresvergleich verzeichnete das stärkste Passagierwachstum laut dem Flughafen die Türkei, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Passagierausblick 2026
Jäger rechnet 2026 mit einem leichten Passagierrückgang, wobei das Gesamtaufkommen allerdings weiterhin auf hohem Niveau bleiben soll. "Wir erwarten rund 30 Millionen Fluggäste in Wien und rund 41,5 Millionen in der Gruppe. Positiv tragen dazu die angekündigten Angebotserweiterungen von Austrian Airlines und zahlreichen weiteren Fluglinien bei, auch der asiatische Markt wächst stark. Gleichzeitig steigt der Kostendruck deutlich. Ryanair und Wizz Air reduzieren Kapazitäten und verlagern Streckenangebote nach Bratislava, wo es keine nationale Flugabgabe gibt. Das zeigt die Herausforderungen für die österreichischen Luftfahrtstandorte, die auch der Flughafen Wien spürt. Mit unserer Entgeltreduktion steigern wir zwar unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit, erforderlich wäre aber zusätzlich eine Abschaffung oder zumindest signifikante Reduktion der staatlichen Flugabgabe", so Jäger.
Finanzausblick 2026
"Dank eines Sparprogramms bei Sach- und Personalkosten wird die FWAG 2026 trotz Tarifsenkung und Passagierreduktion ein Nettoergebnis von 210 Millionen Euro erreichen, damit in der Höhe des für 2025 prognostizierten Ergebnisses. Da wir zukünftig wieder Wachstum erwarten, wird die Rekordsumme von rund 330 Millionen in Wien und in Malta investiert, die Investitionen am Standort Wien werden ohne Kredite aus Eigenmitteln gedeckt", so Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.
2026 startet laut Ofner neben dem Großvorhaben der Terminal 3-Süderweiterung und dem Spatenstich für den Office Park 4 Next mit 17.000 Quadratmetern Bürofläche, auch der Bau der neuen Schengen-Außengrenze Österreichs am Flughafen. "Für diese werden rund 6,5 Millionen Euro investiert. Dringend reformbedürftig ist die wachstumsfeindliche EU-Luftfahrtregulierung – alle Ziele, auch in der SAF-Entwicklung, werden aktuell verfehlt. Österreich muss endlich die im Regierungsprogramm versprochene Verfahrensbeschleunigung durch eine Novellierung des UVP-Verfahrens umsetzen", hält Ofner fest.
Für das Jahr 2026 rechnet der Flughafen Wien mit einem Umsatz von etwa 1,05 Milliarden Euro. Das EBITDA soll bei rund 415 Millionen Euro liegen. Beim Periodenergebnis erwartet das Unternehmen vor Minderheiten etwa 210 Millionen Euro, nach Minderheiten rund 185 Millionen Euro.
Bestes Frachtergebnis der Airport-Geschichte
Gleichzeitig erhöhte sich das Frachtvolumen gegenüber dem Vorjahr auf 313.763 Tonnen (Luftfracht und Trucking), ein Anstieg um 5,3 Prozent. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren laut dem Unternehmen vor allem der gezielte Ausbau des Langstreckenangebots, verbunden mit zusätzlichen Beiladekapazitäten, sowie deutlich steigende Volumina im E-Commerce- und Pharma-Bereich. Auch das Vienna Pharma Handling Center erreichte einen neuen Höchststand und lag damit um 6,4 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.
"Ein leistungsstarker Cargo-Sektor ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Flughäfen. Luftfracht sichert globale Warenströme und fördert wirtschaftliches Wachstum. Der Flughafen Wien übernimmt dabei eine Schlüsselrolle als Logistikdrehscheibe – und als wichtigstes Eintrittstor für Luftfracht nach Mittel- und Osteuropa. Mit globalen Airlines am Standort, einem spezialisierten Serviceangebot und einem starken Team sind wir dafür bestens aufgestellt", sagt Jäger abschließend.
www.viennaairport.com
Kommentar veröffentlichen