Fotos und Video vom Jahresausblick 2026
Skoda feiert 30 Jahre Octavia und startet nächste E-Offensive

Die Marke hat sich über die letzten Jahre zur unangefochtenen Nummer 2 am heimischen Automarkt entwickelt. Heuer steht neben dem Jubiläum des Bestsellers die Einführung zwei neuer Stromer am Programm. LEADERSNET.tv fragte bei den Markenverantwortlichen nach, wie sich der Rekordkurs fortsetzen und die Elektrifizierungsstrategie konkret ausgestalten soll.  

Mit 30.087 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 10,6 Prozent erzielte Škoda Österreich 2025 sowohl einen Zulassungs- als auch einen Marktanteilsrekord. Damit festigte die Marke Rang zwei im heimischen Markenranking. Fast jedes vierte hierzulande ausgelieferte Skoda-Fahrzeug war ein Octavia, der bereits zum fünften Mal das meistverkaufte Auto Österreichs war (LEADERSNET berichtete).

Im Rahmen der Pressekonferenz "Let’s explore more" im Autohaus Berger in Baden zog die Marke Bilanz – und gab zugleich einen Ausblick auf die kommenden Elektromodelle.

30 Jahre Octavia: Bestseller mit Langzeitwirkung

Mehr als 7,6 Millionen Einheiten des Octavia wurden seit 1996 weltweit verkauft, über 208.000 davon in Österreich. 2025 wurden hierzulande 7.932 Fahrzeuge neu zugelassen. Rund 130.000 Octavia sind aktuell noch auf Österreichs Straßen unterwegs. Der Kombianteil (Combi) liegt bei rund 95 Prozent.

Markus Stifter, Markenleiter Škoda Österreich, bezeichnete den Octavia als "Herz der Marke" und volumenstärkstes Modell im Portfolio. Er verwies darauf, dass mit ihm einst das erste "Simply Clever"-Detail Einzug gehalten habe – der Tickethalter an der A-Säule. Heute steht etwa der Regenschirm in den Vordertüren exemplarisch für jene praktischen Lösungen, die das Modell "aus der Masse herausheben".

Gastgeber und Autohaus-Geschäftsführer Manfred Berger verwies auf die Entwicklung des Octavia: "Wenn man sich die Historie von Skoda ansieht, weiß man, woher man kommt. Die Fahrzeuge wurden laufend besser." Das aktuelle Modell präsentiert sich "in einer tipptopp Ausstattung und in sehr vielen Varianten", so Berger. Die Konsument:innen hätten sich davon längst überzeugt.

Rekordjahr 2025 und europäische Perspektive

Skoda hat 2025 nicht nur in Österreich, sondern auch europaweit stark performt, so Markus Stifter. Man sei zur Nummer drei in Europa aufgestiegen und produziere "für Europa, in Europa". Die Nähe zu den Produktionsstandorten – rund 350 Kilometer von Baden entfernt – sei Teil des Erfolgsgeheimnisses einer "kerneuropäischen Marke", die es seit 130 Jahren gibt.

Das Produktportfolio wurde zuletzt durchgängig erneuert – "vom Fabia bis zum Superb". Gleichzeitig habe man mit den Elektromodellen zusätzliches Volumen generiert, ohne Rückgänge bei den Verbrennern verzeichnen zu müssen. All das hat in Summe zum Rekordjahr geführt.

Mit dem Elroq und dem Enyaq stellte die Marke 2025 zudem die beiden erfolgreichsten BEV-Modelle des Volkswagen-Konzerns in Österreich. Der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge lag mit diesen zwei Modellen bereits bei rund 20 Prozent. Auf Nachfrage von LEADERSNET wurde präzisiert: Die E-Verkäufe verteilten sich nahezu zu gleichen Teilen auf die beiden Modelle. Beim Elroq liege der Privatkundenanteil – bei für ein reines Elektroauto sehr hohen – rund 50 Prozent, während beim Enyaq Firmenkund:innen dominierten. Mit dem Markteintritt zwei weiterer E-Modelle (siehe unten) soll sich der BEV-Anteil bis 2027 auf rund 40 Prozent verdoppeln.

Epiq und Peaq: Einstieg und Flaggschiff

Mit dem Epiq bringt Škoda 2026 ein vollelektrisches City-SUV auf neuer MEB+-Plattform auf den Markt. Das Modell mit Frontantrieb soll bis zu 430 Kilometer Reichweite bieten und preislich in vielen Märkten auf dem Niveau eines Kamiq mit Verbrennungsmotor liegen - konkret wird es bei rund 25.000 Euro losgehen. Positioniert ist der Epiq als Einstiegsmodell in die batterieelektrische Palette. Er wird gemeinsam mit den Plattformbrüdern VW ID. Polo & ID.Cross sowie Cupra Raval in Spanien gebaut. Seine Weltpremiere feiert der Epiq im Mai, bestellbar ist er ab Juni 2026.

Im oberen Segment folgt im Sommer 2026 die Weltpremiere des Peaq ein vollelektrischer Siebensitzer und künftiges Flaggschiff der Marke. Er überträgt die Ideen der Konzeptstudie Vision 7S in die Serie und soll insbesondere Familien ansprechen.

Vision O: Elektrischer Kombi als Zukunftsbild

Als automobiler Stargast war in Baden zudem die Studie Vision O zu sehen – ein elektrifizierter Kombi mit weiterentwickelter "Modern Solid"-Designsprache, 650 Litern Kofferraumvolumen und KI-gestütztem Bedienkonzept.

Wolfgang Wurm, Geschäftsführer von Porsche Austria, sprach von einem Blick "in die Zukunft". Auch im Kombi-Segment werde es "immer elektrischer, immer weniger CO₂" geben. Die Vision O zeige, wohin die Reise gehen kann – möglicherweise noch in diesem Jahrzehnt.

Gregor Waidacher, stv. Leiter Unternehmens- und Markenkommunikation bei Porsche Austria, gab noch einige Details preis. Die Studie verstehe sich als konsequente Weiterentwicklung der Kombi-Tradition der Marke und als technologischer Ausblick auf kommende Fahrzeuggenerationen. Bei der Länge reiht sie sich zwischen Octavia und Superb Combi ein. Der Vision O ist erstmals vollständig aus Kundenperspektive gedacht worden – "von innen nach außen" –, wodurch insbesondere Bedienlogik, Raumgefühl und Funktionalität neu interpretiert wurden. Neben der markanten Front (Tech-Loop-Face) und der weiterentwickelten Modern-Solid-Designsprache rücke vor allem das Interieur in den Mittelpunkt: ein neu konzipiertes "Horizon"-Display für Fahrer:in und Beifahrer:in, KI-gestützte Assistenzsysteme sowie nachhaltige Materialien im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Mit der Vision O möchte Skoda zeigen, wie sich Effizienz, Digitalisierung und klassische Kombi-Tugenden künftig verbinden lassen.

Green Dealer: Nachhaltigkeit im Handel

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das "Green Dealer"-Konzept. Das Autohaus Berger ist nach dem Autohaus Reiser in Straßwalchen der zweite Standort in Österreich mit entsprechendem Status. Insgesamt gibt es hierzulande 82 Škoda-Händlerbetriebe, 15 davon sollen 2026 als Green Dealer geführt werden.

Das Konzept setzt auf energieeffiziente Architektur, reduzierte Glasflächen zur Minimierung von Kühl- und Heizbedarf, Fotovoltaik (50 kWp am Standort Baden), Begrünung der Fassade sowie optimierte Dämmung. Man wolle zeigen, "wo die Reise hingeht", so Wolfgang Wurm. Das Auto werde zunehmend umweltverträglicher, und dieses Bewusstsein solle sich auch im Autohaus widerspiegeln – als Ort, an dem man sich wohlfühle und ausreichend Zeit für Information und Auswahl habe.

Markenbotschafter mit E-Erfahrung

Für das kulinarische Rahmenprogramm sorgte Markenbotschafter und (TV-)Spitzenkoch Christoph "Krauli" Held, der selbst ein Enyaq Coupé fährt. Das Elektroauto bereite ihm "die größte Freude" und bringt ihn zuverlässig von A nach B. Besonders schätze er den veränderten Fahrkomfort und die bewussten Ladepausen, die sich für Büroarbeit oder einen Spaziergang nutzen lassen. Er sei, wie er augenzwinkernd formulierte, "mittlerweile eins mit dem Auto".

Fazit und Video-Interviews

Mit dem Jubiläum des Octavia, einem Rekordjahr im Rücken und einer klar definierten E-Offensive scheint Skoda gut aufgestellt zu sein, um in das nächste Kapitel seiner Markengeschichte zu starten – mit dem Ziel, die starke Position am österreichischen Markt weiter auszubauen. 

Was Markus Stifter, Wolfgang Wurm, Manfred Berger und "Krauli" im Rahmen der Veranstaltung noch gesagt haben, sehen Sie im LEADERSNET.tv-Video.

Fotos vom "Let's explore more"-Event sehen Sie in den Galerien hier und hier.

www.skoda.at

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