Xing-Wechselwilligkeitsstudie
Frauen bleiben ihrem Arbeitgeber häufiger treu als Männer

Laut aktueller Xing-Wechselwilligkeitsstudie schätzen Arbeitnehmerinnen an ihrem aktuellen Job vor allem den kollegialen Zusammenhalt, Jobsicherheit und ihre konkreten Arbeitsaufgaben. Auch Wertschätzung und Zufriedenheit spielen für Frauen eine deutlich größere Rolle als für ihre männlichen Kollegen.

Rund 45 Prozent der Frauen hierzulande erwägen heuer einen Jobwechsel oder haben gar schon konkrete Pläne diesbezüglich. Das sind zwar etwas mehr als im vergangenen Jahr (2025: 42%), aber trotzdem bleibt die Wechselbereitschaft weiterhin deutlich unter jener der Männer (51%). Das zeigt die aktuelle Xing Wechselwilligkeitsstudie 2026, für die das Meinungsforschungsinstitut forsa 1.006 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Österreich befragt hat. Demnach möchten Frauen nicht nur häufiger als Männer langfristig beim aktuellen Arbeitgeber bleiben (Frauen: 50% | Männer: 46%), sondern sind auch öfter "sehr" oder "eher zufrieden" mit der aktuellen Tätigkeit (Frauen: 85% | Männer: 82%). 

Die wichtigsten Gründe fürs (nicht) Wechseln

Gefragt nach den Gründen für ein Bleiben bei dem:der aktuellen Arbeitgeber:in, betonen Frauen, dass sie vor allem den kollegialen Zusammenhalt (65 %), die Jobsicherheit (56 %), ihre Arbeitsaufgaben (52 %), ihr Gehalt (49 %) und die Wertschätzung durch den:die Arbeitgeber:in (43 %) schätzen. Für Männer sind die Faktoren Zusammenhalt (55%), Arbeitsaufgaben (44%) sowie Wertschätzung (34%) hingegen deutlich weniger ausschlaggebende Gründe. Dafür fühlen sich Männer mit 26 Prozent deutlich häufiger aufgrund der Unternehmenskultur an ihre:n aktuelle:n Arbeitgeber:in gebunden (Frauen: 19%).

Dem gegenüber stehen bei den Frauen allerdings ein zu niedriges Gehalt (43%), ein hohes Stresslevel (34%), die Lust auf Abwechslung (31%), Unzufriedenheit mit der Führungskraft (29%) sowie fehlende Aufstiegschancen (27%), die zum Wechseln motivieren. 

Erwartungen an zukünftige Arbeitgeber:innen

Von ihren potenziellen neuen Arbeitgeber:innen erwarten Frauen vor allem ein höheres Gehalt (70%), einen langfristig sicheren Job (59%), flexible Arbeitszeiten sowie einen attraktiven, gut erreichbaren Standort (je 57%). Zudem legen Frauen mit 41 Prozent tendenziell mehr Wert darauf, dass ihr neuer Job keine Wochenend-, Nacht- oder Feiertagsarbeit verlangt (Männer: 35%). Ähnlich viele (38%) wünschen sich Homeoffice bzw. Remote-Arbeit. Nicht zuletzt legen Frauen auch relativ großen Wert auf Engagement für das psychische Wohlergehen der Mitarbeiter:innen (25%) bzw. eine betriebliche Gesundheitsvorsorge (24%).

Individualisierte Benefits haben hingegen eine geringere Bedeutung für Frauen. So ist 49 Prozent der Frauen unwichtig, ob Hunde im Büro erlaubt sind, 37 Prozent legen keinen Wert auf Unterstützung bei der Kinderbetreuung und 35 Prozent ist die Möglichkeit von Jobsharing unwichtig. Ebenso zählen Workations (34%), Sabbaticals (21%) oder eine Vier-Tage-Woche bei gleicher Wochenarbeitszeit (14%) für die meisten Frauen eher nicht zu den ausschlaggebenden Faktoren bei der Jobsuche.

Blick in berufliche Vergangenheit und Zukunft

Nicht zuletzt wirft die Studie auch einen Blick in die Vergangenheit, auf die bisherigen Karriereschritte der Befragten. Dabei zeigte sich, dass 17 Prozent der Frauen noch nie den:die Arbeitgeber:in gewechselt haben – bei den Männern sind es nur zwölf Prozent. Gefragt nach den Erfahrungen beim Jobwechsel, berichten zudem lediglich sieben Prozent von nicht erfüllten Erwartungen an das neue Unternehmen oder einem Bereuen des Wechsels. Für 73 Prozent der Frauen wurden dagegen die mit dem letzten Jobwechsel verbundenen Erwartungen vollständig oder zumindest teilweise erfüllt.

Abschließend zeigt sich, dass Frauen auch deutlich zuversichtlicher auf ihre berufliche Zukunft blicken – so äußern 86 "eher geringe" oder "überhaupt keine Sorgen", dass ihnen im heurigen Jahr gekündigt werden könnte.

www.xing.com

Über die Studie

Bei der Studie handelt es sich um eine forsa-Online-Umfrage, die im Dezember 2025 sowie im Januar 2026 unter 1.006 volljährigen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (Arbeitende und Angestellte) in Österreich im Auftrag von Xing durchgeführt wurde.

Die Wechselbereitschaft setzt sich aus zwei Kategorien zusammen: den Erwerbstätigen, die konkret planen, in diesem Jahr den:die Arbeitgeber:in zu wechseln, sowie den Erwerbstätigen, die offen für einen Jobwechsel sind, aber noch keine konkreten Schritte unternommen haben.

Die forsa-Studie zur Wechselbereitschaft im Auftrag von Xing wird seit 2019 in Österreich erhoben. Sie befasst sich mit Themen wie der Arbeitszufriedenheit und der Wechselbereitschaft von Beschäftigten sowie den Wünschen von Beschäftigten an Arbeitgeber:innen. Zum Studiendesign gehört dabei ein modularer Fragebogen mit einem festen, wiederkehrenden Fragenteil für den Zeitvergleich sowie variablen Fragen, die auf aktuelle Entwicklungen Bezug nehmen. 

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Über die Studie

Bei der Studie handelt es sich um eine forsa-Online-Umfrage, die im Dezember 2025 sowie im Januar 2026 unter 1.006 volljährigen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (Arbeitende und Angestellte) in Österreich im Auftrag von Xing durchgeführt wurde.

Die Wechselbereitschaft setzt sich aus zwei Kategorien zusammen: den Erwerbstätigen, die konkret planen, in diesem Jahr den:die Arbeitgeber:in zu wechseln, sowie den Erwerbstätigen, die offen für einen Jobwechsel sind, aber noch keine konkreten Schritte unternommen haben.

Die forsa-Studie zur Wechselbereitschaft im Auftrag von Xing wird seit 2019 in Österreich erhoben. Sie befasst sich mit Themen wie der Arbeitszufriedenheit und der Wechselbereitschaft von Beschäftigten sowie den Wünschen von Beschäftigten an Arbeitgeber:innen. Zum Studiendesign gehört dabei ein modularer Fragebogen mit einem festen, wiederkehrenden Fragenteil für den Zeitvergleich sowie variablen Fragen, die auf aktuelle Entwicklungen Bezug nehmen. 

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