Insolvenzverfahren beantragt
Millionenpleite eines bekannten Hotels samt Restaurant

| Larissa Bilovits 
| 15.01.2026

Als Gründe werden ausbleibende Buchungen für Firmenseminare sowie ein misslungener Neustart des Restaurantbetriebs genannt.

Die Hotel Landliebe GmbH hat am 15. Jänner beim Landesgericht für ZRS Graz die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Unternehmen betreibt im steirischen Söchau das Hotel "Landliebe" samt angeschlossenem Restaurant. Als Gesellschafter und Geschäftsführer fungieren Helena und Georg Schlatzer.

Insolvenzursachen

Als Hauptgründe für die wirtschaftliche Schieflage werden mehrere Faktoren genannt. Konkret wurde die Liegenschaft im Februar 2025 übernommen und nach umfassenden Renovierungsarbeiten am 7. März 2025 wiedereröffnet. In der Folge seien die Umsätze jedoch hinter jenen der früheren Betreiber zurückgeblieben. Vor allem das Geschäft mit Firmenseminaren habe sich schwächer als erwartet entwickelt, und auch der Neustart des Restaurants habe nicht den erhofften Erfolg gebracht. Zusätzlich hätten gestiegene Kosten die finanzielle Situation belastet, sodass schließlich Zahlungsunfähigkeit eingestanden werden musste.

Die Passiva belaufen sich laut Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) auf rund 1,84 Millionen Euro, wobei der Großteil auf Bankverbindlichkeiten entfalle. Dem stehen Aktiva zu Buchwerten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro gegenüber.

Fortführung unklar

Dem verfahrenseinleitenden Antrag ist derzeit nicht zu entnehmen, ob eine Fortführung des Betriebs oder eine Sanierung des Unternehmens angestrebt wird. Gläubiger:innen können ihre Forderungen bis 12. März anmelden. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Bertram Schneeberger bestellt, die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 26. März anberaumt.

www.akv.at

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