Arbeitsmarktreport attestiert Höchststand
In Österreich sind mehr "KI-Jobs" denn je ausgeschrieben

| Tobias Seifried 
| 02.03.2026

Laut aktuellem Arbeitsmarktreport steigt der Anteil von Stelleninseraten mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz kontinuierlich. Auch kleine und mittlere Unternehmen investieren verstärkt in entsprechendes Know-how.

Der Anteil an Stelleninseraten, die Begriffe wie "Künstliche Intelligenz", "Machine Learning" oder KI-Chatbots wie ChatGPT oder Copilot nennen, ist in den vergangenen zehn Jahren stetig gestiegen. 2025 erreichte der Anteil dieser "KI-Jobs" mit drei Prozent einen bisherigen Höchstwert. Das geht aus einer Analyse für den aktuellen Arbeitsmarktreport von karriere.at hervor.

KMU heizen Nachfrage an

Besonders dynamisch entwickelte sich demnach zuletzt die Nachfrage bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Während große Unternehmen über Jahre hinweg kontinuierlich verstärkt Mitarbeitende mit KI-Kompetenzen suchten, war bei KMU zwischen 2021 und 2024 ein Rückgang zu beobachten. 2025 schrieben sie schließlich mehr KI-bezogene Stellen aus als je zuvor.

KI-Jobs auf karriere.at

"Drei Prozent klingt auf den ersten Blick wenig. Einerseits zeigt jedoch die Entwicklung eine große Dynamik: Mittlerweile gibt es kein Berufsfeld mehr, das vom KI-Boom nicht betroffen ist. Und auch KMU sind nach einer Phase der Zurückhaltung jetzt bereit, in KI-Know-how zu investieren", erklärt Georg Konjovic, CEO von karriere.at.

Zugleich gehe man davon aus, dass zahlreiche Positionen den Einsatz von KI-Tools voraussetzen, ohne dies explizit im Inserat zu nennen. Die Ausschreibungen bezögen sich überwiegend auf KI-Expert:innen oder -Entwickler:innen und nur selten auf Anwender:innen, so Konjovic.

Auswirkungen auf Einstiegspositionen

Internationale Datenanalysen und Unternehmensbefragungen legen nahe, dass der KI-Boom insbesondere Routinetätigkeiten automatisiere und dadurch Einstiegspositionen unter Druck geraten könnten. Auf der Jobplattform zeige sich jedoch lediglich ein leichter Rückgang: 2025 lag der Anteil an Einstiegsjobs bei 14 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Einstiegsjobs auf karriere.at

Am stärksten fiel das Minus laut Arbeitsmarktreport im Rechtswesen aus. Dort sank der Anteil an Einstiegspositionen von 16 Prozent im Jahr 2024 auf zwölf Prozent im Jahr 2025 – ein Rückgang um vier Prozentpunkte. In den meisten der insgesamt 20 analysierten Berufsfelder betrug das Minus rund einen Prozentpunkt. Keinen Rückgang verzeichneten die Bereiche Sachbearbeitung sowie Technik und Ingenieurwesen. Leicht gestiegen ist der Anteil an Einstiegsstellen hingegen in Gastronomie und Tourismus (+2 Prozentpunkte), in Produktion und Handwerk (+1 Prozentpunkt) sowie in Wissenschaft und Forschung (+1 Prozentpunkt).

www.karriere.at

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