Fotos von der Veranstaltung
invest.austria conference 2025 vereinte Politik, Kapital und Innovation

| Redaktion 
| 09.11.2025

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Themen wie der neue österreichische Dachfonds, Defence-Tech und künstliche Intelligenz.

Am 5. November 2025 fand im Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn die fünfte invest.austria conference statt – mit einem neuen Besucherrekord. Rund 500 Teilnehmer:innen aus 21 Ländern diskutierten über die aktuellen Herausforderungen und Chancen des europäischen Kapitalmarktes. Auf dem Programm standen 20 Agendapunkte, darunter Panels, Keynotes, Start-up-Pitches und Workshops. Zusätzlich wurden über 150 Fachgespräche und Networking-Formate abgehalten.

"Der Erfolg der diesjährigen invest.austria conference freut uns besonders, weil er zeigt, was mittlerweile ins allgemeine Bewusstsein gedrungen ist: Politik, Innovation und Kapital müssen zusammenkommen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, um den wirtschaftlichen Stillstand zu überwinden", sagte Niki Futter, Präsident von invest.austria und ergänzte: "Die Energie, die hier spürbar ist, die klugen Impulse aus den Sessions und die Weckrufe globaler Investor:innen verdeutlichen: Wir müssen jetzt handeln."

Mut, Weitblick und Vertrauen

Auch Bundeskanzler Christian Stocker unterstrich in einer Videobotschaft die Bedeutung der Konferenz für den Standort Österreich: "Die invest.austria conference zeigt, was unser Land in herausfordernden Zeiten braucht: Mut, Weitblick und Vertrauen in die Zukunft. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren sehen wir erste Zeichen eines Aufschwungs. Staatliche Mittel allein werden nicht ausreichen, um unseren Standort wettbewerbsfähig und zukunftsfit zu machen – wir brauchen privates Kapital, das die Zukunft finanziert. Ein funktionierender Kapitalmarkt ist Motor für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Als Bundeskanzler stehe ich an der Seite all jener, die in Österreichs Zukunft investieren."

Österreichischer Dachfonds als Schlüsselprojekt

Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf dem geplanten österreichischen Dachfonds, einem neuen Instrument zur Mobilisierung privaten Kapitals. Die Initiative, von invest.austria angestoßen und nun von der Bundesregierung umgesetzt, soll Pensionskassen und Versicherungen stärker in den Risikokapitalmarkt einbinden und langfristig Wachstum für innovative Unternehmen sichern.

Über Struktur und Wirkung des Fonds diskutierten unter anderem Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Oliver Holle (Speedinvest), Jörg Goschin (KfW Capital) und Ulrich Grabenwarter (European Investment Fund). "Das Wichtigste ist es, ein marktmäßiges Produkt zu entwickeln, nur dann kann es seine Wirkung entfalten. Seine Struktur muss transparent und für Investor:innen nachvollziehbar sein. Für das Fondmanagement-Team zählen vor allem: der Trackrecord und die professionelle Zusammensetzung des Teams", erklärte Goschin, CEO der deutschen KfW Capital.

"Wir haben ein Investment von zehn Millionen Euro von BPI France erhalten (dem französischen Dachfonds), das an die Bedingung geknüpft war, einen Teil in Frankreich zu investieren. Das hat dazu geführt, dass wir mittlerweile ein Team von sieben Personen in Paris haben. Das verdeutlicht, wie so ein Dachfonds weit über die reine Kapitalvergabe hinausgehen und nachhaltige Standorteffekte schaffen kann", ergänzte Holle. Und er mahnte mit Blick auf Österreichs Potenzial: "Wenn wir (SpeedInvest) mehr Kapital von Pensions- und Versicherungsfonds aus England, Italien und Frankreich erhalten als aus Österreich, läuft etwas schief. Österreich hat enormes Potenzial, wir müssen es nur endlich ausschöpfen. Also los, let's do it!"

Internationale Perspektiven und Zukunftsthemen

Neben dem Dachfonds prägten globale Kapitalstrategien, Künstliche Intelligenz und Defence-Tech die Diskussionen. Vertreter:innen internationaler Fonds und Technologieunternehmen beleuchteten, wie Europa im globalen Wettbewerb aufholen kann. Zu den Speaker:innen zählten unter anderem Alec McShane (Palantir Technologies), Larysa Marchenko (EY, Ukraine Reconstruction Lead), Laurits Bach Sørensen (Nordic Alpha Partners), Maximilian Kempken (Verdane), Jonathan Crook (UK Government), Jeremy Scheibböck (Potrero Capital) und Xiaomin Mou (IFC).

Ihre gemeinsame Botschaft war klar: "Europe, be bold" und "The time is now".

Europa darf keine Zeit verlieren

Mit deutlichen Worten eröffnete Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Konferenz: "Der Titel unserer diesjährigen Konferenz – 'Storm Ahead, Still Asleep?' – bringt es auf den Punkt. Wir alle hier spüren den Sturm, der auf uns zukommt. Der globale Wettbewerb wird härter, Kapital fließt schneller, als Politik reagieren kann, und das geopolitische Umfeld wird instabiler. Europa darf keine Zeit verlieren. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden andere den Takt vorgeben. Also: Wachen wir auf und reden wir darüber, wie es weitergeht!"

Start-ups und Networking im Mittelpunkt

Neben Vorträgen und Panels stand der direkte Austausch im Vordergrund. Über 150 persönliche Meetings, Startup-Pitches und Workshops boten Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und Kooperationen anzustoßen. Mehr als 20 Start-ups aus den Bereichen KI, Defence und Deeptech präsentierten ihre Lösungen und erhielten direktes Feedback aus der Investor:innen-Community.

Einen Eindruck von der Veranstaltung können Sie sich hier machen. 

www.invest-austria.com

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