Gleichstellung, Gerechtigkeit und Solidarität
Bundesministerin Holzleitner verlieh Österreichischen Frauenpreis

Am 4. November wurden im feierlichen Rahmen all jene Frauen ausgezeichnet, die mit ihrem Engagement, ihrer Forschung und ihrem Einsatz für Gleichstellung, Gerechtigkeit und Solidarität Maßstäbe setzen. 

Im Rahmen des Österreichischen Frauenpreises werden bemerkenswerte frauen- und gleichstellungspolitische Leistungen sowie Persönlichkeiten mit Vorbildwirkung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen mit dem Käthe Leichter-Staatspreis, Käthe Leichter-LebenswerkpreisKäthe Leichter-PreisGrete Rehor-Staatspreis und dem Grete Rehor-Preis gewürdigt 

Die Käthe Leichter-Preise, benannt nach der Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Käthe Leichter, werden für herausragende Leistungen um die Frauen- und Geschlechterforschung, insbesondere im Bereich der Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften, wie auch um die Frauenbewegung und die Herstellung von Geschlechtsgerechtigkeit, verliehen. Die Grete Rehor-Preise erinnern wiederum an die erste österreichische Bundesministerin Grete Rehor und sollen all jene Frauen auszeichnen, die durch ihr Wirken einen nachhaltigen Beitrag zu Chancengleichheit, Innovation und gesellschaftlichem Fortschritt leisten.

"Gleichstellung ist kein Zustand, sondern ein Prozess, für den es Mut, Haltung und Solidarität braucht. Sie entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch aktives Handeln, durch Vorbilder, durch Frauen, die ihre Stimme erheben und etwas bewegen", so Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner.

Heurige Preisträgerinnen – Käthe Leichter

Der Käthe Leichter-Staatspreis ging heuer an Claudia Wilhelm und wurde von der Frauenministerin gestiftet. Wilhelm machte sich insbesondere durch ihre Leistungen auf dem Gebiet der Frauen- und Geschlechterforschung verdient. Kern ihrer Forschung bildet die Frage, wie in digitalen Medien traditionelle Geschlechterrollen rezipiert, verstärkt und überwunden werden. Durch ihre Forschung trägt sie sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene maßgeblich zur Weiterentwicklung aktueller Debatten in den Gender Studies sowie in der Kommunikationswissenschaft bei. 

Ebenfalls von der Frauenministerin gestiftet ist der Käthe Leichter-Lebenswerkpreis, der an Anna Hackl überreicht wurde. Hackl ist bekannt für ihren Widerstand gegen den Nationalsozialismus, ihre Arbeit als Zeitzeugin und hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz die Rolle der Frauen in der Geschichte Österreichs nachhaltig geprägt. Preisträgerin des Käthe Leichter-Preis, gestiftet von der Arbeiterkammer Wien, ist Elisa Heinrich. Sie wurde für ihre besondere Leistung in der historischen Erforschung der Frauenbewegung ausgezeichnet. Jener, der von der Oesterreichischen Nationalbank gestiftet wurde, ging wiederum an Jana Schultheiß. Überreicht wurde er für ihr überaus großes Engagement in den Bereichen feministische Ökonomie, Gender Budgeting und Sozialpolitik. 

Heurige Preisträgerinnen – Grete Rehor

Der Grete Rehor-Staatspreis, ebenfalls von der Frauenministerin eingebracht, wurde Sonja Aziz überreicht. Sie setzt sich als Familienrechts- und Opferschutzanwältin seit Jahren für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen ein und arbeitet seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn eng mit Frauenberatungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen zusammen, wo sie sowohl Klientinnen als auch Mitarbeiterinnen rechtlich berät. Darüber hinaus trägt sie durch Vorträge und Workshops sowie ihre mediale Präsenz und ihr öffentliches Engagement zur gesellschaftlichen Sensibilisierung für Gewaltschutz bei und setzt sich auf diesem Weg für strukturelle Verbesserungen im Justizsystem ein. Gewinnerin in der Kategorie Grete Rehor-Preis Wirtschaft, gestiftet von BMWET, ist wiederum Gelinde Heil. Mit der Auszeichnung werden ihre Leistungen als Gründerin von Science Pool, einem der führenden Anbieter im Bereich der Wissenschaftsvermittlung, prämiert. Sie nutzt zudem ihr didaktisches Talent sowie großes Engagement, um Mädchen und junge Frauen in MINT-Bereichen zu fördern.  

Die beiden Auszeichnungen Grete Rehor-Preis Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt ging zum einen an Ilkay Idiskut – gestiftet von BMB. Sie wurde für ihr Engagement im Bereich der Bildungsgerechtigkeit und der Gleichstellung geehrt. Und zum anderen an Ilse Reiter-Zatloukal – gestiftet von BMASGPK und überreicht für ihr Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter in Lehre und Forschung sowie als Vertreterin des wissenschaftlichen Personals und Förderin neuer Generation an Studierenden an der Universität Wien. Der Grete Rehor-Preis für Wirtschaftswissenschaften, aus der Hand der Oesterreichischen Nationalbank, ging wiederum an Sylvia Frühwirth-Schnatter. Den Preis erhielt sie für ihre Leistungen als führende Expertin im Bereich der Statistik und Ökonometrie und ihren Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern in diesem nach wie vor männerdominierten Feld. Sylvia Frühwirth-Schnatter ist als Vorbild für weibliche Studierende und engagierte Nachwuchsförderin bekannt, deren Forschungsbeiträge weltweit publiziert und ausgezeichnet wurden. Besonders hervorzuheben sind hier ihre Errungenschaften in der Entwicklung statistischer Methoden, die zur Messung und Sichtbarmachung von Zusammenhängen zwischen Mutterschaft, Karrierechancen und Einkommen genutzt werden.

In der Kategorie "MINT und Digitalisierung" – einerseits gestiftet vom Frauenfonds LEA und andererseits vom BKA – Staatssekretariat für Digitalisierung – ging zum einen an Brigitte Lutz, für ihren Einsatz zur Förderung von Frauen in der IT sowie ihre Leistungen in den Bereichen Open Date und Datenmanagement – und zum anderen an die AIT-Expertin Anna Huditz, die für herausragende Leistungen im Infrastruktur- und Verkehrsmanagement sowie ihr Engagement als Role Model für Frauen in Technik und Forschung mit dem Preis gewürdigt wurde.

www.bmfwf.gv.at

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