LEADERSNET: Sehr geehrte Frau Kohler, Planlicht steht hierzulande seit Jahrzehnten für Lichtlösungen "Made in Tirol". Wie unterscheidet sich Ihr Unternehmen konkret von anderen Anbietern am Markt?
Felicitas Kohler: Planlicht steht für architektonische Leuchten und Lichtlösungen, die höchste Qualität mit individueller Gestaltung verbinden – und das seit 1986. Als Tiroler Familienunternehmen mit 40 Jahren Expertise bieten wir keine Massenware, sondern maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Projekte. Was uns besonders macht, ist unser ganzheitlicher Anspruch: Wir begleiten unsere Kund:innen partnerschaftlich – von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung – und setzen dabei auf höchste Servicestandards, innovative LED-Technologie und nachhaltige Materialien & Fertigung.
Unser "Planlicht Promise" bringt diese Mission auf den Punkt: Wir entwickeln Lichtlösungen, die Architektur unterstreichen, Räume gestalten und Menschen unterstützen – mit einem klaren Fokus auf Design, Funktion und Qualität. Dabei vereinen wir technisches Know-how mit gestalterischer Präzision und bleiben flexibel, um auf individuelle Anforderungen einzugehen. Diese Kombination aus Verlässlichkeit, Innovationskraft und echter Leidenschaft für Licht macht uns zu einem starken Partner.
LEADERSNET: Wenn Sie auf die Entwicklung der letzten Jahre oder Jahrzehnte blicken – wie hat sich der Anspruch an "gutes" Licht verändert?
Kohler: Licht wird heute deutlich differenzierter betrachtet als noch vor einigen Jahrzehnten. Früher standen Helligkeit und Energieeffizienz im Vordergrund – heute geht es um Lichtqualität im umfassenden Sinn: Farbwiedergabe, Entblendung, Lichtverteilung und Steuerbarkeit sind zentrale Kriterien geworden. Auch die Rolle von Licht im Raum hat sich verändert. Es wird gezielt eingesetzt, um Atmosphäre zu schaffen, Orientierung zu geben und unterschiedliche Nutzungsszenarien zu unterstützen – sei es konzentriertes Arbeiten, Kommunikation oder Rückzug. Dabei spielt nicht nur die Lichttechnik eine Rolle, sondern auch die Positionierung und Integration in die Architektur.
Nachhaltigkeit ist ebenfalls ein fester Bestandteil der Lichtplanung geworden – sowohl in Bezug auf Materialien als auch auf die Lebensdauer und Energieeffizienz der Produkte. "Gutes" Licht ist heute ein Zusammenspiel aus technischer Präzision, gestalterischem Verständnis und funktionaler Relevanz.
LEADERSNET: Immer mehr Menschen verbringen heute den Großteil ihres Tages in künstlich beleuchteten Räumen. Warum ist es gerade heute so entscheidend, sich intensiver mit dem Thema Lichtqualität auseinanderzusetzen?
Kohler: Licht beeinflusst unser Wohlbefinden, unsere Konzentration und unseren natürlichen Rhythmus. In einer Welt, in der wir den Großteil unserer Zeit in Innenräumen verbringen, ist es entscheidend, dass künstliches Licht nicht nur funktional, sondern hochwertig und auf den Menschen abgestimmt ist. Lichtqualität bedeutet für uns: die passende Lichtfarbe, eine durchdachte Entblendung, stimmige Atmosphäre – und das alles auf Basis nachhaltiger Technologie.
Dennoch wird Beleuchtung bei Bauprojekten oft erst spät berücksichtigt – als rein funktionales Element. Dabei wird oft unterschätzt, wie essenziell hochwertiges Licht für die Raumwirkung und die Nutzer:innen ist. Natürlich spielt das Design der Leuchte eine Rolle – doch die eigentliche Magie entfaltet sich im Inneren. Genau hier setzen wir bei Planlicht an: mit architektonischen Leuchten, die nicht nur optisch überzeugen, sondern auch technologisch durchdacht sind – für Lichtlösungen, die Räume gestalten und Menschen in den Mittelpunkt stellen.
LEADERSNET: In diesem Zusammenhang hört man immer wieder vom Konzept des sogenannten "Human Centric Lighting", das den Menschen in den Mittelpunkt der Lichtplanung rückt. Was versteht man darunter ganz konkret – und worin unterscheidet sich dieser Ansatz von herkömmlicher Beleuchtung?
Kohler: Human Centric Lighting (HCL) orientiert sich am natürlichen Tageslichtverlauf und unterstützt den menschlichen Biorhythmus. Ziel ist es, Licht nicht nur funktional, sondern gezielt wirkungsorientiert einzusetzen – abgestimmt auf Tageszeit, Tätigkeit und Umgebung. Während herkömmliche Beleuchtung oft statisch und gleichförmig ist, setzt HCL auf dynamische Lichtverläufe. In der Praxis bedeutet das: Lichtlösungen, die morgens anregend wirken, mittags fokussieren und abends zur Ruhe führen. HCL bezieht sich allerdings nicht nur auf die Technologie, sondern auch auf die optimale Beleuchtung der Räumlichkeiten und die Positionierung der Leuchten. Bei Planlicht integrieren wir diesen Ansatz gezielt und unser Team von Lichtdesigner:innen schafft das ideale Beleuchtungskonzept für individuelle Projekte.
LEADERSNET: Mit Ihren "quiet"-Akustikleuchten haben Sie eine Produktlinie geschaffen, die Hören & Sehen verbindet. Welche konkreten Vorteile bieten Akustikleuchten gegenüber klassischen, getrennten Lösungen, und in welchen Einsatzbereichen können diese am besten ihre Wirkung entfalten?
Kohler: Unsere "quiet"-Akustikleuchten vereinen Licht und Akustik in einem Produkt – und das mit einem klaren Designanspruch. Der Vorteil liegt auf der Hand: weniger Elemente im Raum, mehr gestalterische Freiheit und eine ganzheitliche Lösung für visuelle und akustische Anforderungen. Besonders in offenen Bürolandschaften, Besprechungsräumen oder Bildungseinrichtungen tragen diese Leuchten wesentlich zur Raumqualität bei: Sie verbessern die Akustik durch gezielte Schallabsorption und schaffen zugleich eine ausgewogene Lichtatmosphäre – ein spürbarer Beitrag zu konzentriertem Arbeiten und angenehmem Miteinander.
Auch gestalterisch setzen unsere Akustikleuchten Akzente: Die integrierten Absorber sind in verschiedenen natürlichen Materialien erhältlich und bieten vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Raumgestaltung. So verbinden sie funktionale Wirkung mit ästhetischem Anspruch – und werden zum visuellen wie akustischen Designelementen.
LEADERSNET: Mit Blick in die Zukunft: Wohin wird sich das Thema Beleuchtung Ihrer Ansicht nach in den kommenden Jahren entwickeln? Gibt es Trends oder Innovationen, die Sie besonders spannend finden – vielleicht sogar über Licht und Akustik hinaus?
Kohler: Die Zukunft der Beleuchtung ist digital, vernetzt und noch stärker auf den Menschen ausgerichtet. Intelligente Lichtsteuerung via App, smarte Sensorik und die generelle Integration in "Smart Homes" oder vernetzte Gebäudesysteme werden weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig rückt das Thema Nachhaltigkeit noch mehr in den Fokus – etwa durch modulare Leuchtensysteme, die sich reparieren und erweitern lassen, durch den Einsatz ressourcenschonender Materialien und durch eine gesteigerte Energieeffizienz.
Für uns bei Planlicht bedeutet das: am Puls der Zeit bleiben, technologische Entwicklungen frühzeitig erkennen und aktiv mitgestalten. Wir optimieren unser bestehendes Sortiment laufend und halten es auf dem neuesten Stand der Technik. Gleichzeitig entwickeln wir neue Produkte, die den Anforderungen unserer Kund:innen nicht nur gerecht werden, sondern ihre Erwartungen bewusst übertreffen – mit architektonischen Leuchten und Lichtlösungen, die flexibel, innovativ und zukunftsorientiert sind.
LEADERSNET: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Viele Menschen verbinden Licht mit Emotion – von Wärme über Geborgenheit bis hin zu Inspiration. Welche Emotion(en) beschreibt Ihr persönliches Verhältnis zu Licht am besten?
Kohler: Licht ist für mich ein stiller Begleiter – es wirkt im Hintergrund und entfaltet seine Kraft durch die Art, wie es Räume definiert und Architektur unterstreicht. Es ist kein lautes Element, sondern eines, das Atmosphäre schafft und Identität verleiht. In meinem beruflichen Alltag steht Licht auch für Verbindung: Die Verbindung zu meinem Team, mit dem ich die Begeisterung für durchdachte Lichtlösungen teile, und die gemeinsame Leidenschaft, Räume zum Strahlen zu bringen. Dabei fasziniert mich besonders, wie Licht technische Präzision mit emotionaler Wirkung verbindet – es kann beruhigen, fokussieren, inspirieren.
Diese Wirkung spüre ich auch außerhalb des Arbeitskontexts – etwa beim Blick auf die Tiroler Berge im klaren Morgenlicht, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Konturen schärfen und eine stille Kraft entfalten, oder beim letzten Licht eines Sommertages, das die Landschaft in warmes Gold taucht. Solche Momente zeigen, wie tief Licht mit unserer Wahrnehmung und unserem Empfinden verbunden ist. Für mich ist Licht deshalb eines der ausdrucksstärksten Gestaltungselemente – in der Architektur wie in der Natur.
LEADERSNET: Vielen Dank!
www.planlicht.com
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