Fotos der Pressekonferenz
Wiener Ballsaison 2025/26 erwartet erstmals 600.000 Besucher

Am 11. November fällt der offizielle Startschuss für die Ballsaison, die laut einer aktuellen Studie der KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien einen neuen Rekord bei Besucher:innen und Umsatz aufstellen könnte. 

Die Wiener Ballsaison steht offiziell in ihren Startlöchern und wird am 11. November 2025 traditionell mit der Quadrille am Graben eröffnet. Im vergangenen Jahr wurden mit rund 570.000 Menschen und einem Absatz von mehr als 205 Millionen Euro die Bestwerte aus den Vorjahren übertroffen (LEADERSNET berichtete). Die kommende Ballsaison 2025/26 soll diesen Rekord jedoch erneut brechen, wie aus einer Studie der KMU Forschung Austria hervorgeht, die im Auftrag der Wirtschaftskammer Wien durchgeführt wurde. 

Starker Wirtschaftsmotor

Die Studie sagt in Summe etwa 600.000 Ballbesucher:innen und einen Umsatz von rund 235 Millionen Euro voraus. Zudem habe sich gezeigt, dass circa 70 Prozent der Wiener:innen die Ballsaison als wichtiges kulturelles Ereignis wahrnehmen, das maßgeblich zum internationalen Image Wiens beiträgt. Ebenso viele sehen auch in der medialen Berichterstattung eine Stärkung des Ansehens der Stadt als Kulturmetropole (LEADERSNET berichtete). Mehr als die Hälfte der Befragten erkenne darüber hinaus den wirtschaftlichen Nutzen der Ballsaison. Denn diese zieht nicht nur internationale Tourist:innen an, sondern unterstützt auch eine Vielzahl an Branchen der lokalen Wirtschaft und leistet somit einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke Wiens (LEADERSNET berichtete hier und hier). 

"Die Wiener Ballsaison ist weit mehr als ein gesellschaftliches Highlight – sie ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für zahlreiche Gewerbe- und Handwerksbranchen in unserer Stadt", meint Maria Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Wien. "Von Mode- und Bekleidungstechnik über Friseur- und Kosmetikbetriebe bis hin zu Floristik, Veranstaltungstechnik, Konditorei, Fotografie und Sicherheit profitieren rund 1.000 Wiener Unternehmen von dieser lebendigen Tradition. Das Wiener Gewerbe und Handwerk setzt dabei nicht nur maßgebliche Trends, sondern fungiert vor allem als Turbo für die Wiener Wirtschaft."

600.000 Besucher:innen

Mit prognostizierten 600.000 Besucher:innen wird der Rekord aus dem Vorjahr weit überholt. Der Anstieg beträgt somit etwas über 15 Prozent, was unterstreiche, dass die Wiener Ballsaison ganz im Zeichen steigender Besucherzahlen stehe. Zwar liegt die diesjährige Besucherzahl damit nur knapp über jener aus dem Jahr 2022/23, zeigt aber eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2023/24 und 2024/25.

Besonders deutlich werde die Entwicklung im längerfristigen Vergleich. So wurden 2011/12 rund 475.000 Besucher:innen erwartet. Heuer liegt die Zahl somit um mehr als 26 Prozent höher. "Die Wiener Bälle werden immer populärer – sowohl international als auch bei den Wiener:innen", so Dominic SchmidObmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien. Laut ihm liege das vor allem daran, dass es den Veranstalter:innen gelungen sei, die Bälle zu modernisieren – etwa durch zeitgemäße Mitternachtseinlagen oder Fotopoints – und trotzdem die Traditionen hochzuhalten. 

Ein Volk im Ballfieber

Ein Blick auf das Besuchsverhalten habe zudem gezeigt, dass die Balltradition noch immer in der österreichischen Volksseele verankert sei – insbesondere die jüngere Generation befindet sich dabei mehr im Ballfieber als andere, wie eine Studie zum Konsumverhalten der Österreicher:innen Anfang des Jahres zeigte (LEADERSNET berichtete). Danach gefragt, ob Wiener:innen ab 15 Jahren in der Vergangenheit schon einmal einen Ball in Wien besucht haben, haben rund zwei Drittel (66 %) die Frage bejaht. Von diesen Personen haben wiederum 62 Prozent durchschnittlich einen Ball pro Jahr besucht, 20 Prozent zwei Bälle und 18 Prozent waren auf drei Bällen oder mehr. 

Mit der gesteigerten Besucherzahl und den geplanten Mehrausgaben der Teilnehmer:innen wächst auch die Summe der Gesamtausgaben der Ballgäste im Vergleich zu 2024/25 deutlich an. Demnach belaufen sich diese, wie eingangs erwähnt, heuer auf 235 Millionen Euro. Das entspricht einer Zunahme von etwa einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr. 

Ausgaben pro Besucher:in

Bricht man also die Gesamtausgaben auf die einzelnen Ballbesucher:innen herunter, so ergeben sich Ausgaben von rund 390 Euro pro Kopf – eine Erhöhung von sieben Prozent im Vergleich zur Ballsaison 2024/25. Die unterschiedlichen Kosten vor und während eines Balls lassen sich wiederum aufschlüsseln in Ballkarten (130 Euro), Speisen und Getränke (90 Euro), Garderobe inklusive Schuhe und Accessoires (55 Euro), Friseur:in beziehungsweise Kosmetik (40 Euro) und das Abendessen vor dem Ballbesuch (40 Euro) sowie für Taxifahrten (30 Euro). 

Balltrend-Bibel und einige Höhepunkte der Ballsaison 

Mit der Balltrend-Bibel präsentieren führende Modemacher:innen und Wiener Friseur:innen die Essenz der heutigen Ballsaison. Das entsprechende Editorial wurde dabei in den Heritage-Räumen des Hotels Almanac Palais Vienna geshootet. 

Einige Höhepunkte der Ballsaison 2025/26 sind am 14. November 2025 der Rauchfangkehrerball, am 15. Jänner 2026 der Zuckerbäckerball, am 22. Jänner 2026 der Wiener Philharmonikerball, am 23. Jänner 2026 der Kaffeesiederball, am 26. Jänner 2026 der Wiener Jägerball und am 12. Februar 2026 der Wiener Opernball

Als Veranstaltungslocation dient den Bällen neben der Staatsoper dabei auch die Wiener Hofburg. "Die Hofburg Vienna ist und bleibt die Ball-Location Nummer eins in Wien und weltweit. Wir freuen uns jedes Jahr über die Vielfalt an Themen, die Begeisterung unserer Besucher:innen und die stetig wachsende Nachfrage nach Balltickets. Wiener Bälle sind ein Stück gelebte Kultur: einzigartig, emotional und international gefragt", so Armin Egger, Geschäftsführer Hofburg Vienna. 

Mehr über die schönsten Bälle der vergangenen Saison erfahren Sie in diesem Artikel

LEADERSNET begleitete die Pressekonferenz. Einen Eindruck können Sie sich mittels Galerie verschaffen. 

www.wko.at

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